BRENDLORENZEN

BSH knackt Zwei-Millionen-Marke

Vorzeige-Modell: Jochen Heel (links) Leiter von BSH (Bosch-Siemens Hausgeräte) in Bad Neustadt erläutert mit Vorarbeiter Rainer Hellmuth einen modernen Staubsauger.
Foto: Hubert Herbert | Vorzeige-Modell: Jochen Heel (links) Leiter von BSH (Bosch-Siemens Hausgeräte) in Bad Neustadt erläutert mit Vorarbeiter Rainer Hellmuth einen modernen Staubsauger.

Seit Oktober ist Jochen Heel neuer Leiter von Bosch-Siemens Hausgeräte (BSH) in Brendlorenzen. Jetzt legte er sehr zufriedenstellende Zahlen für 2011 vor. 2,163 Millionen Staubsauger sind im vergangenen Jahr in Brendlorenzen produziert worden – eine Steigerung der Stückzahl um nahezu zehn Prozent. Ende Mai wird dann voraussichtlich der 55-millionste Staubsauger in Bad Neustadt das Werk verlassen.

Damit wurde 2011 die Grenze von zwei Millionen Stück geknackt; von insgesamt 430 Mitarbeitern, das sind zehn mehr als 2010. Ein weiterer Grund zur Freude: Bei Stiftung Warentest haben die Brendlorenzer Staubsaugerbauer im vergangenen Jahr mit zwei Testsiegern einen Doppelschlag gelandet. Einer ist gar die Nummer eins bei den beutellosen Saugern.

Für diesen Erfolg und die Steigerung der Stückzahlen hat BSH nach Angaben von Heel in Brendlorenzen kräftig investiert. Insgesamt 5,6 Millionen Euro, davon alleine 3,2 Millionen in die Entwicklung neuer Produkte, außerdem in die Umstellung einer Montage-Linie auf eine effizientere Motorentechnologie, eine neue Kunststoffspritzgießmaschine und eine ganz neue Montage-Linie. Um wettbewerbsfähig zu bleiben, müsse das Unternehmen in Automation investieren, so Heel.

Dabei werden die Staubsauger aus Brend immer effizienter und leiser. So brauchen die Modelle der neuesten Generation bis zu 65 Prozent weniger Strom als die Vorgängerreihe, erklärt Heel. Dazu werden die verwendeten Materialien immer ressourcenschonender eingesetzt. So entstehen durch eine verbesserte Technologie Gehäuse, die leichter sind und gleich mit dem endgültigen Oberflächenfinish aus der Spritzgussmaschine kommen.

Neu entwickelte Gebläsemotoren kommen darüber hinaus mit etwa 20 Prozent weniger Kupfer aus. Derzeit, so Vorarbeiter Rainer Hellmuth, werden pro Tag in Brendlorenzen 12 000 Staubsaugermotoren gefertigt. Tag für Tag werden dafür 2,7 Tonnen Kupfer verarbeitet.

Bei all dem geht nach Heels Angaben der Energieverbrauch in der Produktion deutlich zurück. Wurden 2009 „pro Tonne produzierten Staubsaugern“ noch 1142 Kilowattstunden verbraucht, waren es im Januar 2012 nur noch 841 Kilowattstunden. Heels Ziel ist es, bei Staubsaugern nicht nur in einigen Segmenten Marktführer zu sein, sondern in allen. Dabei ist er sich sicher, dass die Kunden auch immer darauf achten, wie energie- und ressourcenschonend die Geräte produziert werden.

Wenn durch eine verbesserte Logistik sowohl Ressourcen als auch Kosten gespart werden, trage das auch zur Arbeitsplatzsicherung bei. Auch wenn jetzt neben China noch ein BSH-Staubsaugerwerk in der Türkei (etwa 120 Kilometer von Istanbul) für die Produktion beutelloser Sauger entsteht, sei das keine Gefahr für die Arbeitsplätze in Brendlorenzen, betont Heel. Denn das werde immer stärker zum Staubsauger-Kompetenzzentrum ausgebaut.

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