Ostheim

Facettenreiche Kunst im Dreiklang

Gelungener „Dreiklang“: Die Künstlerinnen Sonja Wiesner, Claudia Fink und Maria Schwarz (von links) zeigen ab Samstag, 15. August 2020, ihre vielseitigen Arbeiten in der ehemaligen Kirchhofschule in Ostheim.
Gelungener „Dreiklang“: Die Künstlerinnen Sonja Wiesner, Claudia Fink und Maria Schwarz (von links) zeigen ab Samstag, 15. August 2020, ihre vielseitigen Arbeiten in der ehemaligen Kirchhofschule in Ostheim. Foto: Eva Wienröder

Der Verein Freunde der Kirchenburg hat eine neue Ausstellung initiiert. In den Räumen der ehemaligen Kirchhofschule sind gleich drei Künstlerinnen zu Gast. Claudia Fink, Sonja Wiesner und Maria Schwarz präsentieren die Ergebnisse ihres kreativen Schaffens unter dem Motto „Dreiklang“. Bis zum 25. Oktober sind dort eindrucksvolle Skulpturen und Bilder zu sehen.

Zunächst hatte der Verein wegen Corona alle Veranstaltungen für dieses Jahr abgesagt. Nun lässt es die aktuelle Lage aber doch zu, wieder zu einer Ausstellung einzuladen, wie der Vorsitzende, Ostheims Altbürgermeister Adolf Büttner, bei einem Pressegespräch vor Ort erklärte. Die Vereinsleute freuen sich, dass die neue Schau, mit zwei Monaten Verspätung zwar, nun doch noch möglich geworden ist. Schließlich ist es den Kirchenburgfreunden wichtig, mit Kultur Leben in die historischen Gemäuer zu bringen.

Jetzt noch der Feinschliff

Bis zum Wochenende war noch die Osterausstellung in den Räumen untergebracht. Ingrid Schmidt und Maritta Waldsachs und ihr Helferstab hatten somit alle Hände voll zu tun, in der kurzen Zeit alles für die neue Präsentation vorzubereiten. Am Dienstagmittag sah alles schon gut aus, so gut wie alle Exponate der drei Künstlerinnen waren bereits an Ort und Stelle platziert. „Jetzt fehlt nur noch der Feinschliff“, so Schmidt. Mit ihrem Erfahrungsschatz, ihrem Sachverstand und ihrem Blick fürs Detail weiß sie bekanntlich die Ausstellungen stets gekonnt zu arrangieren.

Die Freunde der Kirchenburg haben eine neue Ausstellung in der Kirchhofschule in Ostheim organisiert.
Die Freunde der Kirchenburg haben eine neue Ausstellung in der Kirchhofschule in Ostheim organisiert. Foto: Eva Wienröder

Schmidt hatte auch den Kontakt zu den drei Künstlerinnen hergestellt. Bei einer Veranstaltung im Künstlerdorf Kleinsassen war sie auf sie aufmerksam geworden. Claudia Fink, Sonja Wiesner und Maria Schwarz freuen sich indes, dass sie in der Kirchhofschule ihre vielgestaltigen Werke zeigen können. Sie sind begeistert vom Ambiente der Ausstellungsräume inmitten der altehrwürdigen Kirchenburg.

Bilder und Figuren ergänzen sich

Die Ausstellung besticht durch ihre ideenreiche Zusammensetzung. Sie vereint kraftvoll Bilder der vier Elemente mit wohlgerundeten Figuren aus Stein und Metall, geformt zu lässigen Alltagsszenen. Daneben finden sich schlanke, aufstrebende Holzobjekte, die in sich Bewegung suggerieren. Andere von Meisterhand gefertigte Objekte gehen mit Fundstücken aus der Natur oder Alltagsgegenständen eine gelungene Symbiose ein.

Die Ausstellung besticht durch ihren Ideenreichtum in der bildlichen wie figürlichen Darstellung.
Die Ausstellung besticht durch ihren Ideenreichtum in der bildlichen wie figürlichen Darstellung. Foto: Eva Wienröder

Die Künstlerinnen stammen aus verschiedenen Regionen Deutschlands und haben sich an der Staatlichen Holzbildhauerschule in Bischofsheim kennengelernt. Inzwischen sind die Freundinnen sogar alle drei in der Rhön beheimatet, Claudia Fink lebt ebenso wie Maria Schwarz in Bischofsheim und Sonja Wiesner in Rothemann bei Fulda.

Drei Künstlerinnen stellen aus

Fink arbeitet seit 2007 als freischaffende Künstlerin und hat seit 2009 ihr Atelier in Bischofsheim. Die akademische Bildhauerin absolvierte zunächst eine praktische Ausbildung zur Restauratorin für Gemälde und Skulpturen, besuchte die Staatliche Berufsschule für Holzbildhauerei in Bischofsheim und schloss danach noch ein Studium der figürlichen Bildhauerei an der Akademie der Bildenden Künste in Nürnberg ab. 

Die Schmuckdesignerin Sonja Wiesner ist seit 2008 freischaffend mit einem eigenen Werkstatt-Atelier tätig. Nach ihrer Ausbildung an der Holzbildhauerschule in Bischofsheim studierte sie Metallgestaltung mit Schwerpunkt Schmuckgestaltung an der Fachhochschule für Angewandte Kunst und Wissenschaft in Hildesheim.

Die Ausstellung besticht durch ihren Ideenreichtum in der bildlichen wie figürlichen Darstellung.
Die Ausstellung besticht durch ihren Ideenreichtum in der bildlichen wie figürlichen Darstellung. Foto: Eva Wienröder

Die dritte im Bunde, Maria Schwarz (in Kunstkreisen besser bekannt unter ihrem Mädchennamen Maria Boldt), absolvierte ihre Holzbildhauerausbildung in der Bildhauerei Vielstädte, Herzebrock und ihr Handwerksstudium zur Meisterdesignerin an der Akademie Gut Rosenberg in Aachen. Die Meisterin im Holzbildhauerhandwerk ist seit 2013 selbständig und übt seit vier Jahren eine Lehrtätigkeit an der Holzbildhauerschule in Bischofsheim aus.

Eröffnung an diesem Samstag

Die Ausstellung ist vom kommenden Samstag, 15. August 2020, bis einschließlich 25. Oktober 2020 in der ehemaligen Kirchhofschule zu sehen. An diesem Samstag wird auch Claudia Fink vor Ort sein. Im September und Oktober folgt für interessierte Kulturfreunde dann die Gelegenheit zum Künstlergespräch mit Sonja Wiesner und Maria Schwarz. Die Termine werden noch bekannt gegeben.

Aktuelle Öffnungszeiten der Kirchhofschule: Samstag, Sonntag und an Feiertagen von 14 bis 17 Uhr. Der Eintritt ist frei, Spenden sind erbeten. Es wird auf die geltenden Hygiene- und Abstandsvorschriften hingewiesen. Mehr Infos unter www.lebendige-kirchenburg.de

Die Freunde der Kirchenburg haben eine neue Ausstellung in der Kirchhofschule in Ostheim organisiert.
Die Freunde der Kirchenburg haben eine neue Ausstellung in der Kirchhofschule in Ostheim organisiert. Foto: Eva Wienröder
Die Ausstellung besticht durch ihren Ideenreichtum in der bildlichen wie figürlichen Darstellung.
Die Ausstellung besticht durch ihren Ideenreichtum in der bildlichen wie figürlichen Darstellung. Foto: Eva Wienröder

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