Großeibstadt

Dekan Krefft: Pfarrvikar Benjamin Pereira ist ein Segen für die Menschen

Überraschung nach dem Festgottesdienst: Kinder, Ministranten, Jugendliche und Erwachsene gratulierten Pfarrvikar Benjamin Pereira zu seinem 40. Priesterjubiläum, natürlich mit dem gebotenen Abstand.
Foto: Hanns Friedrich | Überraschung nach dem Festgottesdienst: Kinder, Ministranten, Jugendliche und Erwachsene gratulierten Pfarrvikar Benjamin Pereira zu seinem 40. Priesterjubiläum, natürlich mit dem gebotenen Abstand.

"Liebe Kinder, damit habe ich nicht gerechnet," sagte ein sichtlich überraschter Pfarrvikar Benjamin Pereira, als er am Samstagnachmittag das Gotteshaus in Großeibstadt verließ. Dort warteten Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit selbst gebastelten Blumen auf den Jubilar, der zuvor in der Kirche St. Johannes der Täufer sein 40. Priesterjubiläum mit einem Gottesdienst gefeiert hatte.

In Corona Zeiten ist alles etwas anders und so konnte der Pfarrvikar die Blumen nicht in Empfang nehmen sagte aber, dass er gerne jedem die Hand geschüttelt und sich bedankt hätte. So war es auch schon im Gottesdiens. Mit Dekan Andreas Krefft standen Pfarrer Karl Feser und Pastoralreferentin Barbara Polzer am Altar.

Aus Indien ins Grabfeld

Dekan Andreas Krefft verwies in seiner Begrüßung auf den Weltmissionssonntag. Dabei denke man unwillkürlich an Missionare. Vor Jahrzehnten seien diese von Europa nach Afrika und Indien ausgesandt worden, seit Jahren sei dieser Austausch umgekehrt. "Viele unserer Aushilfspriester kommen aus Afrika oder auch Indien, um uns zu unterstützen. Dazu gehöre auch Pfarrvikar Benjamin Pereira.

Der Dekan skizzierte den Lebenslauf des Jubilars, der am 25. Oktober 1980 in Poona in Indien von Bischof Valerian zum Priester geweiht wurde. In Goa machte Benjamin Pereira Abitur. Den Ausschlag für den Berufswunsch gab der dortige Pfarrer, der kranke und arme Menschen besuchte. Benjamin begleitete ihn dabei und so wollte auch anderen Menschen Kraft und Halt geben.

Mit einem Festgottesdienst feierte Pfarrvikar Benjamin Pereira sein 40. Priesterjubiläum in der Kirche St. Johannes der Täufer in Großeibstadt.
Foto: Hanns Friedrich | Mit einem Festgottesdienst feierte Pfarrvikar Benjamin Pereira sein 40. Priesterjubiläum in der Kirche St. Johannes der Täufer in Großeibstadt.

In Poona studierte er Philosophie, Psychologie und Soziologie, danach Theologie an der Päpstlichen Hochschule. Nach der Priesterweihe ging er nach Amerika, um den Master in Psychologie zu machen. Wie kam er nach Deutschland? 1997 besuchte Bischof Walter Mixa (Eichstätt) die Partnerstadt Poona in Indien. Dort bat er um Unterstützung in seiner Diözese durch zwei indische Priester. Er war einer davon.

Ein Segen für alle

Seine erste Stelle war in Langwasser bei Nürnberg, die zweite in Oberbayern. Auch in der Rhön war es sein Anliegen, andere Menschen zu unterstützen und sie mit der Botschaft Jesu froh zu machen. "Wir jedenfalls sind froh, dass wir dich bei uns haben und danken dir für alles, was du hier für die Menschen getan und bewegt hast. Du bist ein Segen für uns alle", sagte Dekan Krefft.

Geschichtliches, Meditation, Literatur und Musik sind der Ausgleich, den Benjamin Pereira in seinem priesterlichen Beruf hat  Auf die Frage, was er auf eine einsame Insel mitnehmen würdest, sagte er dem Dekan: die Bibel, eine Biographie von Sokrates und einen bequemen Stuhl zum Meditieren.

In der Pfarrkirche St. Johannes der Täufer in Großeibstadt feierte Pfarrvikar Benjamin Pereira am Samstag einen Festgottesdienst zu seinem 40. Priesterjubiläum. Mit ihm standen Dekan Andreas Krefft, Pfarrer Karl Feser und Pastoralreferentin Barbara Polzer am Altar.
Foto: Hanns Friedrich | In der Pfarrkirche St. Johannes der Täufer in Großeibstadt feierte Pfarrvikar Benjamin Pereira am Samstag einen Festgottesdienst zu seinem 40. Priesterjubiläum.

Die Glückwünsche der Kirchengemeinden Großeibstadt, Sulzfeld und Großbardorf überbrachte Großeibstadts Bürgermeister Gerd Jäger. Er lobte die herzliche, freundliche und einfühlsame Art des Priesters. Sehr gut sei die Zusammenarbeit, vor allem, da er den Chören bei der Mitgestaltung von Gottesdiensten freie Hand lässt. Einen einzigen Feind habe Benjamin Pereira: Die kalte Jahreszeit. 

"Das ist meine Heimat"

Pfarrvikar Benjamin dankte für die guten Wünsche. Er sei dankbar, dass er den Priesterberuf gewählt hatte. Besonders dankte er Dekan Andreas Krefft, Pfarrer Karl Feser und Pastoralreferentin Barbara Polzer, dass sie mit ihm den Gottesdienst feierten. Ermutigende Worte seien an ihn gerichtet worden, die er für seinen weiteren Lebensweg gerne annehme. Zur Pfarreiengemeinschaft Westliches Grabfeld sagte er: "Das ist meine Heimat und hier fühle ich mich sehr wohl!"

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