Unsleben

Der Kessel im Biomasseheizwerk muss überholt werden

Er verrichtet normalerweise klaglos seinen Dienst. Jetzt braucht der Kessel im Biomasseheizwerk Unsleben aber einen Service.
Er verrichtet normalerweise klaglos seinen Dienst. Jetzt braucht der Kessel im Biomasseheizwerk Unsleben aber einen Service. Foto: Stefan Kritzer

Eine ganze Reihe an Tagesordnungspunkten wartete bei der ersten "regulären" Sitzung auf den neuen Gemeinderat. Unter anderem beschlossen die Räte einstimmig die Sanierung des Kessels im Biomasseheizwerk. Bei der jährlichen Überprüfung waren einige Mängel, unter anderem an den Schamottsteinen, festgestellt worden. Diese werden nun für 5523 Euro behoben, damit der nunmehr 15 Jahre alte Kessel auch in Zukunft problemlos läuft.

Der Gemeindebauhof braucht ein zusätzliches Fahrzeug. Der Gemeinderat hatte schon vor längerer Zeit die Anschaffung eines VW Caddy hierfür angeregt. Einen solchen will der Bauhof aber gar nicht, wie Bauhofleiter und Gemeinderat Andy Weber versicherte. Lieber wäre den Gemeindearbeitern ein Piaggio mit einer kleinen kippbaren Anhängerfläche.

Antriebsart des neuen Bauhof-Piaggios wird noch entschieden

Ein solches Fahrzeug, wie es in den Nachbargemeinden schon vielfach in Betrieb ist, kostet in der Benzinvariante rund 21 000 Euro. Die Autogasvariante würde mit rund 23 300 Euro zu Buche schlagen. Die Elektrovariante mit 40 000 Euro ist dem Gemeinderat zu teuer. Jetzt soll abgewogen und berechnet werden, ob das anzuschaffende Piaggio mit Benzin oder Autogas betrieben wird. Die Entscheidung wird in einer der nächsten Sitzungen getroffen.

Die Kolpingfamilie darf an der Dreschhalle in Nachbarschaft zu bereits stehenden Containern einen Altkleidercontainer aufstellen. Da die Haussammlungen von Altkleidern derzeit aus Mangel an Ehrenamtlichen nicht stattfinden, will die Gemeinde bei der Pfarrhausjugend anfragen, ob die nicht Interesse hätte, die Sammlung in regelmäßigen Abständen durchzuführen.

Treppenraupe für das Bürgerhaus

Die Sanierung und Umnutzung des alten Pfarrhauses in ein Bürgerhaus ist das nächste Großprojekt der Gemeinde. Architektin Sabine Kunert hat dem Gemeinderat aktuelle Planungen vorgelegt, die Bürgermeister Michael Gottwald vorstellte. Um die Planungen zu konkretisieren, stimmte der Gemeinderat einige Maßnahmen genauer ab.

So soll eine große Rampenanlage, um im rückwärtigen Gartenbereich des Hauses barrierefrei ins erste Stockwerk zu gelangen, nicht gebaut werden. Stattdessen will die Gemeinde eine Treppenraupe zur Verfügung stellen, falls ein Rollstuhlfahrer in das Gebäude eintreten will. Das Erdgeschoss kann man nach der Sanierung ohnehin barrierefrei betreten.

Hohe Förderung wird erwartet

Im ersten Stock wird es zudem eine geschlechterneutrale, barrierefreie und behindertengerechte Toilette geben. Eine geschlechterspezifische Toilettenanlage würde zu viel Raum im Obergeschoss einnehmen. Derzeit geklärt wird die mögliche Nutzung des Dachgeschosses. Hier müssen erst statische Überprüfungen vorgenommen werden.

Das Landesamt für Denkmalpflege wünscht die Verkleidung einer Stahltreppenkonstruktion im Außenbereich aus Holz. Dem will die Gemeinde Folge leisten. Nach wie vor erwartet die Gemeinde eine sehr hohe Förderquote für das Projekt altes Pfarrhaus, vor allem aus der Städtebauförderung.

Bebauungsplan der Nachbargemeinde wird geändert

Kein Problem hatte der Gemeinderat mit der Bebauungsplanänderung der Nachbargemeinde Mittelstreu. Dort möchte ein Landwirt unweit der Autobahn A71 auf einer Fläche von zehn Hektar eine Photovoltaikanlage errichten. Die Gemeinde Unsleben sieht sich hier als Träger öffentlicher Belange nicht berührt. Ein möglicher Anschluss an den Solarpark auf Unslebener Gemarkung soll angefragt werden.

Aus dem nichtöffentlichen Teil der letzten Gemeinderatssitzung gab Michael Gottwald die Aufwandsentschädigungen für die Bürgermeister bekannt: Der erste Bürgermeister erhält eine monatliche Aufwandsentschädigung in Höhe von 3.238,69 Euro sowie eine Fahrkostenentschädigung in Höhe von 300 Euro. Der zweite Bürgermeister wird für den monatlichen Aufwand mit 275 Euro entschädigt, Fahrkosten werden je Kilometer abgerechnet.

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