Bad Neustadt

Frühzeitiger Wintereinbruch in Rhön und Grabfeld: Wie beschäftigt waren Räum- und Streudienste im Landkreis?

Der erste Schnee in der Rhön kam in diesem Jahr früher als erwartet, die Polizei meldete Unfälle. Wie viel Neuschnee fiel und wie die Vorbereitungen aussahen.
Wintereinbruch am Freitagabend. Am Samstag zeigte sich der Landkreis Rhön-Grabfeld schneebedeckt.
Foto: Hanns Friedrich | Wintereinbruch am Freitagabend. Am Samstag zeigte sich der Landkreis Rhön-Grabfeld schneebedeckt.

Der erste Schnee in diesem Winter kam schneller als erwartet. Doch der Landkreis Rhön-Grabfeld war gut vorbereitet. Die Straßenmeisterei in Rödelmaier und die Kommunen hatten sich gerüstet: Bereits am Freitagabend kurz nach 20 Uhr fuhren die ersten Räum- und Streufahrzeuge der Straßenmeisterei Rödelmaier vom Hof. Räum- und Streufahrzeuge des Landkreises Rhön-Grabfeld waren am Samstag frühmorgens im Einsatz. Die Polizeistationen im Landkreis melden nur wenige Unfälle.

So war unter anderem ein Auto bei Sulzfeld in den Graben gerutscht. Hier war die örtliche Feuerwehr im Einsatz. Ebenfalls aufgrund schneebedeckter Fahrbahn geriet der Fahrer eines Kleintransporters von der Hochrhönstraße kommend in Richtung Ginolfs auf der Höhe der Einfahrt zum Basaltsee nach links von der Fahrbahn ab und prallte gegen die Leitplanke. Auch hier, wie beim Unfall bei Sulzfeld, blieb der Fahrer unverletzt. Vor Ort war die Feuerwehr aus Oberelsbach.

Fünf Zentimeter Neuschnee in der Rhön

In der Rhön fielen bis zu fünf Zentimeter Neuschnee, im Flachland waren es gerade mal drei. Vor allem am Samstag waren die Räumdienste unterwegs. Dazu gehörten die zwölf Fahrzeuge in den Bauhöfen des Landkreises Rhön-Grabfeld, sagt der Leiter Karsten Schilling. Ab 4 Uhr waren diese am Samstag unterwegs. "Wir waren natürlich vorbereitet und standen auf Abruf."

Insgesamt hat der Landkreis Rhön-Grabfeld 2.500 Tonnen Salz für den Winterdienst auf Vorrat. Diese lagern in Bad Neustadt, Bad Königshofen und in Nordheim/Rhön. Hinzu kommt ein spezieller Salzvorrat in Bischofsheim für die Straße zum Kreuzberg. 

Straßenmeisterei in Rödelmaier ist rund um die Uhr besetzt

Die Räum- und Streufahrzeuge der Straßenmeisterei Rödelmaier sorgten am Freitagabend und Samstag auf den Bundes- und Staatsstraßen sowie der Autobahn für freie Fahrt. Am Sonntag lag der Fokus dann lediglich noch auf der Autobahn, wo insgesamt 31 Kilometer betreut werden. Insgesamt liegt die Verantwortung für die Verkehrssicherheit der Bundes- und Staatsstraßen bei 336 Kilometer, sagt Karl-Heinz Baumeister, Dienststellenleiter der Straßenmeisterei Rödelmaier. Dafür stehen die Fahrzeuge, fünf für die Bundes- und Staatsstraßen, drei für die Autobahn A 71 zur Verfügung. Diese sind von der Landesgrenze Thüringen bis zur Lauertalbrücke bei Münnerstadt im Einsatz. Hinzu kommen Fahrzeuge von privaten Unternehmen.

Die Straßenmeisterei Rödemaier ist in den Wintermonaten rund um die Uhr besetzt, um jederzeit eingreifen zu können. Dazu gibt es die Rufbereitschaft, die bei Bedarf die Räum- und Streufahrzeuge anfordert. Sie sind dafür verantwortlich, die Temperaturen zu beobachten, wobei an Brücken "Glättemelder" angebracht sind. Diese haben Kameras, die wiederum mit den Computern der Straßenmeisterei verbunden und so programmiert sind, dass sie auch die Windgeschwindigkeit messen und selbstständig die Gefahr durch Glätte auf der Straße errechnen und melden.

Salzlager in Rhön-Grabfeld

Hinzu kommt eine abrufbare Straßeninformation, die speziell auf die Straßenmeisterei abgestimmt ist. Gerüstet ist man für die kommenden Wintertage, sagt Karl-Heinz Baumeister und verweist auf insgesamt rund 5.500 Tonnen Streugut. Diese liegen in Rödelmaier, sowie in den Lagern Bischofsheim und Bad Königshofen. Hinzu kommen Silos im Bauhof der Straßenmeisterei Fladungen. Im Blick hat man bei extremen Schneefällen, so wie zu Beginn dieses Jahres, besonders problematische Bereiche, wie Schwedenschanze bei Oberweißenbrunn, die Schanz bei Eußenhausen und die Hochrhönstrasse. 

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