Herbstadt

Das Warten hat ein Ende: Startschuss für Dorferneuerung in Herbstadt

Zum symbolischen ersten Spatenstich für die Dorferneuerung in Herbstadt trafen sich (von links) Lukas Reinhart (Büro Federlein), Frank Kraus (Bayernwerk), Bürgermeister Georg Rath, Dipl. Ing. Erich Stubenrauch (Oberbauleiter), Kai Schuberth (Baugesellschaft), René Leutbecher (Bauleiter), Ursula Eisemann (Teilnehmergemeinschaft) und Richard Öchsner (ALE).
Foto: Regina Vossenkaul | Zum symbolischen ersten Spatenstich für die Dorferneuerung in Herbstadt trafen sich (von links) Lukas Reinhart (Büro Federlein), Frank Kraus (Bayernwerk), Bürgermeister Georg Rath, Dipl. Ing.

Die Dorferneuerung in dem Gebiet rund um Kirche, alte Schule, ehemalige Gaststätte Schwarzer Adler und Friedhof hat am Mittwoch mit einem symbolischen ersten Spatenstich begonnen.  Im Beisein aller Beteiligter erfolgte die Baueinweisung, damit fiel der Startschuss, auf den der Ort schon seit 2008 wartet.

Einige Bäume mussten weichen, diese Akazie ist innen hohl.
Foto: Regina Vossenkaul | Einige Bäume mussten weichen, diese Akazie ist innen hohl.

Damals gab es erste Ideen für eine Dorferneuerung, ein Seminar in Klosterlangheim wurde absolviert und ein Erneuerungsgebiet festgelegt. Eine Teilnehmergemeinschaft wurde gewählt, dessen Vorsitzender der zuständige Beamte vom Amt für Ländliche Entwicklung (ALE) ist. Die mit der Vermittlung zwischen Amt und Gemeinde beauftragte Sprecherin Ursula Eisemann ist von Anfang an mit dabei. Im Dorferneuerungs-Gremium sind insgesamt sechs Mitglieder, die aber zwischenzeitlich meistens gewechselt haben. Ideen wurden eingebracht und wieder verworfen, schließlich entstand ein schlüssiges Konzept, das den gesamten Lindenhügel zu einem schönen Mittelpunkt des Ortes machen soll.

Neue Linden für den Lindenhügel

Große Erdbewegungen stehen bevor, der Lindenhügel wird stufenweise abgeflacht, sodass mehrere ebene Flächen entstehen. Die Wege werden nicht behindertengerecht, dafür sind sie zu steil, aber gut begehbar, war von Sprecherin Eisemann zu erfahren. Hinter der Kirche entstehen Parkplätze in der Nähe der Aussegnungshalle. Von dort führt ein Gehweg zum Friedhof und zur Kirche. Die Madonnen-Statue bleibt stehen, eine oder zwei neue Linden sollen dort angepflanzt werden, damit die Bezeichnung "Lindenhügel" ihrem Namen gerecht wird. Einige Bäume mussten den Bauarbeiten weichen.

Die Dachständer werden vorläufig bleiben, durch Leerrohre wird für eine unterirdische Verlegung vorgesorgt.
Foto: Regina Vossenkaul | Die Dachständer werden vorläufig bleiben, durch Leerrohre wird für eine unterirdische Verlegung vorgesorgt.

"Hinterher werden mehr Bäume dort stehen als vorher", sagte Bürgermeister Georg Rath dazu. Eine Akazie, die am Mittwoch beseitigt wurde, war innen hohl und hätte sowieso weichen müssen. Entlang des Fußweges, der von der Vorderseite aus zur Kirche führt, wird es weitere bepflanzte Flächen geben. Die Beleuchtung wird anders gestaltet (wir berichteten), das ist allerdings Sache der Gemeinde und wird nicht gefördert.

Endlich rollen die Bagger

Zum ersten Spatenstich hatten sich unter anderem Bürgermeister Georg Rath, der Vertreter des ALE, Richard Öchsner, der in Vertretung von Wolfgang Lindner dort war, Oberbauleiter Erich Stubenrauch vom gleichnamigen Ingenieurbüro, die Vertreter der ausführenden Hildburghäuser Baugesellschaft mit Chef Kai Schuberth, des Statikbüros Federlein, Lukas Reinhart, die Vertreter des Bayernwerk und der Telekom versammelt und tauschten Pläne aus.

Der Lindenhügel ist der Dorfmittelpunkt, Erich Stubenrauch (rechts) hat den Überblick über das Dorferneuerungsgebiet.
Foto: Regina Vossenkaul | Der Lindenhügel ist der Dorfmittelpunkt, Erich Stubenrauch (rechts) hat den Überblick über das Dorferneuerungsgebiet.

"13 Jahre hat es gedauert, wir sind froh, dass jetzt die Bagger endlich rollen", sagte Bürgermeister Rath. Der Lindenhügel sei das Zentrum des Ortes, ihn zu verschönern bedeute mehr Lebensqualität für alle Bürger. Vieles musste bedacht werden, von der Art der Pflasterung bis zum "Festbaumfundament", wie es offiziell genannt wird. Ob die Kirche zukünftig beleuchtet wird, steht noch nicht fest.

Rund 800.000 Euro Kosten

Die Kostenschätzungen lagen bei unter 800.000 Euro, laut Vergaben fallen aber bereits für die Bauarbeiten mehr als 863.000 Euro an. Dazu kommen noch die Pflanzarbeiten. Das ALE hat eine Förderung von 72 Prozent zugesagt. Wie die Bauarbeiten voran gehen und viele "Vorher-Nachher-Bilder" kann man auf Facebook oder Instagram verfolgen, betreut von Ursula Eisemann.

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