Mellrichstadt

Goldene Hochzeit: Ein Schneeball brachte die Liebe ins Rollen

Der stellvertretende Mellrichstädter Bürgermeister Bernd Roßmanith gratulierte Gudrun und Peter Zalachwoski zur Goldenen Hochzeit.
Der stellvertretende Mellrichstädter Bürgermeister Bernd Roßmanith gratulierte Gudrun und Peter Zalachwoski zur Goldenen Hochzeit. Foto: Marion Eckert

Seit 50 Jahren sind Gudrun (69) und Peter Zalachowski (74) verheiratet. Die Freude über ihr Ehejubiläum und die vielen gemeinsamen glücklichen Jahre sind dem Paar anzusehen. "Ich kann mir keinen besseren Mann vorstellen als meinen. Ich möchte mit niemandem tauschen", macht Gudrun ihrem Peter eine Liebeserklärung und dieser bestätigt. "Wir sind durch dick und dünn miteinander gegangen."

Dabei fing ihre Beziehung gar nicht so harmonisch an. Ein Schneeball war der Anfang. Die junge Gudrun war damals noch Schülerin und Peter ein junger Bursche, der gerade in der Lehre war. Das war 1965. In der Mittagspause, als die Schülerinnen gerade nach Hause gingen, zettelten die Burschen eine Schneeballschlacht an. Peter traf Gudrun. Dass sie Jahre später seine Frau werden sollte, wusste er damals noch nicht. Geschimpft hatte sie ihn: "Wenn ich nun krank werde."

Jubilare machen alles gemeinsam

Peter Zalachowski stammt aus Mellrichstadt, seine Gudrun wuchs in der Lunebürger Heide auf, doch ihre Eltern stammen eigentlich aus Schlesien. Die Nachkriegswirren führen Gudruns Familie nach Mühlfeld. In Mellrichstadt bauten ihre Eltern Mitte der 1950er-Jahre ein Eigenheim, dass Gudrun Zalachowski und ihr Mann Anfang der 1980er-Jahre übernahmen.

Als Gudrun 17 Jahre alt war, starb ihre Mutter. Hilfe und Unterstützung fand sie bei Peter, der fortan nicht mehr von ihrer Seite wich: "Wir machen alles miteinander". Dies gelte auch heute für ihr Miteinander. Geheiratet wurde 1970. Standesamt am Vormittag und kirchliche Trauung am Nachmittag. "Ich war am Standesamt in Weiß", erinnert sich Gudrun an diesen besonderen Tag.

Gudrun Zalachowski näht mit Leidenschaft

Sie erlernte den Beruf der Schneiderin. Noch gut kann sie sich daran erinnern, wie ihr Peter sie jeden Freitag nach der Arbeit abholte. Als Modellnäherin war sie bei der Firma Vetter in Mellrichstadt beschäftigt. Doch als 1974 Sohn Marco und 1978 Sohn Steffen geboren wurden, blieb sie zu Hause und kümmerte sich um die Kindererziehung und den Haushalt.

Ein Wiedereinstieg in den Beruf war ihr nicht möglich, da sie die Pflege ihrer Oma übernommen hatte. Doch die Schneiderei ist bis heute Gudrun Zalachowskis große Leidenschaft. "Ich nähe alle meine Kleider selbst", sagt sie. Gerne übernimmt sie auch kleine Änderungen und Reparaturen für Freunde und Bekannte. In der Corona-Zeit hat sie mehr als 700 Masken genäht. Für die Mellrichstädter Karnevalsgesellschaft näht sie bis heute die Showkostüme.

Die Kinder auf dem Sportplatz groß gezogen

Peter Zalachowski ist gelernter Mechaniker. 50 Jahre war er bei der Firma Weichrauch in Mellrichstadt beschäftigt. Sein großes Hobby ist seine Modelleisenbahn, die er im Keller aufgestellt hat. Die Enkel spielen gerne damit und wenn das eine oder andere repariert werden muss, dann ist Peter Zalachowski zur Stelle. Vier Enkel - zwei Buben und zwei Mädchen - gehören zur Familie.

Der Fußball spielte im Leben von Familie Zalachowski stets eine große Rolle. Peter Zalachowski stand als Tormann für die Wargolshäuser Fußballer zwischen den Pfosten. Seine Frau begleitete ihn Wochenende für Wochenende zu den Spielen. "Der Kinderwagen war immer mit dabei. Ich habe die  Kinder auf dem Sportplatz groß gezogen", erinnert sich Gudrun Zalachowski und lacht.

Busreisen als Gemeinschaftserlebnis

Zalachowskis sind gesellige und humorvolle Menschen. Sie lieben das Gemeinschaftserlebnis und die Geselligkeit. So organisieren außerhalb der Coronakrise seit vielen Jahren alle vier Wochen in den Monaten März bis Dezember Seniorenausflüge in die nähere und weitere Umgebung. In Kooperation mit dem  örtlichen Busunternehmen werden Städtefahrten, Besuche in Museen, Ausflüge zum gemeinsamem Mittagessen und Kaffeetrinken auf die Beine gestellt.

"Unsere Busse sind immer voll", ist Gudrun Zalachowski stolz auf die positive Resonanz. Ihr Engagement richte sich an alle, die gerne verreisen: "Wir kümmern uns um jeden. Bei uns ist jeder willkommen." Scherzhaft bezeichnet sich Peter Zalachowski als "Witwenbetreuer". Es seien lustige Ausflüge und reiche Tage, die stets in Erinnerung blieben. In der Corona-Zeit mussten die bereits geplanten Ausflüge allerdings abgesagt werden, ebenso wie eine Vier-Tagesfahrt nach Polen. "Vielleicht wird es im nächsten Jahr was. Wir möchten uns gerne Breslau anschauen", hofft das Ehepaar.

Von Seiten der Stadt Mellrichstadt kam der stellvertretende Bürgermeister Bernd Roßmanith zu Besuch, um dem Jubelpaar zum Goldenen Ehejubiläum zu gratulieren. Interessiert lauschte er den Episoden aus  Zalachowskis Ehe und wünschte ihnen viele weitere glückliche Jahre.

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