Großeibstadt

Großeibstadt: 3,8 Millionen Euro stecken im Haushalt

Die Gemeinde Großeibstadt mit dem Ortsteil Kleineibstadt werden in den kommenden Jahren an die Breitbandversorgung angeschlossen. Dafür entschied sich der Gemeinderat nach knapp eineinhalb Stunden. Insgesamt tagte das Gremium knapp drei Stunden im öffentlichen Teil. Eineinhalb Stunden stand das Thema "Breitbandverkabelung" zur Diskussion.
Foto: Hanns Friedrich | Die Gemeinde Großeibstadt mit dem Ortsteil Kleineibstadt werden in den kommenden Jahren an die Breitbandversorgung angeschlossen. Dafür entschied sich der Gemeinderat nach knapp eineinhalb Stunden.

Einstimmig hat der Gemeinderat von Großeibstadt den Haushalt beschlossen. Manuel Mauer, Kämmerer der Verwaltungsgemeinschaft Saal an der Saale, stellte das 3,8 Millionen Euro-Projekt vor. Danach schließt der  Verwaltungshaushalt in den Einnahmen und Ausgaben mit 1 936 700 Euro ab, die Zuführung zum Vermögenshaushalt beträgt 126 300 Euro. Der Vermögenshaushalt beziffert sich auf 1 963 400 Euro. Der Schuldenstand betrug zum Ende des vergangenen Jahres  1 245 628 Euro. Die Pro-Kopfverschuldung der 1080 Einwohner-Gemeinde soll bis Ende dieses Jahres  auf 1130,08 Euro sinken. Manuel Mauer erwähnte als die größte Investition in diesem Jahr das Baugebiet "Neumühle", für das 1,1 Millionen Euro veranschlagt sind. Eine Neuverschuldung ist nicht vorgesehen.

Gewerbesteuer ist stark rückläufig

Rückläufig ist die Gewerbesteuer, die 2020 noch bei 100 000 Euro lag, für das laufende Jahr sind gerade noch 20 000 Euro angesetzt. Die Schlüsselzuweisungen betragen 480 000 Euro (2020: 437 800). Für das Informationsblatt der Gemeinde sind 4000 Euro im Haushalt, die Einnahmen aus der Mittagsverpflegung sind mit 6000 Euro angesetzt. Die Photovoltaikanlagen bringen 18 100 Euro Gewinn, der Wald 11 300 Euro. Die Personalausgaben belaufen sich auf 261 700 Euro. Für den Straßenunterhalt sind 10 000 Euro eingeplant, für die Straßenbeleuchtung 6500 Euro und die Ortskanäle kosten 12 500 Euro in der Unterhaltung. Die Schulverbandsumlage liegt bei 80 000Euro. Für 33 Schülerinnen und Schüler zahlt Großeibstadt an den Schulverband Sulzfeld 59 142 Euro, für 15 Schülerinnen und Schüler gehen 20.094 Euro an die Mittelschule Bad Königshofen. Die Kreisumlage steigt von 489 900 Euro auf 506 000 Euro.

An Investitionen sind unter anderem 20 000 Euro für die Einsatzkleidung der Feuerwehr Großeibstadt vorgesehen ist, 50 300 Euro sind für die Kirchensanierung in Kleineibstadt eingeplant. Die Baugebiete Weinbergen II, Brückenrangen und Neumühle bringen insgesamt 55 000 Euro an Einnahmen. Die Sanierung des Endeswegs ist mit 100 000 Euro veranschlagt, das Baugebiet Neumühle bringt Einnahmen von 60 000 Euro und Ausgaben von 435 000 Euro. Die Umstellung der Straßenlampen auf LED kostet 101 300 Euro, wobei aber  88 300 Euro eingenommen werden. Bürgermeister Gerd Jäger dankte Kämmerer Manuel Mauer für die professionelle Aufstellung des Haushalts. Schließlich sei dies in der Gemeinde Großeibstadt sein erster gewesen.

Ausführliche Diskussion zum Thema Breitbandversorgung

Ausführliche Informationen und Diskussionen, die rund eineinhalb Stunden in Anspruch nahmen, gab es dann zum Ausbau der Breitbandversorgung in Groß- und Kleineibstadt. Die stellte Frank Reichert von der Stabstelle am Landratsamt Rhön-Grabfeld vor. Ziel sei ein Glasfaseranschluss für jedes Anwesen, wenn es dort gewollt ist. Großeibstadt hat mit der Telekom und Vodafone zwei Anbieter. Im Innerortsbereich von Großeibstadt gelten lediglich 33 Adressen als förderfähig. Dafür stehen 1,7 Millionen Euro zur Verfügung. Die Gesamtmaßnahme kostet rund 3,5 Millionen Euro. Bei der Gemeinde bleiben damit 1,7 Millionen "hängen". Im Ortsbereich von Kleineibstadt sind sämtliche Adressen förderfähig. Dafür gibt es rund zwei Millionen Euro, auf die Gemeinde kommen 620 000 zu. Der Gemeinderat beschloss einstimmig Kleineibstadt, das Gewerbegebiet, die Außenlieger Nord und Süd in Großeibstadt an das Glasfasernetz anzuschließen. Gegen die Stimme von Gemeinderätin Birgit Reder-Zirkelbach geschieht dies auch im Kernbereich von Großeibstadt.

Nach Einsicht in die Planunterlagen gab es grünes Licht für eine Unterstellhalle in der Raiffeisenstraße in Großeibstadt. Keine Einwände hatte das Gremium gegen die Änderung des Bebauungsplanes "Lange Gärten" in der Gemeinde Aubstadt und die  Änderung des Flächennutzungsplans und den Entwurf zur Aufstellung des Bebauungsplans Nord II in Bad Königshofen.  Beim Straßennamen im Neubaugebiet Neumühle einigte man sich gegen eine Stimme auf "Neumühlenstraße". Zustimmung gab es weiterhin für die Erneuerung der gemeindlichen Internetseite. Bürgermeister Gerd Jäger sprach dann noch die Umrüstung der Dorfbeleuchtung auf LED an. Die Kosten bezifferte er auf 70 159 Euro, wobei es eine 30prozentige Förderung gibt. Nach fünfeinhalb Jahren hätten sich die neuen LED-Lampen amortisiert. Insgesamt werden 169 Lampen umgerüstet.

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