Bad Königshofen

Freudiges Wiedersehen an der Grabfeld-Grundschule

Unterricht in Lerngruppen: Die ersten und die vierten Klassen gehen wieder in die Grundschule in Bad Königshofen.
Unterricht in Lerngruppen: Die ersten und die vierten Klassen gehen wieder in die Grundschule in Bad Königshofen. Foto: Regina Vossenkaul

Seit 11. Mai besuchen die vierten Klassen wieder die Grabfeld-Grundschule, seit 18. Mai auch die ersten Klassen.  Unterricht ist schwierig in Corona-Zeiten und die Schüler müssen sich an ein genaues Sicherheitskonzept halten. Wie gelingt der Alltag und kommt die Schule an ihre Kapazitätsgrenzen?

Es hat sich viel geändert an der Grabfeld-Grundschule seit der Wiedereröffnung: Der Stundenplan wurde verändert, unterrichtet werden die vierten Klassen in den Kernfächern täglich von 8 Uhr bis 11.15 Uhr. Am Freitag müssen die Schüler zuhause lernen, da ist die Schule geschlossen. Es gibt Lerngruppen statt Klassen, verschiedene Eingänge und unterschiedliche Pausen. Hinweispfeile geben auf den Fluren die Laufrichtung an, damit ein Begegnungsverkehr weitgehend vermieden wird. Sogar an den Toiletten gibt es Regelungen, sie dürfen nur allein betreten werden, ein Pylon signalisiert, ob "besetzt" oder "frei" ist.   Die Kinder tragen Masken, sobald sie ihre Sitzplätze verlassen und in jeder Klasse gibt es die Möglichkeit, sich die Hände zu waschen und zu desinfizieren.

Froh, dass die Schule weitergeht

Ähnliches gilt für die ersten Klassen, aber hier wurden pro Klasse zwei Lerngruppen gebildet, die Unterricht im täglichen Wechsel, ebenfalls von 8 Uhr bis 11.15 Uhr, haben. Eine Lerngruppe wird montags und mittwochs unterrichtet, die andere dienstags und donnerstags. An drei Tagen wird zuhause gelernt. Wer mit wem zur Schule gehen will, das wurde vorher abgefragt, damit keine Freundschaften auseinander gerissen und die Bedürfnisse der Eltern berücksichtigt werden. "Die Kinder erleben eine andere Form der Schule, sie sind aber froh und dankbar, dass die Schule überhaupt weitergeht", sagt Inga Palma, Leiterin der Grundschule.

Für die vierten Klassen geht es momentan um den Übertritt zur Realschule oder zum Gymnasium. Sind die Schüler gut vorbereitet? Das bejaht Palma, der Unterricht sei ja während der schulfreien Zeit weitergegangen, zwar per Internet und Lernaufträgen, aber die Lehrer hatten viel Arbeit mit der Begleitung und Unterstützung. Und die weiterführenden Schulen wissen, dass in diesem Jahr alles etwas anders läuft.

Sehr diszipliniert

Die Erfahrungen mit dem Corona-Virus haben gezeigt, dass Kinder durchaus Überträger sein können, ohne selbst zu erkranken. Wie klappt das mit den Sicherheitsvorschriften? "Die Kinder sind sehr diszipliniert", antwortet Inga Palma auf diese Frage. Wenn sie mal was vergessen, reiche eine Erinnerung. Die Ganztagsbetreuung wird momentan nur von wenigen Kindern wahrgenommen, viele Eltern wollen ihre Kinder so schnell wie möglich zu Hause haben.

Wie fühlen sich die Schüler in der Ausnahmesituation? Eva Bockelt geht im nächsten Jahr aufs Gymnasium, ihr Übertrittszeugnis hat sie bereits erhalten. Sie fühlt sich sehr gut vorbereitet, trotz Homeschooling. Die Viertklässlerin ist froh, dass sie die Schule wieder besuchen kann, auch wenn die Umstände gewöhnungsbedürftig sind. "Jeder hat einen Tisch für sich alleine und es sind nur zwölf Kinder in einer Gruppe", berichtet sie. "Schade, dass ich nicht so mit meinen Freunden spielen kann wie sonst", sagt die Zehnjährige.

Ähnliches ist von ihrer Schulkameradin Nina Katzenberger zu hören. Auch sie will aufs Gymnasium wechseln. "Der erste Tag mit Mundschutz war gewöhnungsbedürftig, aber am zweiten Tag habe ich mich schon dran gewöhnt", berichtet sie. Sie fühlt sich sicher in der Schule, denn es werde alles getan für die Hygiene. "Das Schönste war, die Mitschüler und die Lehrer wieder zu sehen", sagt sie. Unterricht in der ganzen Klasse sei aber besser als in Kleingruppen, findet Nina.

Die Frage, wann die zweiten und dritten Klassen wieder in die Schule gehen können, ist noch nicht geklärt. "Wir warten auf eine Mitteilung des Kultusministeriums", sagt Palma. Wie der Schulalltag räumlich und personell gestaltet werden soll, steht noch in den Sternen. "Einige Lehrer gehören zur Risikogruppe, da wird die Personaldecke dünner", stellt die Schulleiterin fest.

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