Brendlorenzen

Gnadenhochzeit: Der Tanz führte Arnulf und Emmy Hildenbrand zusammen

Auf 70 Ehejahre blicken Arnulf und Emmy Hildenbrand aus Brendlorenzen am Samstag, 18. Juli, zurück. Was die beiden nie verlernt haben, ist das gemeinsame Lachen.
Auf 70 Ehejahre blicken Arnulf und Emmy Hildenbrand aus Brendlorenzen am Samstag, 18. Juli, zurück. Was die beiden nie verlernt haben, ist das gemeinsame Lachen. Foto: Andreas Sietz

Das Ehepaar Arnulf und Emmy Hildenbrand begeht am Samstag, 18. Juli, das seltene Jubiläum der Gnadenhochzeit. Die beiden lernten sich 1946 im völlig zerstörten Würzburg kennen und lieben. Sie begegneten sich erstmals bei einem Tanzkurs und blieben jahrzehntelang begeisterte Tänzer. Emmys Familie verlor im Feuersturm in Würzburg in den letzten Kriegstagen ihr gesamtes Hab und Gut. Arnulf konnte nach der Rückkehr aus der Gefangenschaft sein Studium der Mathematik und Physik aufnehmen. Nach seinem Examen läuteten 1950 die Hochzeitsglocken.

Im Herbst 1950 trat Arnulf seine erste Stelle am städtischen Realgymnasium in Bad Neustadt an. 1951 wurde Sohn Volker geboren, 1952 erfolgte der Umzug der jungen Familie von Würzburg nach Bad Neustadt. Die beiden Kinder, 1955 kam Tochter Monika zur Welt, wuchsen in Bad Neustadt auf. Ab 1970 leitete Arnulf als Oberstudiendirektor die neu eröffnete Fachoberschule.

Vom Tanzkurs hin zum Traualtar. Am Samstag, 18. Juli, feiern Arnulf und Emmy Hildenbrand ihre Gnadenhochzeit. Im zerbombten Würzburg versprachen sich der heute 97-Jährige und die nun 96-Jährige die ewige Liebe und Treue und hielten ihr Wort.
Vom Tanzkurs hin zum Traualtar. Am Samstag, 18. Juli, feiern Arnulf und Emmy Hildenbrand ihre Gnadenhochzeit. Im zerbombten Würzburg versprachen sich der heute 97-Jährige und die nun 96-Jährige die ewige Liebe und Treue und hielten ihr Wort. Foto: Familie Hildenbrand

Bad Neustadt und die Rhön wurden zur geliebten Heimat

Schon frühzeitig verbrachte die Familie ihren Urlaub als Camper. Zunächst in einem selbst zum Wohnmobil umgebauten Lieferwagen, der "Grünen Minna", dann auch im Zelt und später im Wohnwagen. Bis ins hohe Alter fuhr das Jubelpaar bevorzugt in den sonnigen Süden. Bad Neustadt und die Rhön wurden zur geliebten Heimat.

Arnulf Hildenbrand war lange Mitglied und Büttenredner der NES-KA-GE als Türmer Teutobold. Sein Konterfei ziert noch heute eine wöchentliche Glosse in der Mainpost. Bei den Neuschter Schützen engagierte er sich als aktives Mitglied und Betreuer der Jugendabteilung. Seine Frau Emmy nähte mit großem Geschick, was angesichts der damaligen Knappheit ein wichtiges Talent war. Sie fertigte nicht nur Kleidung für sich und die Kinder, sondern entwarf auch Faschingskostüme in allen Variationen.

Seit 1976 wohnt das Paar im eigenen Haus in Brendlorenzen. Selbst im hohen Alter pflegen die beiden noch ihren großen Freundeskreis. Mit ihnen freuen sich Kinder, Schwiegerkinder und vier Enkel, dass das Jubelpaar trotz gesundheitlicher Beschwerden diesen besonderen Tag gemeinsam in den eigenen vier Wänden begehen kann.

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