Bischofsheim

Bischofsheim: Höherer Funkmast abgelehnt

Bischofsheims denkmalgeschütztes Stadtbild würde durch den geplanten Bau eines über 25 Meter hohen Mobilfunkmastes erheblich gestört. Ein entsprechender Bauantrag wurde abgelehnt.
Bischofsheims denkmalgeschütztes Stadtbild würde durch den geplanten Bau eines über 25 Meter hohen Mobilfunkmastes erheblich gestört. Ein entsprechender Bauantrag wurde abgelehnt. Foto: Marion Eckert

Für eine ausführliche Diskussion sorgte das Vorhaben von Vodafone, die Telekommunikationsanlage in der Ahornstraße aufzurüsten. Geplant ist, den bisherigen Mast um 15 Meter auf über 25 Meter zu erhöhen. Dies sei eine deutliche und eindeutige Beeinträchtigung für das historische und denkmalgeschützte Ensemble des Bischofsheimer Stadtbildes. Stephan Zimmermann (Wegfurt): "Der Mast wird höher als der Kirchturm der evangelischen Kirche sein. Das zerstört die Stadtansicht massiv."

Die Verwaltung habe der Firma Vodafone bereits eine Alternative auf dem nur wenige Meter entfernten Feuerwehrhaus unterbreitet, doch die Firma sei auf einen alternativen Standort gar nicht erst eingegangen, informierte die geschäftsführende Beamtin Ulla Schröder. Rein rechtlich sei der Bau in der Ahornstraße durchaus zulässig, da es sich um ein Gewerbegebiet handele, führte Bürgermeister Georg Seiffert aus. Dennoch befinden sich im unmittelbaren Umfeld auch viele Wohnhäuser, was eine Verlegung auf das Feuerwehrgebäude sinnvoll erscheinen lasse.

Der Antrag wurde abgelehnt. Die Stadträte hoffen nun, dass die Firma Vodafone sich einem Gespräch über dem Alternativstandort Feuerwehrgebäude nicht verschließt.

Andere Bauanträge wurden genehmigt

Positiv entschieden wurde der Vorbescheid zur Erweiterung der bestehenden landwirtschaftlichen Gerätehalle um einen landwirtschaftlichen Unterstand in der Haselbachstraße 100. Der Antragsteller bat um Klärung, ob die Unterbringung von ölführenden landwirtschaftlichen Geräten zulässig ist. Da das Vorhaben sich in das Dorfgebiet einfügt, gaben die Stadträte ihr Einverständnis.  Die Überprüfung der wasserrechtlichen Zulässigkeit obliegt dem Landratsamt. Ebenfalls positiv beschieden wurde der Bauantrag zum Neubau eines Einfamilienhauses in der Kissinger Straße in Bischofsheim.

Der Eigentümer eines Anwesens in der Kronengasse in Bischofsheims Innenstadt beabsichtigt eine Sanierung und Modernisierung des Wohnhauses. Bei dem Objekt handelt es sich um ein Einzeldenkmal. Das Vorhaben wurde mit dem Landesamt für Denkmalpflege und dem Stadtplaner abgestimmt. Die förderfähigen Sanierungskosten inklusive Eigenleistung belaufen sich auf 120 556 Euro. Aus dem kommunalen Förderprogramm für private Baumaßnahmen im Sanierungsgebiet "Altstadt" wurden 36 160 Euro bewilligt.

Informiert wurde über bereits erteilte Zustimmungen seitens der Verwaltung: Genehmigt wurde der Bau einer Gartenhütte/Gerätschuppen zur Lagerung von Holz und Gartengeräten im Hirtenweg in Oberweißenbrunn. Ebenso der Dachgeschossausbau inklusive Errichtung einer Dachgaube am bestehenden Wohnhaus im Leutenauweg in Unterweißenbrunn. Nach dem Denkmalschutzgesetz wurden folgenden Anträgen zugestimmt: Sanierung des Kriegerdenkmals, Denkmalpflegerische Voruntersuchung für das Anwesen Am Pfarrgrund, Dachsanierung des Nebengebäudes in der Ludwigstraße und Verlegung des Netzanschlusses für ein Anwesen im Gerberzwinger. Alle vier Vorhaben sind direkt in Bischofsheim.

Bürgermeister Seiffert kündigte an, mit den alten und neuen Stadträten eine Tour durch die Stadtteile zu den jeweiligen städtischen Liegenschaften unternehmen zu wollen.

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