Eyershausen

Eyershausen: Kleiner Kindergarten für kleinen Stadtteil

Erster Spatenstich für den Kindergarten: Die Stadt Bad Königshofen investiert kräftig, auch der Trägerverein beteiligt sich.
Den ersten symbolischen Spatenstich für den Kindergarten führten aus: (von links) Markus Endres, Inhaber und Geschäftsführer der ausführenden Baufirma, Ingenieur Dieter Federlein, zuständig für die Statik, Pfarrer Karl Feser, Bürgermeister Thomas Helbling, Ingenieur Christian Leicht und Vereinsvorsitzende Maria-Theresia Geller.
Foto: Regina Vossenkaul | Den ersten symbolischen Spatenstich für den Kindergarten führten aus: (von links) Markus Endres, Inhaber und Geschäftsführer der ausführenden Baufirma, Ingenieur Dieter Federlein, zuständig für die Statik, Pfarrer ...

"Wer will fleißige Handwerker sehen", mit diesem Lied, vorgetragen von den Kindergartenkindern in Eyershausen, hatte Christian Leicht gerechnet, denn er möchte viele fleißige Handwerker auf der Baustelle sehen, damit der neue Kindergarten in Eyershausen in ungefähr einem Jahr fertig ist. Die Kinder trugen mit den Erzieherinnen Bettina Wimmer, Julia Zeller und Sabine Dietz stattdessen das Lied "Wir sind die Kleinen in der Gemeinde" vor, wiesen darauf hin, wie wichtig Kinder für die Zukunft sind und umrahmten damit den symbolischen ersten Spatenstich am Donnerstag.

Kein leichter Entschluss

Bürgermeister Thomas Helbling begrüßte alle Anwesenden und wies darauf hin, dass sich die Gemeinde den Entschluss nicht leicht gemacht hatte, einen neuen Kindergarten zu bauen. Finanzielle Gründe führte er für das lange Zögern an, zumal die Kinder aus Eyershausen auch ins Kinderland Bad Königshofen gepasst hätten. Schließlich entschied man sich doch für einen Neubau, mit sechs Krippen- und 18 Regelkinderplätzen, um die Stadtteile zu stärken und nicht alles zu zentralisieren.

Eine Investitionssumme von 1,7 Mio. Euro wird geschätzt. Auf die förderfähigen Teile des Kindergartens mit Krippenraum gibt es 75 Prozent Zuschuss. Es seien aber viele notwendigen Bestandteile des Kindergartens nicht förderfähig, sodass am Ende ungefähr eine 50-prozentige Förderung herauskommt, so Helbling. Er bedankte sich bei allen, die an dem Bau beteiligt sind, besonders auch beim Sozialwerk Neu-Aumühle, die das Grundstück verkauft hat, und bei den Nachbarn, die ihre Zustimmung gegeben haben. Parkplätze werden noch geschaffen.

So sehen die Pläne aus

Ein schönes und zweckmäßiges Gebäude hat Christian Leicht entworfen, die Kinder sollen hier gerne ein- und ausgehen, sagte er und hofft auf einen reibungslosen Bauverlauf ohne Pannen, Unfälle und Verzögerungen. Den Mittelpunkt des Gebäudes bildet der helle Spielflur zwischen Kindergarten- und Krippen-Bereich. Zum Krippenraum gehört ein Ruheraum, zum Gruppenraum ein Intensivraum. Sozialräume und Personalräume schließen sich an. Die Haupträume haben einen direkten Zugang zu den Außenanlagen, die zum Klettern und Spielen einladen, aber auch Ruhezonen beinhalten. Am Eingang befinden sich ein Windfang mit Kinderwagenraum und das zentral gelegene Leitungsbüro.

Die Kindergartenkinder trugen ein Lied über "Die Kleinen in der Gemeinde" vor.
Foto: Regina Vossenkaul | Die Kindergartenkinder trugen ein Lied über "Die Kleinen in der Gemeinde" vor.

Leicht nannte auch einige Zahlen: Das Grundstück, das er sich eigentlich zehn Meter breiter und dafür kürzer gewünscht hätte, ist an einer ruhigen Nebenstraßen gelegen, es umfasst 1400 Quadratmeter.  Die Grundfläche des Kindergartens beträgt 362 Quadratmeter, für Parkflächen und den Zugang sind 78 Quadratmeter vorgesehen.

Somit steht den Kindern eine Außenfläche von 960 Quadratmetern zur Verfügung. Der umbaute Raum umfasst 1576 Kubikmeter. Die Heizung besteht aus einer Wärmepumpe, Spitzenlasten werden durch eine Gasheizung abgefangen, das Gas liefert ein in die Erde versenkter Flüssiggastank. Strom wird von einer PV-Anlage erzeugt, eine Lüftungsanlage vervollständigt das Konzept.

Pfarrer Karl Feser drückte seine Freude und seinen Dank aus, ein neues Haus für die Kinder könne nun entstehen. Er erbat den Segen Gottes für alle, die dort arbeiten und ein- und ausgehen.

Verein beteiligt sich

Das letzte Wort hatte die Vorsitzende des Trägervereins, des Johannes-Zweigvereins, Maria-Theresia Geller, die sich für die Geduld und Beharrlichkeit aller Beteiligter bedankte. Die Eltern hätten immer die Vorteile einer kleineren Einrichtung gesehen, so Geller. Sie dankte der Stadt Bad Königshofen, die sich trotz klammer Kassen in Corona-Zeiten für den Neubau entschieden hat.

Natürlich durfte der obligatorische Spatenstich nicht fehlen. Zunächst von einigen Erwachsenen durchgeführt, durften dann die Kindergartenkinder "mithelfen", schließlich ist es ihr Haus, das jetzt emporwachsen soll und auf das sie sich schon freuen. Der Trägerverein hat beschlossen, die Betriebskosten, Hausmeister- und Reinigungskosten für das fertige Gebäude zu übernehmen. Außerdem schießt der Verein zu den nicht förderfähigen Kosten wie Innenausstattung oder Gartengestaltung 30 000 Euro zu.

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