Bad Königshofen

Ein "Macher" im Unruhestand: Clemens Behr feierte seinen 75.

Seinen 75. Geburtstag beging am Sonntag, 2. Mai, der Altbürgermeister und Ehrenbürger Bad Königshofens, Clemens Behr. Hier mit Ehefrau Ingrid und Tochter Anke.
Foto: Regina Vossenkaul | Seinen 75. Geburtstag beging am Sonntag, 2. Mai, der Altbürgermeister und Ehrenbürger Bad Königshofens, Clemens Behr. Hier mit Ehefrau Ingrid und Tochter Anke.

Es ist nicht einfach, ein Fest während einer Corona-Pandemie zu begehen, wenn die Gratulanten vor dem Grundstück Schlange stehen. "Der Nächste bitte", hieß es, als Altbürgermeister und Ehrenbürger der Stadt Bad Königshofen, Clemens Behr, am Sonntag, 2. Mai, seinen 75. Geburtstag beging und man nacheinander und im Freien seine Glückwünsche aussprechen durfte. Er vertröstete die Gratulanten auf eine größere Feier, wenn die Krise vorüber ist.

Stammtischgeschwister, Vereinsvorstände, ehemalige Schulkameraden und politische Weggefährten wünschten ihm (mit Abstand) alles Gute und lieferten Präsente ab, Ständchen und Gedichte wurden im Hof vorgetragen. "Ein Macher" wurde Clemens Behr mehrmals genannt und das zieht sich durch seinen Lebenslauf hindurch, denn er hat sich immer für die Allgemeinheit engagiert und gute Ideen umgesetzt.

Liste seiner Ehrenämter ist lang

In Herbstadt aufgewachsen, zog er später nach Untereßfeld und dann nach Bad Königshofen. Nach der Mittleren Reife trat er eine Ausbildung zum Bankkaufmann bei der Sparkasse Bad Königshofen an, deren Geschäftsstellenleiter er später wurde.  Mit seiner Frau Ingrid hat er drei Kinder. Ab 1984 war er Mitglied des Stadtrats und von 1990 bis 2008 Bürgermeister. Höhen und Tiefen hat er in seiner Amtszeit erlebt, man erinnert sich vor allem an die Streitigkeiten mit den vier Ortsteilen, den "Wasserdörfern", die sich gegen einen Anschluss an die allgemeine Wasserver- und -entsorgung sträubten.

Die Liste seiner ehrenamlichen Aktivitäten ist lang. Schon als junger Mann in Untereßfeld widmete er sich dem Fußball und dem örtlichen Spielmannzug. Die musikalische Betätigung war und ist sein Hobby, mit der "Prominentenband", die alte Schlager und Lieder zum Mitsingen spielt, ist er im ganzen Landkreis und darüber hinaus ein gern gesehener Gast.

Sogar ein Radweg wurde nach ihm benannt

Für die Wiederbelebung der Türmergilde, die vom Kirchturm aus an den Sonntagen zwei Musikstücke spielt, setzte er sich ein, die ehemalige Kirmesgesellschaft sorgte dafür, dass es in Bad Königshofen einen Kirmesbaum und den Kirmestanz gab. Das Marktplatzsingen ist seine Idee, ebenso der Grenzsteingarten im Kurgarten.

Er initiierte die Interessengemeinschaften für Denkmalpflege in Unteressfeld, Herbstadt und Breitensee, die sich um die dortigen Bildstöcke kümmerten. Viele Bäume flankieren die Oma-Opa-Enkel-Allee, zurzeit ist er auf der Suche nach neuen Pflanzarealen. Weil das Fahrradfahren ebenfalls zu seinen Hobbys gehört, wurde anlässlich seines 70. Geburtstages nach ihm der Radweg Richtung Herbstadt benannt.

Er sammelt alte Dialektwörter und hat eigentlich vor, sie mal in einem Büchlein zusammenzufassen, bevor sie ganz verloren gehen. Dazu ist er noch nicht gekommen, es gab zu viel zu tun. "Immer in der Offensive bleiben" – dieser Devise ist er auch nach dem Eintritt in den beruflichen Ruhestand treu geblieben.

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