Heustreu

Glasfaserkabel in jedes Heustreuer Haus

Die neue Straße im Baugebiet Oberes Tannig am nordöstlichen Rand der Gemeinde Heustreu ist fertig. Wenn die Bauplätze in Kürze ausgemessen sind, will die Gemeinde die Grundstücke verkaufen.
Foto: Stefan Kritzer | Die neue Straße im Baugebiet Oberes Tannig am nordöstlichen Rand der Gemeinde Heustreu ist fertig. Wenn die Bauplätze in Kürze ausgemessen sind, will die Gemeinde die Grundstücke verkaufen.

Der Breitbandausbau in Heustreu ist in den vergangenen Jahren stetig vorangetrieben worden und, bis auf wenige Ausnahmen, auf einem zeitgemäßen Stand. Doch darauf will sich die Gemeinde nicht ausruhen. Nach Großbardorf ist Heustreu das zweite Dorf im Landkreis und auch eines der ersten in Unterfranken, dass Förderungen im Zuge der Gigabitrichtlinie in Anspruch nehmen will.

Im Rahmen dieser Förderung sollen die letzten Kupferkabelübertragungsstränge zwischen den DSL-Stationen und den Wohnhäusern durch Glasfaserkabel ersetzt werden. Diese ermöglichen nach Fertigstellung noch viel schnellere Datenübertragungsraten, die bislang vor allem Behörden und Unternehmen vorbehalten waren.

Räte stimmen geschlossen für den weiteren Internet-Ausbau

"Das ist die Zukunft!", waren sich erster und zweiter Bürgermeister in der Gemeinderatssitzung einig. Ansgar Zimmer und Markus Werner begrüßten den weiteren Ausbau für noch viel schnelleres Internet in der Gemeinde ausdrücklich, ebenso wie der gesamte Gemeinderat, der einstimmig für das Großprojekt stimmte. Unternehmen in den Außenbereichen von Heustreu haben bereits Glasfaserkabel, in den kommenden vier Jahren sollen schließlich alle Wohnhäuser inklusive Berghof, Erlenhöfe, Wiesenmühle sowie weitere Häuser in den Außenbereichen das superschnelle Internet bekommen.

Frank Reichert (Landratsamt) stellte die Förderrichtlinie im Gemeinderat vor und stieß auf offene Ohren. Die Gesamtmaßnahme wird knapp drei Millionen Euro kosten, allerdings vom Freistaat mit einem Zuschuss von 90 Prozent der Kosten bedacht. Lediglich zehn Prozent, also rund 300 000 Euro, muss die Gemeinde selbst beisteuern.

Festhalle kann nach dem Lockdown durchstarten

Wermutstropfen in Sachen schnelles Internet: Es müssen im ganzen Dorf Straßen aufgerissen werden, um das Glasfaserkabel zu verlegen. Der noch zu ermittelnde Anbieter des Ausbaus wird dann das hochmoderne Kabel bis ins Haus führen. Der Ausbau erfolgt nicht in einem Zug, sondern Stück für Stück quer durchs ganze Dorf. Die technische Begleitung des Projekts vergab der Gemeinderat an die Corwese GmbH für 4712 Euro.

Die sanierte Festhalle kann nach dem erneuten Lockdown, der am Montag, 2. November beginnt und alle Veranstaltungen verbietet, durchstarten. Die letzten Arbeiten werden in diesen Tagen vorgenommen, im November muss die Festhalle ja nach aktuellen Richtlinien für Veranstaltungen noch geschlossen bleiben. Die Fassadenplatten für den Eingangsbereich sind eingetroffen und können nun montiert werden. "Das Küchenteam hat die neue Küche bereits inspiziert und freut sich auf das Kochen in der sanierten Festhalle", wie Ansgar Zimmer erläuterte.

Biber richtete große Schäden an

Der Auftrag für eine Ladesäule für Elektroautos auf dem Parkplatz an der Festhalle geht für 10 498 Euro an das Überlandwerk. Schneller als gedacht ist die Erschließung des Baugebiets Oberes Tannig erfolgt. Die Arbeiten inklusive Straßenbau sind abgeschlossen, derzeit erfolgt die Ausmessung der Baugrundstücke, die anschließend von der Gemeinde angeboten werden.

Dem Biber im Mühlgraben droht die "Entnahme", wie es in der offiziellen Stellungnahme der Naturschutzbehörde heißt. In der Vergangenheit hatte der Biber beträchtliche Schäden im Dorf angerichtet. Doch auch seine Artgenossen im Röthengraben machen sich durch das Bauen von Dämmen bei Grundstückseignern nicht gerade beliebt. Die Gemeinde will hier ebenfalls energisch vorgehen, da die Nager immer zahlreicher werden, die Schäden immer größer.

Kritik richtet sich an Volksbank und Sparkasse

Mehrfach ist in den vergangenen Tagen und Wochen Hundekot auf dem Spielplatz an der Bühlstraße hinterlassen worden. Was auf großes Unverständnis nicht nur von Seiten der Kinder und Eltern, sondern auch der Gemeinde stößt.

Auf Unverständnis und massive Kritik stößt im Gemeinderat die Ankündigung der Volksbank Rhön-Grabfeld, den Geldautomaten in der bereits geschlossenen Filiale in der Wetterstraße zurückzubauen. Die Kritik des Gemeinderates richtet sich hierbei nicht allein an die Volksbank, sondern auch an die Sparkasse, die ihren Geldautomaten im Dorf schon vor einigen Jahren abgebaut hat. "Die Banken sind nicht mehr beim Kunden", sagte Markus Werner, der Gespräche mit den Bankvorständen innerhalb des Gemeinderates aufnehmen möchte.

"In Bad Neustadt entstehen Prunkbauten und in den Dörfern werden die Geldautomaten abgebaut", schimpfte Gemeinderat Walter Gütling. Die Maßnahmen gingen vor allem zu Lasten der älteren Bevölkerung, so 3. Bürgermeister Heinz Balling. Wie Gemeinderat Lorenz Manger betonte, gibt es jetzt in keinem der Dörfer der Verwaltungsgemeinschaft Heustreu mehr einen Geldautomaten geschweige denn einen Kontoauszugsdrucker. Als Vorsitzender des Musik- und Heimatvereins Heustreu sagte Lorenz Manger bedingt durch Corona schlussendlich die Feierlichkeiten zum 50-jährigen Bestehen des Vereins in diesem Jahr ab.

Weitere Artikel
Themen & Autoren
Heustreu
Stefan Kritzer
Ansgar Zimmer
Bankvorstände
Bevölkerung
Festhallen
Geldautomaten
Genossenschaftsbanken
Kinder und Jugendliche
Kunden
Sparkassen
Stadträte und Gemeinderäte
Lädt

Damit Sie Schlagwörter zu "Meine Themen" hinzufügen können, müssen Sie sich anmelden.

Anmelden

Das folgende Schlagwort zu „Meine Themen“ hinzufügen:

Sie haben bereits
/ 15 Themen gewählt

bearbeiten

Sie folgen diesem Thema bereits.

entfernen

Um "Meine Themen" nutzen zu können müssen Sie der Datenspeicherung zustimmen

zustimmen
Kommentare (1)