Sondheim

Dem Wald in Sondheim geht es verhältnismäßig gut

Eine tote Buche: das plötzliche Absterben dieser Baumart ist in jüngster Zeit in Teilen des Sondheimer Gemeindewaldes zu beobachten.
Foto: Eva Wienröder | Eine tote Buche: das plötzliche Absterben dieser Baumart ist in jüngster Zeit in Teilen des Sondheimer Gemeindewaldes zu beobachten.

Auch im Gemeindeforst Sondheim sind vermehrt Schäden durch Käferbefall und Trockenheit zu beklagen, aber weniger gravierend als in den meisten Wäldern im Umkreis. So rutschte der Forstbetrieb auch 2020 nicht in die „roten Zahlen“. Und Revierleiter Karlheinz Bauer konnte bei der Sitzung des Gemeinderates für das neue Jahr eine Planung vorlegen, die wiederum einen Überschuss erwarten lässt.

2020 wurden dem Bericht des Gemeindeförsters zufolge 3285 Festmeter (Fm) eingeschlagen. „Das war fast eine Punktlandung“, so Bauer. Man liegt so nur 240 Fm über dem Plan. Auf die Endnutzung entfielen 1280 Fm, auf die Altdurchforstung 1510 Fm und die Jungdurchforstung 450 Fm. "Jugendpflege" wurde auf 4,5 Hektar mit 45 Fm betrieben.

Kleines Plus in der Gemeindekasse

Die Pflege hat nach den Worten des Försters einen hohen Stellenwert, insbesondere in der Abteilung „Krumme Loh“, wo ein zunehmendes Buchen-, Eichen- und Eschensterben zu beklagen ist und im letzten Jahr zwangsläufig Hiebe durchgeführt werden mussten. Die Gemeinde erhält für die Pflege staatliche Förderung. In diesem Zusammenhang erklärte Bauer, dass inzwischen alle Baumarten kränkeln, eben nicht nur die Nadelhölzer.

Trotz aller Widrigkeiten und der schlechten Marktlage konnte 2020 ein kleiner Gewinn von 2400 Euro erwirtschaftet werden, im Jahr zuvor waren es 26 000 Euro. Für das neue Wirtschaftsjahr könnten, wenn es planmäßig läuft, rund 22 000 Euro für die Gemeindekasse übrig bleiben, prognostizierte Bauer.

Bei den Pflanzungen schrittweise vorgehen

Gemäß der Forsteinrichtung hat er einen Gesamteinschlag von 3220 Fm angesetzt, 920 Fm sind in der Endnutzung, 1930 Fm in der Altdurchforstung und 260 Fm in der Jungdurchforstung geplant. Augenmerk liegt auf der Pflege der Jungbestände, hier sind 110 Fm auf 19,2 Hektar anvisiert. Was Pflanzungen angeht, will der Förster schrittweise vorgehen, denn die Gefahr witterungsbedingter Ausfälle sei sonst zu hoch. Oben auf der Agenda steht heuer die Abteilung „Korbes“. Hier sind Aufforstungen mit Ahorn, Tanne, Douglasie und Buche angedacht.

Den tatsächlichen Einschlag macht Bauer auch von der Marktlage abhängig. Gegebenenfalls werde man Hiebe, die nicht unbedingt erforderlich sind, zurückstellen. „Die Preise müssen passen“, so Bauer, schließlich solle etwas für die Gemeinde übrigbleiben.

Bauanträge erhalten grünes Licht

Die Gemeinderäte genehmigten den vorgelegten Forstbetriebsplan einstimmig. Bürgermeister Thilo Wehner dankte dem Revierleiter für seine Arbeit. Diese bedeute in Zeiten des Klimawandels eine zunehmende Herausforderung.

In der Sitzung beschäftigten sich die Ratsleute mit zwei Bauvorhaben. Zugestimmt wurde dem Umbau und der Modernisierung eines Wohnhauses und der Erweiterung der bestehenden Praxisräume im Ortsteil Stetten. Grünes Licht gab es auch für den Neubau eines Einfamilienhauses mit Errichtung eines Doppelcarports, ebenfalls in Stetten. Die beantragten Befreiungen vom Bebauungsplan wurden in beiden Fällen ausgesprochen. Bereits das gemeindliche Einvernehmen erteilt hatte der Bürgermeister im Rahmen seiner Befugnisse als Angelegenheit der laufenden Verwaltung dem Neubau einer Garage in Sondheim.

Erlös aus der Zunftbaumeinweihung wurde gespendet

Den Erlös aus der Zunftbaumeinweihung in Sondheim vom vergangenen Jahr hat die Gemeinde der Kinderkrebsstation „Regenbogen“ in Würzburg gespendet. Stolze 500 Euro waren zusammengekommen. Bürgermeister Wehner hatte noch im Dezember den Betrag überwiesen. „So konnten für die Kinder noch Weihnachtsgeschenke besorgt werden“, freute sich Wehner.

Wehner berichtete des Weiteren davon, dass die Flüchtlingsfamilie, die gut fünfeinhalb Jahre in Stetten ihr Zuhause hatte, inzwischen in eine andere Unterkunft nach Nordheim umgezogen ist. Die Familie sei in der Gemeinde gut integriert gewesen, auch dank der Unterstützung aus der Bürgerschaft, wie Wehner befand, und allen Helfern ausdrücklich Dank aussprach.

Hundekot ist ein leidiges Thema

Aus der Sitzung vom 10. Dezember 2020 teilte er noch mit, dass die Markterkundung für das Förderverfahren gemäß der Bayerischen Gigabitrichtlinie erfolgt ist. Der Auftrag ging an die Firma Corwese zum Angebot von 4042 Euro.

Ein leidiges Thema schnitt der zweite Bürgermeister Dietmar Zink am Ende des Treffens an, als er eine Zunahme der Verunreinigungen durch Hundekot an den Wegen beklagte. Ob die kostenlose Ausgabe von Kotbeuteln an die Hundebesitzer da tatsächlich Abhilfe schaffen könnte? Man sollte jedenfalls einen Versuch starten, so der Tenor im Gemeinderat.

Nichts mehr verpassen: Abonnieren Sie den Newsletter für die Region Rhön-Grabfeld und erhalten Sie zweimal in der Woche die wichtigsten Nachrichten aus Ihrer Region per E-Mail.
Themen & Autoren
Sondheim
Eva Wienröder
Bauanträge
Baumarten
Bebauungspläne
Bürgermeister und Oberbürgermeister
Einfamilienhäuser
Forstbetriebe und Forstwirtschaftsunternehmen
Nadelholz
Schäden und Verluste
Staatliche Unterstützung und Förderung
Thilo Wehner
Weihnachtsgeschenke
Lädt

Damit Sie Schlagwörter zu "Meine Themen" hinzufügen können, müssen Sie sich anmelden.

Anmelden

Das folgende Schlagwort zu „Meine Themen“ hinzufügen:

Sie haben bereits
/ 15 Themen gewählt

bearbeiten

Sie folgen diesem Thema bereits.

entfernen

Um "Meine Themen" nutzen zu können müssen Sie der Datenspeicherung zustimmen

zustimmen
Kommentare (1)
Aktuellste Älteste Top

Der Diskussionszeitraum für diesen Artikel ist leider schon abgelaufen. Sie können daher keine neuen Beiträge zu diesem Artikel verfassen!