Heustreu

Bis Weihnachten soll die Heustreuer Ufermauer stehen

Stein für Stein bauen Mitarbeiter der Firma Karlein Bau aus Mellrichstadt die Ufermauer an der Pfarrkirche "Zu den heiligen Engeln" wieder auf.
Foto: Stefan Kritzer | Stein für Stein bauen Mitarbeiter der Firma Karlein Bau aus Mellrichstadt die Ufermauer an der Pfarrkirche "Zu den heiligen Engeln" wieder auf.

Einen knappen Rückblick auf das zu Ende gehende Jahr warf Ansgar Zimmer in der Sitzung des Gemeinderates. Zwar sollen Sitzungen derzeit so kurz wie möglich ausfallen und ohne Reden auskommen, Zeit für ein paar Worte nahm sich das Ortsoberhaupt aber dennoch. Die Großbaustelle Festhalle, die Zukunftsbaustelle Glasfaserverkabelung bis in jedes Haus und einige Projekte mehr riss Zimmer kurz an.

"Diese Festhalle ist unser aller Werk", sagte Ansgar Zimmer mit Blick in den großen Saal, wo der Gemeinderat auch diesmal abstandskonform tagte. In diesem Jahr hat die Gemeinde aber nicht nur die Festhalle generalsaniert, sondern auch mit dem "Oberen Tannig" ein weiteres Baugebiet erschlossen, das jetzt in die Vermarktung geht.

Ein Jahr ohne Feste

Leider, so der Bürgermeister, müsse der Fasching 2021 komplett entfallen. Und das trotz der Rekordveranstaltungen wie dem Faschingsumzug in diesem Jahr, ganz kurz vor Ausbruch der Pandemie. "Wir haben damals wirklich Glück gehabt, sonst wären wir einer der Hotspots geworden", gab Zimmer zu bedenken und erinnerte an ein Jahr, dass – für Heustreu völlig ungewöhnlich – ohne Feste über die Bühne gehen musste.

Über allen Maßnahmen der Gemeinde stand aber die Fertigstellung der Festhalle, die sich bis in die letzten Tage des aktuellen Jahres hinzog. Unlängst wurden noch die sechs fehlenden Fassadenplatten im Eingangsbereich montiert. Jetzt, so forderten es 3. Bürgermeister Heinz Balling und Gemeinderätin Susanne Wüst, solle baldmöglichst in das Marketing des Veranstaltungszentrums investiert werden.

Bruchsteinmauerwerk wird wieder aufgebaut

Damit so schnell wie möglich nach der Aufhebung des Lockdowns die Festhalle mit Leben gefüllt werden kann. "Wir haben jetzt schließlich eine der Top-Hallen im Landkreis", sagte Markus Werner. Ausgeschrieben wird zu Beginn des kommenden Jahres der noch fertigzustellende Außenbereich rund um die Halle. Die lange wegen der Bauarbeiten gesperrte Straße "Am Salzbrunnen" ist vor der Festhalle ab sofort für den Fahrzeugverkehr freigegeben. Zumindest bis im Frühjahr die Arbeiten rund um die Halle neu aufgenommen werden müssen.

Vor Weihnachten fertig werden soll die Sanierung der Kirchumgangsmauer am Mühlgraben. Derzeit wird das Bruchsteinmauerwerk in den sanierten Bereichen wieder aufgebaut. Für Mehrkosten in Höhe von 5600 Euro soll zudem im Rahmen der Bauarbeiten der seit Jahren nicht mehr benötigte und unschöne Heizungsluftkanal aus Beton an der Außenfassade der Kirche entfernt werden. Den Auftrag zu den Arbeiten erteilte der Gemeinderat einstimmig.

Ein Wifi-Hotspot an der Bushaltestelle?

Großes Bedauern äußerte Ansgar Zimmer bezüglich der nicht stattgefundenen 50-Jahrfeier des Musik- und Heimatvereins. "Was wäre das für ein Fest geworden", mutmaßte Zimmer. Als Trostpflaster geht von Seiten der Gemeinde eine Spende in Höhe von 500 Euro an den Musikverein.

Im kommenden Jahr können Kleinprojekte zur Daseinsvorsorge über das Regionalbudget der NES-Allianz mit einem Zuschuss bis zu 80 Prozent der Kosten gefördert werden. Zimmer bat den Gemeinderat um Ideen für Anträge bis Anfang des kommenden Jahres. Gemeinderat Michael Muth schlug einen Wifi-Hotspot an der Bushaltestelle vor. Dort könne frei verfügbares Internet gut gebraucht werden.

Ein Zuschuss für die Bücherei

Die Bücherei im Pfarrheim kann sich jedes Jahr vor Weihnachten über einen Zuschuss für den Kauf neuer Bücher und anderer Medien freuen. Auch in diesem Jahr gibt es 250 Euro. Kritik übte Markus Werner nochmals an der Außerbetriebsetzung des Geldautomaten der Volksbank Raiffeisenbank. Zu Beginn des neuen Jahres soll ein Vertreter der Bank zu einem klärenden Gespräch in den Gemeinderat eingeladen werden.

Nach dem Dank des Bürgermeisters an den Gemeinderat für ein außergewöhnliches und arbeitsames Jahr in Heustreu richtete Markus Werner seinerseits ein Dankeschön an Ansgar Zimmer für die geleistete Arbeit.

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