Bad Neustadt

Die Rhön war alles andere als frostig

Abschied aus Bad Neustadt (von links): Pfarrer Dr. Andreas Krefft, Ministrant Leo Schaub, der scheidende Pfarrvikar Wolfgang Senzel und Pfarrgemeinderatsvorsitzende Hiltrud Christ.
Foto: Wolfgang Dömling | Abschied aus Bad Neustadt (von links): Pfarrer Dr. Andreas Krefft, Ministrant Leo Schaub, der scheidende Pfarrvikar Wolfgang Senzel und Pfarrgemeinderatsvorsitzende Hiltrud Christ.

Am Dreifaltigkeitssonntag nahm Pfarrvikar Wolfgang Senzel auch Abschied von der Stadtpfarrei Mariä Himmelfahrt. Bevor er zum 1. Advent vom "Mühlbachertal" in das Dürrbachtal bei Würzburg wechselt, feierte er dort mit den Gläubigen noch einmal die Eucharistiefeier in der Pfarreiengemeinschaft Bad Neustadt.

Dekan Andreas Krefft verglich die Tätigkeit des Seelsorgers mit der eines Omnibusfahrers, dessen Bestimmung es nach der lateinischen Wortbedeutung (omnibus = mit allen) sei, für alle da zu sein und mit allen zurecht zu kommen. Dass er dafür eine besondere Gabe besitze, habe der Geistliche in den sieben Jahren seines Wirkens vor Ort eindeutig bewiesen. Er habe sich im Kindergarten genauso wohl gefühlt wie im Seniorenheim, gehe auf die Menschen jeder Altersklasse zu und sei aktiver Mitarbeiter auf allen Ebenen der Seelsorge gewesen.

Arbeit mit jungen Straftätern war eine Herzensanliegen

Zum Schluss hob der Dekan Senzels Arbeit mit jungen Menschen hervor, die  aus der Bahn geworfen und straffällig geworden sind. Ihnen menschlich und seelsorglich zur Seite zu stehen, sei dem Geistlichen ein ganz besonderes Anliegen. Auf diese Weise mache er die Worte Jesu im sonntäglichen Evangelium zu seinem persönlichen Auftrag.

Klinikseelsorger Jürgen Schwarz bedankte sich für den Einsatz Senzels in der ehemaligen Kreisklinik und am Rhön Klinikum-Campus und für seine Bereitschaft, Notfalldienst zu übernehmen. Gerade hier geschehe echte Seelsorge, ohne Kamera und Publikum. Dabei sei es dem Geistlichen eine Selbstverständlichkeit gewesen, sowohl "den kleinen als auch den großen kranken Menschen" immer auf Augenhöhe zu begegnen.

"Auf ein baldiges Wiedersehen"

Für die Stadt Bad Neustadt schloss sich Bürgermeister Michael Werner dem Dank und den guten Wünschen an und überreichte Pfarrvikar Senzel zur Erinnerung an seine siebenjährige Tätigkeit eine Radierung vom Bad Neustädter Marktplatz. Ihm sei von vielen Seiten zu Ohren gekommen, dass dieser bei den Bürgern vor Ort sehr beliebt gewesen sei, deshalb wolle er auch nicht endgültig "Adieu" sagen, sondern viel lieber "Auf ein baldiges Wiedersehen".

"Danken und Senken sind eng miteinander verbunden", sagte Pfarrgemeinderatsvorsitzende Hiltrud Christ. So bedeute "Danken" ursprünglich "in Gedanken behalten, was jemand für einen getan hat". Und da gäbe es einiges, woran sich die Gläubigen der Pfarrei gerne erinnern und wofür sie Danke sagen. Damit aber auch der scheidende Pfarrvikar ab und zu an seine Zeit in der Rhön denke, übergab sie ihm verbunden mit einem Segenswunsch Buch und DVD zum Franziskusweg. Für die Messdiener verabschiedeten sich Leo Schaub und Christine Ludwig von Pfarrvikar Senzel. Zum Dank und zur Erinnerung schenkten sie ihm eine Collage mit Fotos der Ministranten aus der Stadtpfarrkirche, von St. Konrad in der Gartenstadt und der Hl. Familie in Mühlbach.

Vor der kalten und rauen Rhön gewarnt

Das Schlusswort blieb Senzel selbst überlassen. Er verriet, dass man ihn vor seinem Einsatz in Bad Neustadt mehrfach gewarnt habe, die Rhön sei kalt und rau und die Menschen speziell. Doch als er im September vor sieben Jahren hier angekommen sei, sei es noch sehr heiß gewesen und die folgenden Winter habe er auch nicht so besonders frostig erlebt. Zudem gehe von den Menschen, lernte man sie erst einmal richtig kennen, sehr viel Wärme aus.     

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