Heustreu

Gemeinderat Heustreu verurteilt fremdenfeindliche Schmiererei

Mittlerweile wieder sauber. Unbekannte hatten eine recht neue Bank am kleinen Eichelwald mit einem fremdenfeindlichen Spruch versehen.
Foto: Stefan Kritzer | Mittlerweile wieder sauber. Unbekannte hatten eine recht neue Bank am kleinen Eichelwald mit einem fremdenfeindlichen Spruch versehen.

Im Innenbereich ist die Festhalle nun endlich (fast) fertig. Wenige Restarbeiten sowie einige technische Abnahmen stehen noch aus, wie Bürgermeister Ansgar Zimmer im Gemeinderat erläuterte. Nicht fertig ist aber der Außenbereich. Ärgerlich zeigte sich das Ortsoberhaupt, dass bezüglich der ohnehin schon reichlich spät eingetroffenen Lieferung der Fassadenplatten nun sechs Stück fehlen. Da diese Platten Sonderanfertigungen sind, dauert die Nachlieferung entsprechend lange, was für Kopfschütteln im Gemeinderat sorgte.

Derzeit wird an der Straße 'Am Salzbrunnen' vor der Festhalle noch gebaut. Anschließend wird die Straße bis zur Sanierung im Frühjahr vorübergehend für den Verkehr freigegeben.
Foto: Stefan Kritzer | Derzeit wird an der Straße "Am Salzbrunnen" vor der Festhalle noch gebaut. Anschließend wird die Straße bis zur Sanierung im Frühjahr vorübergehend für den Verkehr freigegeben.

Im Frühjahr soll der Eingangsbereich vor der generalsanierten Festplatte neu gestaltet werden. Erneuert werden muss in diesem Zusammenhang auch die im Baustellenbereich arg in Mitleidenschaft gezogene Straße "Am Salzbrunnen". Diese soll im Zuge der Eingangsgestaltung ein wenig tiefer gelegt werden. Bevor diese Bauarbeiten jedoch im kommenden Frühjahr starten, will die Gemeinde die Straße über die Wintermonate provisorisch herrichten. Derzeit laufen noch Bauarbeiten, anschließend wird die Straße soweit repariert, dass sie bis zur Generalsanierung für den Verkehr freigegeben werden kann.

Reparatur am Kirchumgang aufwändiger als gedacht

Die Reparaturarbeiten am Kirchumgang mit der Mauer zum Mühlgraben gestalten sich aufwändiger als gedacht. Weitere sechs Meter der historischen Mauer müssen noch zurückgebaut werden, da diese sich bereits in Richtung Mühlgraben gesenkt hat. Der später nicht sichtbare Bereich der Mauer wird mit Beton ausgefüllt. Ob in diesem hinzugekommenen Bereich auch Fundamentarbeiten ergänzt werden müssen, steht noch nicht fest. Die Gemeinde rechnet jetzt schon mit Mehrkosten in einer Höhe von bis zu 25 000 Euro.

Coronabedingt kann es in diesem Jahr keine Bürgerversammlung mehr geben. Das verkündete Ansgar Zimmer gegenüber dem Gemeinderat: "Momentan geht das einfach nicht!" Eigentlich ist die Gemeinde verpflichtet, einmal im Jahr ihre Bürger in einer Versammlung zu informieren. Im kommenden Jahr soll eine Versammlung stattfinden. Einen Termin wollte Zimmer aber noch nicht nennen.

Im Frühsommer des Jahres 2019 gingen zwei Starkregen über Heustreu nieder, die für kurzzeitige Überschwemmungen und Schäden sorgten. Jetzt überlegt die Gemeinde, ein Sturzflut-Risikomanagement in Auftrag zu geben. Hierzu gibt es vom bayerischen Umweltministerium eine Förderung in Höhe von 75 Prozent der Planungskosten. Ermittelt werden sollen in dieser Studie Gefahrenpunkte im Gemeindegebiet. Die Gemeinde will nun zunächst den Förderzeitrahmen nutzen und einen Antrag stellen. Ob das Sturzflut-Risikomanagement tatsächlich in Auftrag gegeben wird, will der Gemeinderat erst im kommenden Jahr entscheiden.

Fremdenfeindliche Schmiererei ein Werk von "Vollpfosten"

Für einigen Wirbel in den sozialen Netzwerken sowie Kopfschütteln in der Gemeinde sorgte eine fremdenfeindliche Schmiererei auf einer Ruhebank am kleinen Eichelwald. Die Bank, die von der Kolping-Familie erst im vergangenen Jahr aufgestellt wurde, hatten Unbekannte mit der Aufschrift "Nur für Deutsche!" versehen. Der Gemeinderat wie auch der Bürgermeister verurteilten zutiefst das Werk unbekannter Täter. Auf eine Anzeige verzichtet die Gemeinde wie auch die Kolping-Familie, die ihrerseits in der Person von Andrea Menninger mit Reinigungsmitteln dem fremdenfeindlichen Machwerk zu Leibe rückten und es entfernten. Dafür gab es ein großes Dankeschön von Ansgar Zimmer, der betonte: "Bei so viel ehrenamtlichem Einsatz kommen wir auch mit ein paar Vollpfosten klar."

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