Strahlungen

Bürgermeister wollen gemeinsam Projekte in Strahlungen und Burglauer angehen

Die beiden Bürgermeister Johannes Hümpfner und Marco Heinickel arbeiten eng zusammen. Gemeinsam wollen sie die Jugendarbeit angehen. Wo liegen weitere Gemeinsamkeiten?
'Wo sich nicht nur das Wasser verträgt' – der Hochbehälter auf Strahlunger Gebiet, wo auch Bürgermeister Johannes Hümpfner steht (links), 

Bürgermeister Marco Heinickel (rechts) steht bereits auf Burgläurer Gebiet.
Foto: Brigitte Chellouche | "Wo sich nicht nur das Wasser verträgt" – der Hochbehälter auf Strahlunger Gebiet, wo auch Bürgermeister Johannes Hümpfner steht (links), Bürgermeister Marco Heinickel (rechts) steht bereits auf Burgläurer Gebiet.

"Das Wasser verträgt sich". Das ist eine wichtige Aussage, die Fachleute zum Wasser von Strahlungen und Burglauer machten. Denn Burglauer braucht Wasser und hätte es gerne von Strahlungen. Die Bürgermeister vertragen sich auch. Noch bevor Marco Heinickel und Johannes Hümpfner ihre Ämter am 1. Mai antraten, trafen sie sich auch mit anderen "Frischlingen", um sich auf die neue Situation einzustellen. Und so kam es, dass auch nach Amtsantritt der Gemeindeoberhäupter von Burglauer und Strahlungen die Zusammenarbeit weiterhin gut läuft. Das zeigt sich an Projekten, die beide Gemeinderäte zusammen absolvierten, so wie eine Tagung im Rhön Park Hotel zur Zukunft von Burglauer und Strahlungen. Da kam auch das Wasser zur Sprache, "das sich verträgt", genauso wie die kommunalen Gremien der beiden Dörfer.

Seit rund einem halben Jahr führt Marco Heinickel die Gemeinde Burglauer als hauptamtlicher Bürgermeister. Er ist 48 Jahre alt, verheiratet und hat ein Kind. Er habe sich gerne zur Wahl gestellt, denn durch seine Arbeit als Gemeinderat wusste er im Groben, was auf ihn zukommt. Was er jedoch lernen musste, war, dass "hopp mach mal", wie er es gewohnt war, nun nicht mehr geht. "Meine Verantwortung ist groß, es muss alles abgesichert sein", sagt Heinickel. Am Ende entscheide er, der Bürgermeister.

Unterstützung durch die Stellvertreter

Dankbar ist er für die Fachleute in der Verwaltungsgemeinschaft Bad Neustadt, die ihm mit Rat und Tat zur Seite stehen und auch für seine beiden stellvertretenden Bürgermeister. "Wenn da die Zusammenarbeit nicht stimmt, kann man einpacken", sagt Heinickel im überzeugten Brustton. Was ihm und auch seinen Bürgern am meisten fehlt, sind die Feste und die Geselligkeit, sagt Heinickel.

Sein erster offizieller Auftritt war Ende September bei der Dorfserenade der Lauertaler auf dem Dorfplatz von Burglauer. Ein anderer Aspekt des Bürgermeisterseins ist die flexiblere Arbeitszeit, lächelt Heinickel. "Bürgermeister ist man rund um die Uhr. 24 Stunden am Tag, sieben Tage die Woche." Für die Zukunft hat er schon einige Projekte im Auge, da wäre der Ausbau des Reichenbachs, der Neubau des Feuerwehrhauses neben dem Bauhof, die Vergrößerung des Kindergartens und das neue Quartiersmanagement. Besonders stolz ist Heinickel auf das erste eigene Gemeindeblatt von Burglauer. "Innerhalb von drei Monaten haben wir das auf die Beine gestellt."

Gutes Zeichen für die Zusammenarbeit

Darum muss sich Bürgermeister Johannes Hümpfner nicht kümmern. Das Gemeindeblatt "Strahlungen aktuell" gibt es schon lange. Hümpfner ist 31 Jahre alt, hat eine Partnerin und wohnt schon immer in Strahlungen. Seine Großeltern stammen aus Strahlungen und Burglauer. Wenn das kein gutes Zeichen für die Zusammenarbeit ist. Johannes Hümpfner übt das Bürgermeisteramt seit 1. Mai ehrenamtlich aus, im Hauptberuf ist er Finanzbeamter. Seine Arbeitszeit hat er auf 60 Prozent reduziert und kann sie flexibel einsetzen. "Es lässt sich beides gut vereinbaren", sagt er zufrieden.

Da er bereits als stellvertretender Bürgermeister im Gemeinderat mitarbeitete, wusste er, was auf ihn zukommt, als er sich zur Wahl stellte. Wichtig war es ihm, dass seine Freundin den Wunsch mitgetragen hat. Jetzt haben sie gemeinsam ein Haus gebaut. "Das war schon heftig. Bürgermeister, Arbeit und Haus, das waren stressige Momente. Zum Glück haben wir alles gemeistert", sagt Hümpfner.

Gemeinde fit für die Zukunft machen

Wichtig ist ihm jetzt, das Dorf für die Zukunft fit zu machen. Den Anfang macht das Corporate Design (visuelles Erscheinungsbild), das Strahlungen erkennbar macht. Der neue Quartiersmanager wird zum 1. Januar 2021 seine Arbeit aufnehmen. Besonders freut Hümpfner sich über das kommunale Förderprogramm für die Bürger Strahlungens im Altortbereich. Traurig ist er über die vielen Absagen von Festen in diesem Jahr. Die Strahlunger Meile durfte wegen Corona nicht durchgeführt werden, die Weinbergfeste fallen aus, der Muschelgrund konnte nicht genutzt werden. "Die Strahlunger feiern gern. Ich vermisse die Feste sehr", sagt Hümpfner. Wichtig ist ihm, dass alle neuen Aktivitäten online veröffentlicht werden, sagt Hümpfner. Was er jedoch besonders betonen will, ist die große Hilfe durch die Ehrenamtlichen-Gruppen in Strahlungen. "Das ist eine extreme Entlastung für mich."

Gemeinsam wollen Marco Heinickel und Johannes Hümpfner die Jugendarbeit angehen. Und wenn die Burgläurer Wasser aus Strahlungen bekommen, erhalten die Strahlunger Glasfaser von Burglauer, lachen beide Bürgermeister. "Das ist ein Geben und ein Nehmen" strahlen sie und verkünden ein großes Fest, das Höhbergfest 2021, wo nicht nur Strahlungen und Burglauer zusammenarbeiten, sondern auch Niederlauer und Salz dabei sind. "Und es wird genau auf dem Gelände stattfinden, wo sich die Gemeindegrenzen von Burglauer, Niederlauer, Salz und Strahlungen treffen."

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