Sandberg

Dorferneuerung in den Walddörfern vor elf Jahren gestartet

Die Randbereiche wie Gehweg, Brunnen und Pflanzbereiche in der Salzforststraße in Schmalwasser wurden über die Dorferneuerung gestaltet.
Foto: Marion Eckert | Die Randbereiche wie Gehweg, Brunnen und Pflanzbereiche in der Salzforststraße in Schmalwasser wurden über die Dorferneuerung gestaltet.

Seit nunmehr fast elf Jahren läuft die Dorferneuerung in den Walddörfern. Am 12. November 2010 wurde die Gemeinde mit ihren Ortsteilen Sandberg, Waldberg, Langenleiten, Schmalwasser und Kilianshof in das Programm aufgenommen.

Außer in Kilianshof konnten bisher in allen Ortsteilen Maßnahmen umgesetzt werden. Das Kostenvolumen beträgt 4,35 Millionen Euro. 3 Millionen Euro an staatlichen Zuschüsse aus dem Bayerischen Dorferneuerungsprogramm flossen bisher nach Sandberg. Die Gemeinde Sandberg und weitere Partner, unter anderem die katholische Kirchenstiftung Waldberg, beteiligten sich mit etwa 1,35 Millionen Euro an den Gesamtinvestitionen.

Sanierung des Pfarrhauses Waldberg

Los ging es in den Jahren 2011/2012 mit der Sanierung des Pfarrhauses Waldberg mit Bühne und Freisitz. 190 000 Euro betrug die Förderung seitens des Amtes. 2012 und 2013 folgte die Neugestaltung des Kirchplatzes in Waldberg. 92 000 Euro Förderung gab es bei Baukosten von 135 000 Euro. Weiter ging es in Waldberg mit der Neugestaltung der Premicher Straße mit Versetzung der Friedhofsmauer. Die Baukosten lagen bei 1 240 000 Euro, die Förderung betrug 846 000 Euro. Die Neugestaltung wurde in den Jahren 2014 und 2015 umgesetzt.

Parallel wurden 2014 in Sandberg die Alte Schule und das Raiba-Gebäude abgerissen. Bei Abbruchkosten von 85 000 Euro wurden 60 000 Euro gefördert. Auf dem Gelände der Alten Schule steht heute der Ausstellungspavillon zum Schnitz-Standort. Die Freifläche wurde über die Dorferneuerung zum Dorfplatz umgestaltet. 218 000 Euro kostete die Dorfplatz-Gestaltung, an Fördermitteln gab es 165 000 Euro. Heute steht der Dorfplatz für kleine Feste und Standkonzerte zur Verfügung. In diesem Jahr wurde der Erwerb und Abbruch der ehemaligen Metzgerei Söder in der Kreuzbergstraße mit 90 Prozent gefördert. 115 000 Euro kostete die Maßnahme, 100 000 Euro gab es vom Amt für ländliche Entwicklung.

Außenanlage am Dorfgemeinschaftshaus

In Langenleiten ist die Gestaltung der Außenanlage am Dorfgemeinschaftshaus "Haus für Alle" der Schwerpunkt der Dorferneuerung. Zuvor wurde im Jahr 2018 das alte Schulgebäude mitsamt der "Postgaragen" abgerissen. Die Abbrucharbeiten wurden mit 107 000 Euro vom Amt für ländliche Entwicklung gefördert, bei Gesamt-Abbruchkosten von 173 000 Euro. Der Neubau des "Dorfgemeinschaftshauses - Haus für Alle" erfolgte 2019 über die Leonie und Helmut Schmitt Stiftung und wurde vom Amt für ländliche Entwicklung mit einem Festbetrag in Höhe von 150 000 Euro gefördert. Die Außenanlage und die Gestaltung des Umfeldes des Dorfgemeinschaftshauses in den Jahren 2020 und 2021 wurden mit 510 000 Euro gefördert, die Baukosten betrugen 640 000 Euro.

Die Gestaltung der Randbereiche der Salzforststraße mit seinen historischen drei Brunnenstandorten bildete den Schwerpunkt in Schmalwasser. Die Straßensanierung wurde über den Landkreis Rhön-Grabfeld abgewickelt. In Schmalwasser wurden 790 000 Euro investiert, die Förderung betrug 540 000 Euro. Die Fertigstellung erfolgte in diesem Jahr.

Bevölkerung wurde einbezogen

Bei allen Projekten in den vergangenen Jahren war stets die Bevölkerung in Form von Arbeitskreisen einbezogen. Denn Sinn der Dorferneuerung sei es, mit den Bürgerinnen und Bürgern die Dörfer so zu gestalten, dass sich alle Generationen und Bevölkerungsgruppen wohlfühlen können und die nötigen Infrastrukturen vorhanden sind.

Dorferneuerung in Bayern gibt es seit 40 Jahren. Der Bayerische Landtag beschloss das Bayerische Dorferneuerungsprogramm als Antwort auf den Strukturwandel in der Landwirtschaft, was Auswirkungen auf die Bevölkerung und das Erscheinungsbild der Dörfer mit sich brachte. Heute gilt die Dorferneuerung als unverzichtbarer Bestandteil der ländlichen Entwicklung und größte und erfolgreichste Bürgerbewegung im ländlichen Raum Bayerns. "Dorferneuerung ist mehr als neu gestaltete Straßen und Plätze. Dorferneuerung ist vor allem das Miteinander, ist Kommunikation in vielerlei Formen und ist vor allem Verantwortungsbewusstsein gegenüber der Heimat und den Mitmenschen", so Jürgen Eisentraut, Leiter des Amtes für ländliche Entwicklung, Unterfranken, anlässlich eines Besuches in den Walddörfern.

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