Saal

Fatimaweltapostolat am Findelberg mit Bamberger Weihbischof

An der Wallfahrtskirche Findelberg feierte der Bamberger Weihbischof Herwig Gössl ein Pontifikalamt. Er war zur Monatswallfahrt des Fatima-Apostolats der Diözese Würzburg gekommen.
Foto: Hanns Friedrich | An der Wallfahrtskirche Findelberg feierte der Bamberger Weihbischof Herwig Gössl ein Pontifikalamt. Er war zur Monatswallfahrt des Fatima-Apostolats der Diözese Würzburg gekommen.

Nachdem die Monatswallfahrt des Fatimaweltapostolats der Diözese Würzburg wegen der Coronapandemie im vergangenen Jahr abgesagt werden musste, wurde am vergangenen Sonntag mit niemand geringerem als den Bamberger Weihbischof Herwig Gössl das Weltapostolat gefeiert. In seinem ersten Pontifikalamt an der Wallfahrtskirche Findelberg in Saal an der Saale appellierte der Weihbischof Herwig Gössl an den Glauben an die Kirche.

Erstes Mal für den Bamberger Weihbischof 

Über Gössls Zusage zum Pontifikalgottesdienst an der Wallfahrtskirche am Findelberg war man besonders erfreut, sagt Christian Stadtmüller, Leiter des Fatima Weltapostolates in der Diözese Würzburg. Seit vielen Jahren findet hier die Monatswallfahrt des Fatimaweltapostolats der Diözese Würzburg statt.

"Maria zeigt uns, dass wir, wie sie, das Leben in schweren Zeiten meistern können – immer in dem Glauben, in Gott geborgen zu sein." Das sagte Bambergs Weihbischof Herwig Gössl bei der Monatswallfahrt des Fatimaweltapostolats der Diözese Würzburg am Findelberg in Saal. Für den Bamberger Weihbischof war es das erste Mal an der Grabfelder Wallfahrtsstätte und sichtlich beeindruckt. Man fühle sich hier befreit, nicht nur im Bezug auf die sinkenden Inzidenzzahlen und den Wegfall der Maskenpflicht im Freien. Den Wallfahrtsort nannte Gössl wertvoll für alle, die hierher zur Gottesmutter kommen.

Für den Bamberger Weihbischof war es das erste Mal in Findelberg bei der Monatswallfahrt des Fatimaweltapostolats der Diözese Würzburg.
Foto: Hanns Friedrich | Für den Bamberger Weihbischof war es das erste Mal in Findelberg bei der Monatswallfahrt des Fatimaweltapostolats der Diözese Würzburg.

Mit einem feierlichen Rosenkranz hatte die Fatimafeier am Freialtar begonnen, zu dem zahlreiche Gläubige aus nah und fern gekommen waren, die von Christian Stadtmüller begrüßt wurden. Er dankte auch den vielen Helferinnen und Helfern vom Saaler Pfarrgemeinderat, dem Küsterteam und den Mitwirkenden der Schola, dem Organisten sowie den mitfeiernden Priestern.

Gegenseitig im Glauben bestärken

In seiner Predigt ging der Bamberger Weihbischof auf die derzeitige Situation der katholischen Kirche ein. Viele seien erschüttert über Aussagen, dass die katholische Kirche am Ende sei und viele ihr keine Zukunft mehr geben, wenn nicht ein Wandel geschieht. "Das macht uns traurig und niedergeschlagen." Wichtig sei ein Blick der Hoffnung. Keiner könne der Kirche bei den verschiedensten Vorfällen, die aufgedeckt werden, "die Weste weiß waschen".

In seiner Predigt ging Weihbischof Herwig Gössl auf die aktuelle Situation der katholischen Kirche ein.
Foto: Hanns Friedrich | In seiner Predigt ging Weihbischof Herwig Gössl auf die aktuelle Situation der katholischen Kirche ein.

Die Kirche bekomme ihre Glaubwürdigkeit aber auch durch die Zuwendung der Gläubigen. Es sei Unsinn von der letzten Chance zu sprechen, die die Kirche momentan habe. "Kirche ist nicht Menschenwerk, sondern von Anfang an Gottes Werk." Damit habe die Kirche immer dann eine Chance, wenn Gott ihr, diese Chance einräumt. Gott habe von Anfang an "schwache Menschen" berufen und mit verantwortungsvollen Aufgaben betraut. So habe er zu Petrus gesagt: "Ich habe für dich gebetet, dass dein Glaube nicht wankt und wenn du dich wieder bekehrt hast, stärke deine Brüder."

Das sei auch das Programm der Kirche heute: sich gegenseitig im Glauben zu stärken. Nach dem Tod und der Auferstehung Jesu seien die Jünger erschüttert und durcheinander gewesen: "Ohne ihn standen sie nun mit dem Auftrag da, die frohe Botschaft in die ganze Welt zu tragen." Damit sei eine neue Gemeinschaft entstanden. Das Gebet sei deshalb auch heute wichtig. Maria nannte der Weihbischof aus Bamberg "die Mitte der betenden Kirche". Nur mit ihr könne man einen Ausweg aus den Erschütterungen und der Krise dieser Tage finden.

In der Kirche wird Glaube gelebt

Das Gebet nannte Bischof Herwig Gössl einen Schritt zur Klarheit und Ehrlichkeit, wobei die Umkehr zum Herrn an vorderster Stelle stehen müsse. Maria habe bei der Hochzeit zu Kanaan den Jüngern gesagt: "Was er euch sagt, das tut." Diesen Satz müsse man auch heute noch ernst nehmen, so der Weihbischof. Der Ruf "kehrt um und glaubt an die frohe Botschaft", sei eine zentrale Aufforderung Jesu und eine Chance zu einem neuen Anfang. "Dafür steht die Kirche, wenn sie auf ihren Herrn hört und tut was er ihr sagt."

Weihbischof Herwig Gössl verwies auch auf den Heiligen Josef, der das getan habe, was Gott ihm sagte. So sei er der Patron der Kirche geworden. "Ihn dürfen wir in dieser Situation der Kirche um seine Fürsprache anrufen."

Am Freialtar der Wallfahrtskirche Findelberg in Saal an der Saale feierte der Bamberger Weihbischof Herwig Gössl ein Pontifikalamt und spendete zum Abschluss den eucharistischen Segen.
Foto: Hanns Friedrich | Am Freialtar der Wallfahrtskirche Findelberg in Saal an der Saale feierte der Bamberger Weihbischof Herwig Gössl ein Pontifikalamt und spendete zum Abschluss den eucharistischen Segen.

Es sei wichtig, sich gegenseitig im Glauben zu stärken. "Der Herr braucht jede und jeden von uns, denn Kirche ist der Ort, wo der Glaube gelebt, gefeiert und verkündet wird." Das sei ein Grund echter und tiefer Freude, so wie beim Gottesdienst am Findelberg, "wo wir uns gegenseitig im Glauben stärken und bereichert nach Hause gehen können."

Menschen würden durch ihren Glauben oftmals in ganz ausweglosen Situationen Kraft bekommen. Das gelte auch für die derzeitige Situation der katholischen Kirche, so der Weihbischof, denn "die Freude am Herrn ist unsere Stärke".

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