Bischofsheim

Bischofsheimer Freibad: Wenn der Bürgermeister selbst das Becken schrubbt

Schrubben auf Abstand. Das Bischofsheimer Freibad wird von einer Truppe Freiwilliger um Bürgermeister Georg Seiffert und den Freibadbeauftragten Manfred Markert für die Sommersaison vorbereitet.
Foto: Marion Eckert | Schrubben auf Abstand. Das Bischofsheimer Freibad wird von einer Truppe Freiwilliger um Bürgermeister Georg Seiffert und den Freibadbeauftragten Manfred Markert für die Sommersaison vorbereitet.

Auch wenn im Moment noch überhaupt nicht absehbar ist, wann und ob das Bischofsheimer Freibad in diesem Jahr öffnen wird, die Vorbereitungen laufen dennoch auf Hochtouren. Bürgermeister Georg Seiffert war selbst vor Ort schrubbte eifrig das Becken. "Wir machen uns auf jeden Fall schon einmal bereit", betonte er. Geputzt werden müsse ohnehin.

Unter Federführung des Freibadverantwortlichen Manfred Markert wurde die Säuberungsaktion organisiert. Als Helfer konnte die Truppe gewonnen werden, die sich im vorigen Jahr für den Verlobungstempel einsetzte und auch heuer wieder am Finkelberg ein Projekt umsetzen möchte. Beim großen Frühjahrsputz im Freibad waren sie gleich bereit, mit zu machen.

Bürgermeister freut sich über das ehrenamtliche Engagement

Der Bürgermeister ist für soviel ehrenamtliches Engagement sehr froh und dankbar. Es sei doch einiges zu tun, um das Schwimmbad betriebsbereit zu machen. Zunächst müsse das Winterwasser aus dem Becken abgelassen und das Becken selbst gründlich von Algen befreit werden. Muskelkraft, Schwamm und Hochdruckreiniger sind die probaten Mittel. Von Hand gereinigt werden müssen beispielsweise die Überlaufrinnen und die Startblöcke.

Der städtische Bauhof ist weitgehend für die Außenanlage zuständig, aber die Platten und Gehwege wurden vom Reinigungstrupp von Unkraut befreit. Auf dem Dach galt es außerdem, die Solaranlage zu reinigen. Im Technikraum müssen Pumpen und Filter, die über die Wintermonate trocken standen, wieder in Betrieb genommen und hochgefahren werden.

Eröffnungstermin kann noch nicht bekanntgegeben werden

Um das Schwimmbad betriebsbereit zu machen, müsse neben der Labortechnischen Untersuchung abgewartet werden, inwieweit das Infektionsschutz- und Hygienekonzept vom vorigen Jahr übernommen beziehungsweise angepasst werden müsse. Klar sei heute schon, dass  - wenn das Schwimmbad wird öffnen darf – auch in diesem Jahr Abstands- und Hygieneregeln im Becken selbst wie auch auf den Liegewiesen, Aufenthaltsbereichen und dem Kinderbecken gelten werden. 

Zu den endgültigen Auflagen auch bezüglich Maskenpflicht, Personenzahl und anderem kann der Bürgermeister zum jetzigen Zeitpunkt noch nichts sagen. Da müssten die staatlichen Vorgaben abgewartet werden. Erst wenn diese bekannt seien und die Umsetzung für das Bischofsheimer Freibad angepasst sei, könne ein Eröffnungstermin und die Nutzungsbedingungen genannt werden.

Der Schutz der Bevölkerung steht im Vordergrund

Gleiches gelte für den Bischofsheimer Funpark "four seasons", direkt neben dem Schwimmbad, der leider noch nicht geöffnet werden könne. Das Herz blute ihm und wohl jedem, der sich gerne auf der Anlage vergnügen möchte, dass diese einmalige Attraktion, die mit viel Aufwand geschaffen wurde, seit Monaten geschlossen sei. Im Winter hätte eine Eisbahn für Unterhaltung sorgen sollen, auch die konnte nicht aufgebaut werden.

"Bei allem Verständnis für den Wunsch nach Aktivitäten im Freien überwiegt die Verantwortung zum Schutz der Bevölkerung", betont Seiffert. "Besonders im Hinblick auf die Infektionsfälle, die auch bei uns im Landkreis hauptsächlich die Altersgruppe von 10 bis 19 Jahren betreffen, darf man nicht leichtfertig sein."

Zusammenhalten und die Zahlen senken

Das Landratsamt Rhön-Grabfeld als zuständige Katastrophenschutzbehörde habe eine entsprechende Vorgabe erteilt: "Um die Ansteckungsgefahr in diesem Bereich zu reduzieren, sind bis auf weiteres die Skateanlagen im Landkreis Rhön-Grabfeld geschlossen. Hintergrund hierfür ist, dass diese Plätze unbeaufsichtigt sind und es in der Vergangenheit immer wieder Verstöße gegen die aktuell geltenden Infektionsschutzmaßnahmenverordnung im Zusammenhang mit den Regeln zur Kontaktbeschränkung gab."

Im diesem Zusammenhang verweisen das Landratsamt und Bürgermeister Georg Seiffert auch auf Gruppenbildungen auf Kinderspielplätzen, die für Kinder nur in Begleitung von Erwachsenen geöffnet seien. Die begleitenden Erwachsenen seien gehalten, jede Ansammlung zu vermeiden und wo immer möglich auf ausreichenden Abstand der Kinder zu achten.

"Ich versichere, dass wir den Funpark four seasons sofort freigeben, sobald es die Vorgaben erlauben", betont der Bürgermeister und bittet die Eltern, das auch ihren Kindern zu erklären. "Mir ist bewusst, dass dies nicht einfach ist. Doch müssen wir gerade jetzt stärker zusammenhalten und alles tun, um die Infektionszahlen zu senken."

Nichts mehr verpassen: Abonnieren Sie den Newsletter für die Region Rhön-Grabfeld und erhalten Sie zweimal in der Woche die wichtigsten Nachrichten aus Ihrer Region per E-Mail.
Themen & Autoren / Autorinnen
Bischofsheim
Marion Eckert
Bürgermeister und Oberbürgermeister
Erwachsene
Freibäder
Infektionsfälle
Infektionsschutz
Infektionszahlen
Katastrophenschutzbehörden
Kinder und Jugendliche
Kinderspielplätze
Pandemien
Lädt

Damit Sie Schlagwörter zu "Meine Themen" hinzufügen können, müssen Sie sich anmelden.

Anmelden

Das folgende Schlagwort zu „Meine Themen“ hinzufügen:

Sie haben bereits
/ 15 Themen gewählt

bearbeiten

Sie folgen diesem Thema bereits.

entfernen

Um "Meine Themen" nutzen zu können müssen Sie der Datenspeicherung zustimmen

zustimmen
Kommentare (0)
Aktuellste Älteste Top

Der Diskussionszeitraum für diesen Artikel ist leider schon abgelaufen. Sie können daher keine neuen Beiträge zu diesem Artikel verfassen!