Stockheim

Bleiverglasung der Stockheimer Leichenhalle erneuert

Die Leichenhalle auf dem Stockheimer Friedhof wurde saniert. Die Instandsetzung der Bleiverglasung erfolgte mit einer Förderung aus dem Regionalbudget der Streutalallianz.
Die Leichenhalle auf dem Stockheimer Friedhof wurde saniert. Die Instandsetzung der Bleiverglasung erfolgte mit einer Förderung aus dem Regionalbudget der Streutalallianz. Foto: Eva Wienröder

Bürgermeister Martin Link eröffnete die jüngste Sitzung des Gemeinderates mit einem Gedenken an den in diesen Tagen verstorbenen Peter Storath und würdigte dabei die Verdienste des engagierten Gemeindebürgers. Storath war mehr als drei Jahrzehnte als Gemeindearchivar tätig und zudem von 1996 bis 2002 Mitglied des Gemeinderates.

Im Rahmen einer überörtlichen Rechnungsprüfung wurde festgestellt, dass die Erschließungsbeitragssatzung der Gemeinde zwar regelmäßig der aktuellen Rechtslage angepasst, jedoch nie insgesamt neu erlassen wurde. Daher wurde der Gemeinde empfohlen, die Erschließungsbeitragssatzung nach aktuellem Muster des Bayerischen Gemeindetages neu zu erlassen. Christian Rosshirt, der Leiter der Bauverwaltung der VG Mellrichstadt, erläuterte dem Gremium einzelne individuelle Regelungen, die sich für Stockheim ergeben und beantwortete Fragen der Ratsleute, die dann auch einstimmig dem Satzungsentwurf zustimmten.

Reitplatz sorgte für Diskussionen

Der Gemeinderat befasste sich mit mehreren baulichen Vorhaben. Zugestimmt wurde dem Anbau eines Balkons an einem bestehenden Wohnhaus im Tiefenweg sowie der Aufstockung eines Anbaus und den Einbau einer Dachgaube an einem Anwesen im Eichenweg. Des Weiteren lag ein Antrag zur Errichtung eines Reitplatzes in der Waldstraße vor. Für Verärgerung im Gremium sorgte, dass bereits mit dem Bau begonnen wurde. Leider sei dies kein Einzelfall, in letzter Zeit hätten Bauherren schon häufiger "vollendete Tatsachen" geschaffen und nicht auf das Vorliegen einer Baugenehmigung gewartet, hieß es. Auf Vorschlag von Ratsmitglied Thilo Schallenkammer möchte man die Bevölkerung im Gemeindeblatt auf die Einhaltung eines ordnungsgemäßen Verfahrens hinweisen. Dem Bau eines Reitplatzes wurde schließlich dennoch mehrheitlich zugestimmt, da es sich nach den Worten von Bauamtsleiter Rosshirt um ein genehmigungsfähiges Vorhaben handelt, für das aus baurechtlicher Sicht ein positiver Bescheid des Landratsamtes zu erwarten sei.

Von einer Holzbaufirma wurde angefragt, ob sie im Neubaugebiet auf einem gemeindlichen Grundstück eine Werbetafel aufstellen dürfe und hat dazu einen entsprechenden Bauantrag eingereicht. Würde man das Ansinnen genehmigen, könnte man dies auch möglichen weiteren Antragstellern nicht verwehren, so die Bedenken der Ratsleute, die keinen Präzedenzfall schaffen wollten und somit den Antrag einstimmig ablehnten.

2. Kommandant der Feuerwehr bestätigt

Die Bürgervertreter bestätigten im weiteren Verlauf der Sitzung die Wahl von Dominik Gaertig zum neuen 2. Kommandanten der Freiwilligen Feuerwehr Stockheim. Ursprünglich war bei der Generalversammlung Anfang Januar Lewayne Schallenkammer gewählt worden. Die Rechtsaufsicht am Landratsamt hatte daraufhin jedoch beanstandet, dass Schallenkammer zu jung für das Amt sei. Deshalb musste kürzlich noch einmal eine Versammlung der Floriansjünger abgehalten und eine erneute Wahl durchgeführt werden (wir berichteten).

Im Rahmen der jüngsten Generalversammlung der Volkshochschule war beschlossen worden, den Gesellschaftsvertrag zu ändern. Das muss nun auch noch von den Mitgliedsgemeinden abgesegnet werden, die Stockheimer Gemeinderäte hatten keine Einwendungen gegen die Änderungen, bei denen unter anderem eine Reduzierung des Aufsichtsrates von 21 auf elf Mitglieder vorgesehen ist.

Neuer Standort für Photovoltaikanlage

Bereits im Juli vergangenen Jahres hat die Gemeindeführung der geplanten Errichtung einer Photovoltaikfreiflächenanlage in der Gemarkung Stockheim in der Nähe der B 285 und der Kreuzung zur Verbindungsstraße nach Mellrichstadt ihr Einverständnis gegeben. Wie Bürgermeister Martin Link berichtete, beabsichtigt der Bauherr nun, den Standort etwas nördlicher zu verlegen. Das wird vom Gemeindeparlament begrüßt, da die Anlage damit nicht mehr so nahe an der Bundesstraße liegen würde.

Link informierte darüber, dass die Rechtsaufsicht des Landratsamtes Rhön-Grabfeld den Haushalt 2020 rechtsaufsichtlich gewürdigt hat. Ferner konnte das Ortsoberhaupt einen Beschluss aus der nichtöffentlichen Sitzung des Gemeinderates vom 9. Juni 2020 bekannt geben. Da hatte man den Nachtrag für die Abwasserbeseitigung im Rahmen der Erschließung des Baugebietes "Am Grasberg II" in Höhe von 11 200 Euro genehmigt.

Bleiverglasung am Leichenhaus erneuert

Zufrieden nahmen die Räte zur Kenntnis, dass die Instandsetzungsarbeiten der Bleiverglasung am Leichenhaus fertiggestellt sind. Die Maßnahme wird über das Regionalbudget der Streutalallianz gefördert. Die Glaserarbeiten wurden von einer Fachfirma aus Würzburg ausgeführt, die auch schon vor Jahrzehnten beim Bau der Leichenhalle tätig war, wie Link anmerkte. Daneben hat der Bauhof Malerarbeiten vorgenommen, sodass das Gebäude nun wieder im frischen Glanz erstrahlt. Karmen Wille regte an, noch eine kleine Infotafel anzubringen, die Aufschluss über die in den Glaselementen dargestellten Bibelszenen gibt. Eine Anregung, die Link gerne aufnahm.

Diana Pachovsky sprach die Schulbussituation in Zeiten von Corona an. Die Grund-, Real-, Mittelschüler und Gymnasiasten würden wie bisher alle zusammen dicht gedrängt in einem großen Ziehharmonika-Bus nach Mellrichstadt befördert. Mit Blick auf die geltenden Abstands- und Hygieneregeln wäre eigentlich ein zweiter Bus erforderlich, so Pachovsky und verwies auf die Ankündigung von Ministerpräsident Markus Söder, wonach der Freistaat in solchen Fällen die zusätzlichen Kosten übernehmen würde. Nach Kenntnisstand von VG-Vertreter Christian Rosshirt sei der Landkreis dabei, sich um zusätzliche Busse zu kümmern. "Wir haken nach", versicherte Gemeindechef Link, der sagte, dass auch vor Corona die Beförderung aller Schüler in einem Bus schon grenzwertig gewesen sei und man es grundsätzlich begrüßen würde, wenn sich hier etwas ändern könnte.

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