Stockheim

Der Rückbau des Furnierwerkes in Stockheim wird teuer

Der Abbruch des ehemaligen Furnierwerkes in Stockheim ist mit Kosten in Höhe von rund 860 000 Euro beziffert. Die Gemeinde kann mit einer staatlichen Förderung von bis zu 80 Prozent rechnen.
Foto: Eva Wienröder | Der Abbruch des ehemaligen Furnierwerkes in Stockheim ist mit Kosten in Höhe von rund 860 000 Euro beziffert. Die Gemeinde kann mit einer staatlichen Förderung von bis zu 80 Prozent rechnen.

Mit Hilfe der Städtebauförderung möchte die Gemeinde zwei wichtige Projekte in Angriff nehmen: den Rückbau des ehemaligen Rothhauptgeländes und die Sanierung des ausgebrannten Pfarrhauses. Der Gemeinderat fasste in seiner jüngsten Sitzung den notwendigen Beschluss für die Mittelanmeldung bei der Regierung von Unterfranken.

Peter Hehn, der Geschäftsstellenleiter der Verwaltungsgemeinschaft Mellrichstadt, informierte zunächst über die Neustrukturierung der Städtebauförderung. Die Gemeinde Stockheim gehört nun dem neuen Programm "Wachstum und nachhaltige Erneuerung – lebenswerte Quartiere gestalten" an.

Rund 860 000 Euro für Rückbau des Furnierwerkes

Für den 2021 geplanten Rückbau des ehemaligen Furnierwerks Rothhaupt hat das Ingenieurbüro Federlein die Kosten auf rund 860 000 Euro geschätzt. Darin beinhaltet sind der Abbruch sämtlicher Gebäude und Gebäudeteile, von Beton- und Asphaltflächen und Außenanlagen, wie z.B. Schächte, Außentreppen, Stützwände und Gleisanlagen. Berücksichtigt sind zudem die Sicherung der Kommunwand zum benachbarten Taekwondo-Gebäude, die Beweissicherung und gutachterliche Begleitung sowie geringfügige Erdarbeiten in Form von Verfüllungen und Modellierungen. Die Gemeinde kann für die Maßnahme einen bis zu 80-prozentigen Zuschuss erwarten, womit der Eigenanteil sich dann noch bei etwa 172 000 Euro bewegen dürfte. Für 2022 hat man zudem weitere 200 000 Euro für die Umsetzung des Planungskonzeptes zur Neugestaltung des Geländes angemeldet.

Als zweites Projekt steht im Programmjahr 2021 die Sanierung des ausgebrannten Pfarrhauses auf der Agenda mit Kosten in Höhe von 600 000 Euro. Die Gemeinde kann voraussichtlich mit einem Zuschuss in Höhe von 60 Prozent rechnen. Im weiteren Verlauf gab das Gremium dem Antrag zum geplanten Neubau eines Wohnhauses mit Betriebsleiterwohnung und Ferienwohnung sowie einer Garage mit Carport statt.

Dauerhafter Christbaum auf dem Tanzberg

Bürgermeister Martin Link schnitt dann das Thema "Christbaum auf dem Tanzberg" an. Schon seit Jahren habe man keine geeigneten Bäume mehr im gemeindlichen Forst und sich deshalb der Ausschreibung der Stadt Mellrichstadt angeschlossen. Gut 600 bis 700 Euro habe die Aktion die Gemeinde im Jahr gekostet, insbesondere auch, weil die Bauhofleute oftmals viele Stunden hätten investieren müssen, um die Bäume zu bearbeiten und ansehnlich herzurichten. Der Bürgermeister schlug deshalb vor, eine maximal drei Meter hohe Nordmanntanne auf dem Tanzberg zu pflanzen. Die könnte dann viele Jahre stehen, und wenn sie zu groß würde, durch einen anderen Baum ersetzt werden. Die Kosten bezifferte Link mit maximal 2500 Euro. Im Gemeinderat gab es unterschiedliche Ansichten zur Art des Baumes, mehrheitlich stimmte man schließlich dafür, dass ein Nadelbaum gepflanzt werden soll.

Der Anfrage aus der vorangegangenen Sitzung zur Schulbus-Situation in Corona-Zeiten hatte sich Bürgermeister Link angenommen. Bei den Zählungen seien morgens 54 bis 70 und nachmittags 42 bis 75 Schüler gezählt worden. Da der große Ziehharmonika-Bus aber über 80 Sitzplätze verfüge, sähen das Busunternehmen und das Landratsamt nach den Worten Links keine Veranlassung für einen zusätzlichen Bus. Gemeinderätin Diana Pachovsky brachte die niedrigen Zahlen damit in Verbindung, dass viele Eltern ihre Kinder wegen Corona inzwischen selbst in die Schule fahren würden.

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