Burglauer

Burglauer sagt Ja zu "High Speed", aber nicht zu jedem Preis

Ein Bayern WLAN-Hotspot reicht für die ganze Rudi-Erhard-Halle, die der gemeindliche Sport- und Kulturtreff ist, nicht aus. Über einen möglichen kostenpflichtigen Ausbau denkt der Rat um Bürgermeister Marco Heinickel nach. 
Foto: Andreas Sietz | Ein Bayern WLAN-Hotspot reicht für die ganze Rudi-Erhard-Halle, die der gemeindliche Sport- und Kulturtreff ist, nicht aus.

Bereits im vergangenen Jahr ist die neue Bayerische Gigabitrichtlinie in Kraft getreten. Im Gegensatz zum bis dahin gültigen Förderprogramm ist nach dieser neuen Richtlinie ein geförderter Ausbau der Breitbandversorgung auch dann möglich, wenn bereits ein Anbieter das Gebiet mit mindestens 30 Mbit/s im Downstream versorgt. Eine staatliche Förderung scheidet jedoch bei überwiegend privat genutzten Anschlüssen ab 100Mbit/s im Downstream und bei überwiegend gewerblich genutzten Anschlüssen ab 200 Mbit/s im Up- und im Downstream aus. Ein Markterkundungsverfahren durch Frank Reichert von der Stabstelle Kreisentwicklung des Landkreises Rhön-Grabfeld brachte ans Licht, dass in Burglauer nur 107 Adressen förderfähig wären. Und die sind über das ganze Dorf verteilt und oft handelt es sich um leerstehende Grundstücke und Gebäude ohne Anschlussbedarf.

Da zwar Fördergelder gewunken hätten, der Eigenanteil der Gemeinde aber immer noch unrentabel hoch gewesen wäre, entschied der Rat, dass das Förderverfahren nach der Bayerischen Gigabitrichtlinie aufgrund der schlechten Förderkonditionen beendet werden soll. "Wir müssten zudem das halbe Dorf für notwendige Leitungen aufgraben", so Marco Heinickel. Dass man bei einem besseren staatlichen Programm in Richtung Glasfaser und noch schnellerer "Daten-Autobahn" denken will, waren sich alle Räte einig. Die Mandatsträger hoffen auf bessere Konditionen durch das geplante Bundesprogramm für den Breitbandausbau.

Thema Telekom-Mast erst einmal vertagt

Es gibt noch "weiße Flecken" ohne Handyempfang in Burglauer. Der Freistaat Bayern hat auch zum Ausbau der Mobilversorgung ein Förderprogramm aufgelegt. Die Deutsche Telekom hat nun ihr Interesse bekundet, einen Mobilfunkmast im Rahmen des Förderprogramms im Ort zu errichten. Dieser wäre aber über zehn Meter hoch. Hinzu käme noch die Höhe des Gebäudes, auf den er kommen soll. Dies ließ die Räte innehalten, zumal zum jetzigen Zeitpunkt dann doch nicht über die Mobilfunkversorgung zu klagen war. Das Thema soll in einer späteren Sitzung noch einmal diskutiert werden.

Rudi-Erhard-Halle: WLAN verbessern

In der Gemeinde wurde bis jetzt ein BayernWLAN-Hotspot in der Rudi-Erhard-Halle installiert. Nicht jeder Raum kann allerdings ausreichend erreicht werden. So überlegte man am runden Tisch, das Ganze durch weitere kostenpflichtige Hotspots aufzurüsten. Weiterhin besteht die Möglichkeit, im Rahmen der Behördennetzanbindung im Rathaus WLAN-Hotspots für den Gemeinderat und für Besucher zu installieren. Kosten würden hier nicht entstehen.

Aufgrund des hohen Bedarfs soll ein weiterer Gemeindearbeiter eingestellt werden und nach einem Antrag des VfB Burglauers auf gemeindliche Kostenübernahme für zu erneuernde Ballfangzäune sollen Angebote eingeholt werden. Ferner informierte Bürgermeister Marco Heinickel, dass die FFP2-Masken für pflegende Angehörige im Rathaus nach vorheriger telefonischer Terminabsprache unter (09733) 1243 abgeholt werden können.

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