Bad Neustadt

Die Glosse: Mehr Platz für den Christbaum ist auch eine Freude!

Was haben die Querdenker mit Ochs und Esel im Stall von Bethlehem zu tun? Und warum jammert niemand, weil es keine weiße Weihnacht gibt? Die Antwort liegt tief im Innern:
Von seiner Schokoladenseite hat sich dieses Jahr leider nicht gezeigt. Grund zum Feiern sieht der Rhönkauz trotzdem. Weil Weihnachten eine Sache der inneren Einstellung ist.   
Foto: DPA/Patrick Pleul | Von seiner Schokoladenseite hat sich dieses Jahr leider nicht gezeigt. Grund zum Feiern sieht der Rhönkauz trotzdem. Weil Weihnachten eine Sache der inneren Einstellung ist.   

"Fröhliche Weihnacht!" ruft der Rhönkauz heute allen Leserinnen und Lesern zu. Seit vielen Jahren wird es einen ersten Weihnachtsfeiertag geben, an dem sich der Christbaum nicht in die Enge gedrängt fühlen muss, weil eine Gästeschar und ein auf mehrere Meter ausgezogener Wohnzimmertisch der Blaumanntanne bedenklich nahe kommt.  

Nein, heuer kommt einmal der Weihnachtsbaum zur Geltung. Und jeder Papierstern, der an ihm baumelt, steht für eine Person, die wir gerne bei uns wünschen, schon alleine, um all die Kohlenhydrate im Kühl- und Naschschrank nicht ganz alleine abzubekommen. 

Personenzahl wie damals im Stall

Feiern wir also im kleinen Kreis in diesem Jahr wie in den Anfängen der Heiligabend-Geschichte, als ja auch nur zwei Erwachsene und ein Kind versammelt waren und die drei Weisen aus dem Morgenland schon vor dem Stall ausharrten. 

Nun, die Geschichte vom Stall in Bethlehem ist ja eine Hoffnungsgeschichte mit und ohne Impfstoff. Dass es letzteren nun gibt, freut aber auch den Rhönkauz. 975 Dosen Impfstoff sind in einer ersten Charge für die Landkreise Rhön-Grabfeld und Haßberge angekommen. Das heißt nun freilich, dass gemäß den mathematischen Gesetzen des Regiomontanus, einem Kind der Haßberge, die Charge nicht in zwei gleiche Teile zu dividieren ist. Wem sollte nun die überzählige Dosis zufallen? Der Rhön, weil dort die kalten Temperaturen den Impfstoff länger haltbar machen? Oder den Haßbergen, weil dort Doro Bär die politische Waage nach Süden kippen lässt?    

Wo passen die Querdenker hin?

Die beiden Landkreise werden sich schon einig werden. Es ist ja nicht die Zeit, um nach kleinen Vorteilen zu schielen. Es ist die Zeit, wo Solidarität wieder ein großer Begriff ist. Außer vielleicht bei den Querdenkern, die der Rhönkauz, wenn er schon an die Szenerie im Stall zu Bethlehem denkt, schon eher in die Ecke mit den Eseln und Rindviechern stellen würde. 

Man kann diesen Zeiten auch Positives abgewinnen. Der Rhönkauz hat heuer nicht eine Klage gehört, dass Weihnachten wieder einmal ohne den zauberischen Schneefall stattfindet, der das Bild der Äußerlichkeiten vollkommen machen soll. Daraus wird aber nichts und es ist überhaupt nicht schlimm.   

Denn wenn der Rhönkauz eines weiß: Es kommt auf die innere Einstellung an. Mit und ohne Großfamilie, mit und ohne Impfstoff. Diese Rhönkauz-Botschaft müsste sich nur noch wie eine Pandemie verbreiten!

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