Bad Neustadt

Die Glosse: Corona und die Holzmacherei

Das Glück der Grabfelder wie auch der Rhöner: Ein eigener Traktor. Holzmachen gehört zu einem gelungenen Leben hier einfach dazu. Der Corona-Lockdown rückt das vermehrt ins Bewusstsein unseres Glossisten Fredi Breunig.  
Das Glück der Grabfelder wie auch der Rhöner: Ein eigener Traktor. Holzmachen gehört zu einem gelungenen Leben hier einfach dazu. Der Corona-Lockdown rückt das vermehrt ins Bewusstsein unseres Glossisten Fredi Breunig.   Foto: Fredi Breunig

Jetzt, wo mer weeche Corona deutlich mehr Zeit hodd wie vurhar, frääd mer sich insgheim, wie doss Virus die Welt oogebremst hodd. S konnd jo aach nedd so weitergegeh!

Nur mo so als Gedanke: 1878 hodd der Alexander Graham Bell s Delefon erfonne, däss sich Mensche, die tausende Kilometer voenanner entfernt wohne, mitenanner onderhald könne. 2007 hodd der Steve Jobs s IPhone erfonne, däss Leut, die zomm oon selbe Diisch setze, nix mer mitenanner reede. Veröggd!

Der Lockdown bei Ottfried Fischer

Doo isses beruhigend, zu leese, wie zum Beispiel der Ottfried Fischer (Bulle von Tölz, Sir Quickly, Schlachthof) mit 66 jetzt aach scho a älterer Herr, sein Dooch römmbrengd. Der Ottfried hodd neulich wörtlich in a Interview gsochd: „Die Tage vergehen recht schnell. Ich stehe erstaunlich früh auf, um sieben Uhr. Ehe man sich versieht, ist es Eins. Vorher muss man in den Nachrichten schauen, was los ist. Und dann ist der Tag schon fast wieder vorbei.“

Ja, so schnell gedds! Nedd bloß fürrn Otti. Schöö iss, däss jetzt alles deutlich gemütlicher unn gelässener wurrn iss, wie's noch vuur Corona woor. Die Welt hodd a rechelrechte Vollbremsung hiegeleechd!

Zurückversetzt in frühere Zeiten

Irchendwie fühlt mer sich zurückversetzt in frühere Zeite, wo die alte Leut Zeit unn Muse dafür hadde, sich Sprüch auszudenke, die sowoss vo schöö worrn, däss mer sich heut noch köstlich drüü amüsier konn! So eine Hinnergründigkeit unn gleichzeitig messerschorfer Humor  - faszinierend!

Ihr kennt alle die zwee Gleichberg. A Moo hodd dodrüü amol sinniert unn in die Wirrdschoffd gfräächd, wieviel Gummiwooche mer wohl bräuched, wenn mer die zwee Gleichberg ohbagger unn obtransportiert wölled. Unn woss seecht eener dezu? „Wenn der Wooche groß genug iss, langt eener!“

Wenn es "nauses Holz" geht

Odder: bei uns dehemm in Grösseneuschd gidds n Körperschaftswald. N Winter, noch ins alt Johr, würrd ausgemesse, däss jeder, der Mitglied in die Waldkörperschaft iss, so schnell wie mööchlich wääs, wo sei Anteil städd unn er midds Holzmache oogfang konn. Annere – wie zum Beispiel mei Vodder selig – hömm ömmer bis März, wenns scho a weng wörmer unn der Schnee furrd woor, geworrd unn senn dann erscht „nauses Holz“.

Meistens woor dann auserömm scho alles oogholzt unn fertig. Unn wie hömm dann monche Spezialiste deutlich zu erkenne geebe, dässes langsam Zeit wüürd? „Breunig, geh naus, dei Holz hodd Angst!“ Schöö!!!

Servus, der Eustach.

Weitere Artikel

Schlagworte

  • Bad Neustadt
  • Fredi Breunig
  • Arbeitsstellen
  • Interviews
  • Nachrichten
  • Ottfried Fischer
  • Steve Jobs
Lädt

Schlagwort zu
„Meine Themen“

hinzufügen

Sie haben bereits
/ 15 Themen gewählt

bearbeiten

Sie folgen diesem Thema bereits

entfernen

Um "Meine Themen" nutzen zu können müssen Sie der Datenspeicherung zustimmen

zustimmen
1 1
Kommentar schreiben

Der Diskussionszeitraum für diesen Artikel ist leider schon abgelaufen. Sie können daher keine neuen Beiträge zu diesem Artikel verfassen!