Unterelsbach

Die Glosse: Wo ist der Rhöner Wolf?

Was macht eigentlich die Rhöner Wölfin im Coronajahr? Hält sie brav die Abstandsregeln ein? Und woher weiß sie, dass Kramp-Karrenbauers Truppe nicht gerade ein Volltreffer ist?
Ist das nicht zum Heulen? Ein riesiges Grundstück haben, aber keinen Partner, bei dem man sein Herz ausschütten kann? Der Rhönkauz würde so gerne wissen, wie die Rhöner Wölfin so fühlt.
Foto: Getty Images | Ist das nicht zum Heulen? Ein riesiges Grundstück haben, aber keinen Partner, bei dem man sein Herz ausschütten kann? Der Rhönkauz würde so gerne wissen, wie die Rhöner Wölfin so fühlt.

Zwei Tiere gibt es, das Herz des Rhönkauzes höher schlagen lassen in der Rhön: Das eine ist das Birkhuhn, das sich so schwer tut, in der Hochrhön wieder Fuß zu fassen, als würde der alte Schwedenwall auch die Ausbreitung schwedischer Tiere verhindern.

Das zweite Tier ist der Wolf, genauer gesagt die Wölfin, die sich seit einigen Jahren in der Rhön herumtreibt und von der es hin und wieder Spuren gibt. Bisher ist es noch nicht zu einer Begegnung zwischen Wolf und Rhönkauz gekommen. Das mag daran liegen, dass er auf dem Mountainbike den Salzforst nur noch im Rennradtempo durchquert, auch wenn das letzten Endes schlecht für das Herz ist.

Aber der berühmte Unterelsbacher Wolf wurde, so die offiziellen Angaben, wohl an der Salzforststraße zwischen Schmalwasser und Windshausen gesichtet. Zugegeben: Sollte die Sichtung in der Dämmerung erfolgt sein, könnte es sich auch um die Katze des Rhönkauzes gehandelt haben, die wegen ihres wölfischen Appetits leider immer größere Ausmaße annimmt.

Zur Ranzzeit in Wildflecken

Und dann gibt es eine zweite Sichtung der Wölfin, die einmal mehr beweist, welchen untrüglichen Instinkt Wölfe haben. GW1068f, so die offizielle Bezeichnung, wurde zwischen Januar und Ende April mehrmals auf dem riesigen Gelände des Truppenübungsplatzes in Wildflecken gesichtet. Bei der aktuell miserablen technischen Ausstattung der Bundeswehr muss sich der Wolf ja keine Sorge machen getroffen zu werden, selbst wenn man auf ihn zielte.

GW1068f scheint sich dann doch wohl zu fühlen im Land der offenen Fernen. Sollte sie aber doch abwandern, weil die Sehnsucht nach Familie mit Kindern, Mann und Teilzeitjob größer ist, so hofft der Rhönkauz nur, dass nicht wie beim Birkwild sofort wieder Nachschub aus Schwedischen Wäldern heran gekarrt wird. Es soll ja Menschen mit Raubtiergesinnung geben, die sonst am Schwedenwall wieder Geschütze auffahren würden!

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