HÖCHHEIM

Das große Schlüpfen beginnt

Es piept: Osterzeit ist Kükenzeit, so auch beim Zuchtwart Horst Tiggemann in Höchheim. Es tummelt sich wieder eine Schar quirliger, flauschiger Küken in der warmen Brutmaschine.
Foto: Somieski | Es piept: Osterzeit ist Kükenzeit, so auch beim Zuchtwart Horst Tiggemann in Höchheim. Es tummelt sich wieder eine Schar quirliger, flauschiger Küken in der warmen Brutmaschine.

Der Winter zeigt sich hartnäckig und will nicht weichen, meint Horst Tiggemann in Höchheim. Ein Wunder, dass die Eier dennoch recht gut befruchtet sind. Der erste Schlupf zu Ostern ist in Gang gekommen. Nur wer rechtzeitig schlüpft und das Gefieder in Form bringt, kann es später bei den Preisrichtern auf den Ausstellungen zu hohen Ehren, Auszeichnungen und Punkten bringen.

Die Rasse von Hybriden, die sich aus White-Rocks und Vorwerkhühnern zusammensetzen, sind die Schnellsten beim Schlüpfen. Der endgültige Name dieser neuen Rasse steht noch nicht ganz fest. Vielleicht sind des dann einmal die neuen kohlschwarzen Moorhühner, wie der Zuchtwart erklärt. Nicht wegen Ostern haben sich diese Tierchen so beeilt, sondern das liegt in der Natur der Sache, wie Tiggemann erklärt.

Mit ihrem Piepsen und dem flauschigen Kükengewand sind sie schön anzusehen und zeigen das neue Leben im Frühling an. Das Interessante bei dieser Rasse ist, dass mit weißem Kopf die Hähne und mit einem braunen Köpfchen die Hennen zu erkennen sind. Diese Hybridrasse wird vornehmlich als Fleischhuhn gehalten und für hohe Legeleistung mit bis zu 250 Eiern gezüchtet. Gleich neben dran in der modernen Brutmaschine liegen die Eier der „Araucanas“ und die „Lachshühner“, die in den nächsten Tagen schlüpfen werden, wie Horst erklärt.

Weitere fünf Rassen von Zwerghühnern und normale Legehühner belegen noch die Brutplätze. Unter anderen auch die „Meran“-Rasse, mit den schokoladen braunen Eiern der französischen Landhühner. Insgesamt liegen von zehn Rassen die Eier in den Brutmaschinen und warten auf das Schlüpfen.

Seit dem 8. März liegt die erste Einlage mit 280 Eiern in den Brutmaschinen. Das Haus ist sozusagen ausgebucht. 21 Tage dauert der Brutvorgang bei 37,7 bis 38 Grad. Gewendet werden müssen die Eier auch, denn eine brütende Glucke macht das instinktiv mit ihren Fittichen. Hier in der Brutmaschine erfolgt automatisch das Wenden der Eier fünfmal exakt nach Schaltuhr.

Seit 1976 ist Horst mit Begeisterung beim Brutgeschäft. Er ist Brutmeister und Zuchtwart im Verein Hendungen und als Kreiszuchtwart für Rassegeflügel Rhön-Grabfeld tätig. Ob das Ei alle Voraussetzung erfüllt, das sieht der Fachmann schon von außen. Um sicherzugehen wird auch die eine oder andere Gewichtprobe gemacht. Das mindest Brutgewicht für die jeweilige Rasse muss stimmen. Mit 55 Gramm ist für eine große Eiergruppe, die derzeit in der Maschine liegt, alles im grünen Bereich. 45 Gramm müssen verzwerkte Hühner haben.

Verzwerkt bedeutet, dass neben einer großen Rasse auch noch eine zugehörige Zwergrasse existiert. Auch große Gänseeier brütet Tiggemann mit aus. Lufttemperatur und Luftfeuchtigkeit sind wichtige Kriterien, die beim Brutgeschäft beachtet werden müssen. Züchter aus seinem Verein in Hendungen, aus dem Kreisverband Rhön-Grabfeld, aber auch aus Thüringen bringen ihre Eier zum Ausbrüten zu Horst. Seine Frau Eleonore ist im Brutgeschäft mit eingebunden. Sie hilft beim Eierwenden, denn in den zwei älteren Brutmaschinen gibt es noch keine Automatik, da muss mit Hand gewendet werden. Erst Ende Juni geht das Brutgeschäft in jedem Jahr zu Ende.

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