Bad Neustadt

Das Jakobs-Kreuzkraut: Gefährlich für Pferde und Rinder

Das Jakobs-Kreuzkraut.
Foto: ©pixabay_ramboldheiner | Das Jakobs-Kreuzkraut.

Das einheimische Jakobs-Kreuzkraut (Senecio jacobaea L.) besiedelt Wiesen und Weiden und ist ein Gesundheitsrisiko für Pferde und Rinder, warnt das Landratsamt Rhön-Grabfeld in einer Pressemitteilung. Im gesamten Landkreis gibt es demnach Vorkommen der Pflanze, bayernweit ist die Situation vergleichbar.

Tierhalter haben das Jakobs-Kreuzkraut in den letzten Jahren verstärkt ins öffentliche Bewusstsein gebracht, da die Aufnahme der Giftpflanze vor allem bei Pferden und Rindern, aber auch bei Schafen und Ziegen, zu Vergiftungen führte. Die enthaltenen Pyrrolizidin-Alkaloide können irreversible Leber- und Stoffwechselschäden verursachen.

Die zwei- bis mehrjährige Pflanze ist 30 bis 120 Zentimeter hoch. Die zahlreichen gelben Blütenköpfe (Blütezeit zwischen Ende Juni bis September) haben einen Durchmesser von 1,5 bis 2 Zentimeter. Die Röhrenblüten werden von 12 bis 15 Zungenblüten und Hüllblättern umschlossen.  Das Jakobs-Kreuzkraut ist ein natürlicher Bestandteil unserer Kulturlandschaft.

Es dient u.a. als Nahrungspflanze für viele Insekten, die zum Teil stark auf diese Art spezialisiert sind. Die Regulierung sollte sich daher auf landwirtschaftliche Nutzflächen und deren Umgebung konzentrieren. Eine entscheidende Rolle bei der Regulierung spielen präventive Maßnahmen: Durch Beweidung, die offene Bodenstellen vermeidet, sowie einen Schnitt während der Vollblüte ist eine erfolgreiche Reduktion auf landwirtschaftlichen Flächen möglich.

Detaillierte Informationen zum Umgang mit dem Jakobs-Kreuzkraut stellt das Bayerische Landesamt für Umwelt als Download unter https://www.lfu.bayern.de/natur/kreuzkraeuter zur Verfügung (Merkblatt: "Management von Problemarten: Jakobs-Kreuzkraut"). Die Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft stellt außerdem unter https://www.lfl.bayern.de/ips/unkraut/u_steckbriefe/053981/index.php einen Unkraut-Steckbrief zur Verfügung.

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