Ipthausen

Dorferneuerung in Ipthausen: Letzte Projektphase hat begonnen

Auf diesen Moment haben die Ipthäuser lange gewartet: Ende August begann mit der Neugestaltung der Straßen und Wege die letzte Phase der Dorferneuerung.
Großbaustelle Ipthausen: Kürzlich begann im kleinsten Bad Königshöfer Stadtteil die dritte und letzte Phase der Dorferneuerung.
Foto: Alfred Kordwig | Großbaustelle Ipthausen: Kürzlich begann im kleinsten Bad Königshöfer Stadtteil die dritte und letzte Phase der Dorferneuerung.

Die kommenden Monate werden den Einwohnern von Ipthausen viel Geduld und auch ein wenig Leidensfähigkeit abverlangen: Kürzlich hat die letzte Phase der Dorferneuerung begonnen, die durch großflächige Straßen- und Wegebauarbeiten geprägt sein wird. Ende August rückte ein erster Trupp Arbeiter an, um die Baustelle einzurichten. Es folgten die ersten Anlieferung von Baumaterialien, bevor jetzt auch schweres Gerät vor Ort ist, um die geplanten Maßnahmen bis zum Herbst des kommenden Jahres umzusetzen.

Jeden Mittwoch ein Jour fixe

Seit Ende August findet ein Mal in der Woche vor Ort ein so genannter Jour fixe statt, bei dem sich Vertreter der Stadt, des Planungsbüros und der ausführenden Baufirma treffen, um über Details der Bauausführung und die weitere Vorgehensweise zu sprechen. An diesem Mittwoch waren das Rainer Jäger vom städtischen Tiefbauamt, Barbara Pretscher vom zuständigen Planungsbüro Demling aus Bad Neustadt, Bauleiter Sebastian Sterzinger von Karlein Bau aus Mellrichstadt und sein Polier Christoph Baumgart.

Gemeinsame Baustellenbesprechung: Am Mittwoch trafen sich in Ipthausen Karlein-Bau-Polier Christopf Baumgart (von links), Karlein-Bau-Bauleiter Sebastian Sterzinger, Rainer Jäger vom städtischen Tiefbauamt und Barbara Pretscher vom Architekturbüro Demling (Bad Neustadt) zu einem Jour Fixe.
Foto: Alfred Kordwig | Gemeinsame Baustellenbesprechung: Am Mittwoch trafen sich in Ipthausen Karlein-Bau-Polier Christopf Baumgart (von links), Karlein-Bau-Bauleiter Sebastian Sterzinger, Rainer Jäger vom städtischen Tiefbauamt und ...

Jäger erklärte bei einem kurzen Rundgang, wo die Schwerpunkte der Bauarbeiten in den kommenden Monaten liegen werden und die für viele Ipthäuer auch die eine oder andere Einschränkung bedeuten werden. „Viele Grundstücke können zeitweise nicht oder nur schwer angefahren werden, da die Straßen ausgekoffert und dadurch tiefer gelegt werden“ erklärt Jäger, der darauf hofft, dass die Betroffenen dafür Verständnis aufbringen.

Das Ausbaggern der Straßen auf eine Tiefe von rund 80 Zentimetern erfolgt in acht Teilabschnitten. Laut Jäger wird anschließend eine Stabilisierungsschicht aus Rohfels eingebaut, bevor Kabel und Drainagen verlegt werden. Erst dann erfolgt der eigentliche Straßen- und Wegebau mit den Schotter-, Asphalt- und Pflasterarbeiten, wobei großer Wert auf eine ansprechende optische Gestaltung gelegt werden wird.  Auch das Anlegen von Grünflächen und Anpflanzen neuer Bäume ist geplant, zudem sollen Ruhezonen mit Sitzbänken entstehen. Auch die Erneuerung der Straßen- und Wegebeleuchtung ist Teil der Gesamtmaßnahme.

Ein Prozess über zehn Jahre

Rainer Jäger beziffert die Gesamtkosten für diesen dritten und letzten großen Abschnitt der Ipthäuser Dorferneuerung auf rund 1,7 Millionen Euro. Gut eine Million Euro muss die Stadt tragen, die Restfinanzierung ist Sache des  Amtes für ländliche Entwicklung.  Die Anlieger werden nicht an den Kosten beteiligt, da in Bayern schon seit geraumer Zeit keine Beiträge mehr zur Finanzierung der Verbesserung oder Erneuerung von Ortsstraßen,  Wegen oder der Straßenbeleuchtung mehr erhoben werden.

Vor fünf Jahren abgeschlossen: Die Renaturierung des Weißbaches war eine von mehreren Dorferneuerungsmaßnahmen in Ipthausen.
Foto: Alfred Kordwig | Vor fünf Jahren abgeschlossen: Die Renaturierung des Weißbaches war eine von mehreren Dorferneuerungsmaßnahmen in Ipthausen.

Mit der Neugestaltung des Ortskerns geht die Dorferneuerung in Ipthausen nach über zehn Jahren der Planung und Umsetzung im nächsten Jahr ihrem Ende entgegen. Vor fünf Jahren abgeschlossen werden konnten die beiden ersten größeren Maßnahmen, die bereits maßgeblich zur Verschönerung des Bad Königshöfer Stadtteils beigetragen haben: die optische Aufwertung des Umfelds der Wallfahrtskirche und die Neugestaltung des Kirchenparks mit der Renaturierung des Weißbaches.

Alles vorbereitet: Umfangreiches Baumaterial lagert bereits auf dem Dorfplatz und wird in den kommenden Wochen und Monaten verbaut.
Foto: Alfred Kordwig | Alles vorbereitet: Umfangreiches Baumaterial lagert bereits auf dem Dorfplatz und wird in den kommenden Wochen und Monaten verbaut.
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