Rödelmaier

Feuerwehr Rödelmaier wünscht sich eine angemessene Unterkunft

Ein Schreibtisch neben dem Löschwagen dürfte nicht unbedingt zur Standardausstattung eines Feuerwehrhauses zählen
Foto: Eckhard Heise | Ein Schreibtisch neben dem Löschwagen dürfte nicht unbedingt zur Standardausstattung eines Feuerwehrhauses zählen

Seit Jahren sehnt sich die Feuerwehr von Rödelmaier nach einer angemessenen Unterkunft. Bisher sind die Floriansjünger mit ihrer Ausrüstung und Fahrzeugen in drei mehr oder weniger provisorisch hergerichteten Gebäuden untergebracht. Die Gemeinde hat das Thema seit langem auf der Agenda - aber kein Geld, um das Dilemma aufzulösen. Nun geht die Wehr selbst in die Initiative und startet einen Spendenaufruf wie auch einen Appell zur freiwilligen Mitarbeit.

"Das Feuerwehrhaus entspricht nicht mehr den Unfallverhütungsvorschriften", sollen auch schon die Kreisbrandinspektion sowie die Unfallversicherung bescheinigt haben, berichten Kommandant Christian Hanf und Jugendwart Marius Pöhnlein bei einem Rundgang. Die Mängel sind augenscheinlich: Für das Löschfahrzeug gibt es keine Abzugsanlage; neben dem Fahrzeug befindet sich ein Schreibtisch für die Schreibarbeiten nach einem Einsatz; die Umkleidekammer bietet nur Platz für 20 Personen, wird aber von der doppelten Anzahl genutzt - noch dazu ohne Trennung nach Geschlecht; sanitäre Anlagen: Fehlanzeige.

Innenraum notdürftig verkleidet

Das zweite Fahrzeug ist in einer ehemaligen Lagerhalle des Bauhofs untergebracht. Den Innenraum haben die Floriansjünger notdürftig mit einer Holzverschalung und Planen verkleidet. Wegen fehlender Isolierung kann von Frostsicherheit keine Rede sein. Im dritten Gebäude ist schließlich noch der Versammlungs- und Schulungsraum untergebracht.

Beim Umziehen wird es im Feuerwehrhaus von Rödelmaier eng, und eine echte Trennung nach Geschlechtern ist auch nicht möglich.
Foto: Eckhard Heise | Beim Umziehen wird es im Feuerwehrhaus von Rödelmaier eng, und eine echte Trennung nach Geschlechtern ist auch nicht möglich.

Die augenblicklichen Überlegungen sehen drei Planungsvarianten vor. Um die Kosten niedriger zu halten, sollen bestehende Gebäude der alten Schreinerei teilweise weiter genutzt und erhalten werden. Die Entscheidung zwischen den Alternativen steht und fällt voraussichtlich mit der Förderung durch den Freistaat. Für einen Teil der Abrisskosten dürfte wohl das Amt für ländliche Entwicklung aufkommen. Die Gesamtkosten schwanken je nach Ausführung zwischen 350 000 und 700 000 Euro.

Bitte um Geld- und Sachspenden

In Kenntnis der finanziellen Spielräume der Gemeinde hat die Feuerwehr jetzt einen Hilfeaufruf in Form einer Bitte um Geld- und Sachspenden sowie Arbeitsleistung im Dorf gestartet. Bisher hätten sich bereits 43 Mitbewohner gemeldet, die insgesamt rund 3200 Arbeitsstunden leisten wollen. Gerne werden noch weitere Zusagen angenommen, versichern die beiden Feuerwehr'ler, schließlich hoffen sie, dass im nächsten Jahr die Arbeiten beginnen können.

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