Hendungen

Gemeinde Hendungen ist weiterhin schuldenfrei

Mit der Umgestaltung des Gänsweihers in Hendungen wird es wohl auch in absehbarer Zeit nichts.
Foto: Eckhard Heise | Mit der Umgestaltung des Gänsweihers in Hendungen wird es wohl auch in absehbarer Zeit nichts.

Mit fast einer halben Million Euro überweist die Gemeinde Hendungen einen noch nicht dagewesenen Betrag an den Landkreis, leitete Bürgermeister Florian Liening-Ewert die Beratung zum Haushalt für 2021 ein. Für Kommunen wie Hendungen sei inzwischen die Kreisumlage ein schwer zu verdauender Brocken.

Das Ortsoberhaupt ging insbesondere auf einige Kennzahlen des Haushalts ein und hob hervor, dass zum zweiten Mal in Folge nicht mit einer Freien Finanzspanne gerechnet werden kann. Das bedeute, dass die laufenden Kosten – zumindest im Ansatz – nicht aus eigener Kraft erwirtschaftet werden können. Gewöhnlich falle die Abrechnung zum Jahresende dann aber meist günstiger aus, stellte der Bürgermeister fest.

Sinkende Einnahmen beim Steueraufkommen

Ursache der Entwicklung sind unter anderem sinkende Einnahmen beim Steueraufkommen und bei den Schlüsselzuweisungen. Zur Finanzierung der geplanten Investitionen muss die Gemeinde in die Rücklagen greifen, aber keinen Kredit aufnehmen, sodass die Gemeinde weiterhin schuldenfrei bleibt und die Finanzen geordnet seien.

Der Vermögenshaushalt mit seinem Volumen von fast einer Million Euro setzt sich in diesem Jahr aus vielen kleineren Vorhaben zusammen. Für das nächste größte Projekt, dem Umbau des Alten Pfarrhauses zur Erweiterung des Schullandheims, fallen nur Planungskosten an. Ansonsten fallen noch mehrere Tiefbauarbeiten als Investitionen an. Mit der Umgestaltung am Gänsweiher und des Bachlaufes wird es wohl auch in absehbarer Zeit nichts, da es beim Wasserwirtschaftsamt offensichtlich erhebliche Personalprobleme gebe, hieß es in der Sitzung.

Weitere Vorhaben am Schullandheim

Nachdem das Gremium das Zahlenwerk verabschiedet hatte, berichtete das Ortsoberhaupt von einem weiteren Vorhaben am Schullandheim in Rappershausen. Danach schreiten die Planungen für den Pumptrack voran. Nach einem Ortstermin wurden noch einige Änderungen an der Wegegestaltung vorgenommen, mit denen sich auch der Gemeinderat anfreunden konnte. Durch die zusätzlichen Arbeiten steigen die Kosten etwas auf rund 350 000 Euro, die aber zu 60 Prozent bezuschusst werden, bemerkte der Bürgermeister.

Etwas zäh verlief die Diskussion um das Weihnachtsleuchten. Liening-Ewert berichtete, dass etwa die Hälfte der Vereine bisher zugesagt hätten, einen Stand zu betreiben. Mit einem Zuschuss von bis zu 5000 Euro will die Gemeinde das Ereignis unterstützen und durch Mithilfe des Bauhofs auch praktisch vorbereiten. Wenn schon die Gemeinde das Vorhaben mitfinanziert, wie seien dann Gewerbetreibende zu behandeln, die im Gegensatz zu den Vereinen nicht für die Gemeinschaft, sondern in die eigene Tasche wirtschaften, erkundigte sich Alfred Kaiser. Nach einer Reihe von Wortmeldungen verständigten sich die Mitglieder des Gremiums auf eine Regelung, die die Gemeinnützigkeit des Ereignisses unterstreicht.

Zuschuss aus dem kommunalen Förderprogramm

Zu guter Letzt segnete das Gremium noch einen Zuschuss aus dem kommunalen Förderprogramm ab, mit dem die Fachwerksanierung und der Fenstereinbau an einem Anwesen in der Hauptstraße unterstützt wird. Und schließlich erteilte das Gremium noch sein Einvernehmen zum Bau einer Gerätehalle im Außenbereich, wobei aber erst noch festgestellt werden muss, ob eine Privilegierung vorliegt.

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