Bad Königshofen

Großeibstadt: Damit das Brünnlein wieder sauber fließt

Die Regenerierung von Brunnen 6 der Wasserversorgung war dringend notwendig, wie eine Kamerabefahrung gezeigt hat. Eisenablagerungen verstopften die Filter.
Allerhand Gerätschaften sind notwendig, um den Brunnen 6 zu regenerieren. Zunächst steht aber eine Kamerabefahrung des Schachts auf dem Programm, um die Schäden zu ermitteln. Das war auch für die beiden Auszubildenden der Wasserwerke interessant.
Foto: Michael Petzold | Allerhand Gerätschaften sind notwendig, um den Brunnen 6 zu regenerieren. Zunächst steht aber eine Kamerabefahrung des Schachts auf dem Programm, um die Schäden zu ermitteln.

So nah und doch so grundverschieden: Während der nur knapp einen Kilometer entfernte Brunnen 5 der Bad Königshöfer Wasserversorgung in der Gemarkung Großeibstadt komplett sauber war bei der Überprüfung vergangene Woche, zeigte die Kamerabefahrung  am benachbarten Brunnen 6 erhebliche Verschmutzungen. Die Filterschlitze, durch die das Wasser von außen zufließen soll, sind durch  Eisenablagerungen an verschiedenen Stellen verstopft. Den Grund für die Ablagerungen erläuterte Dipl.-Geologin Heike Kraus vom Haßfurter Büro Baurconsult. Sie sind natürlichen Ursprungs und stammen aus dem Keuperboden, aus dem sie durch Wasser ausgespült werden.  

Die Kamera vor dem Start: Unten rings um das Stahlrohr ist eine Kiesschicht zu erkennen. 
Foto: Michael Petzold | Die Kamera vor dem Start: Unten rings um das Stahlrohr ist eine Kiesschicht zu erkennen. 

Um die Filterrohre zu reinigen und den Brunnen dadurch zu regenerieren wird unter anderem ein rotierender Wasserhochdruck-Strahl im Inneren des insgesamt gut 50 Meter in die Tiefe reichenden Stahlrohrs eingesetzt, wie Ingenieur Thomas Fehn von der Kronacher Firma Aquaplus beim Ortstermin am Dienstagmorgen erklärte. Die Reinigung dauerte bis Mittwoch. Auf den Einbau der Pumpe am Donnerstag folgen die bakteriologische Untersuchung und Probeläufe. Montag nächster Woche, so schätzt Fehn, kann der Brunnen, der rund drei Liter in der Sekunde schüttet, wieder ans Netz. 

Der Nachbarbrunnen zeigte sich im makellosen Zustand 

Nachdem die Aufnahmen aus dem Inneren des Brunnenrohrs deutliche Ablagerungen gezeigt haben, ist auch für den städtischen Wassermeister Michael Müller der makellose Zustand des benachbarten Brunnens 5 um so erstaunlicher. Der wurde wie sein Pendant Anfang dieses Jahrhunderts gebaut und vor drei Jahren das letzte Mal untersucht. Nach der aktuellen Kamerabefahrung war die Pumpe aber ohne vorherige Putzaktion direkt wieder eingebaut worden und der Brunnen stand der Wasserversorgung wieder zur Verfügung.     

Die Kamera fährt in den Trinkwasserbrunnen Nr. 6 in der Gemarkung Großeibstadt.
Foto: Michael Petzold | Die Kamera fährt in den Trinkwasserbrunnen Nr. 6 in der Gemarkung Großeibstadt.

Mit einem weiteren Phänomen hatten es die Mitarbeiter des Wasserwerks in Kleineibstadt in den vergangenen beiden Wochen zu tun. Vor dem ergiebigen Schneefall und den damit einhergehenden frostigen Temperaturen hatte es kräftig geregnet. Anscheinend zu schnell und zu viel, denn in den Brunnen 1 bis 4 im Aalbachtal sowie den Brunnen 5 und 6 zeigte sich eingetrübtes Wasser, dass so nicht in die Haushalte gelangen durfte. Eine Trübung, die man zwar mit bloßem Auge nicht erkennen konnte, aber doch so stark war, dass die UV-Anlage in ihrer Funktion beeinträchtigt war. Lediglich in den drei Brunnen im Haubachtal zeigten sich keinerlei Veränderungen, womit Müller nun nicht gerechnet hätte.

Probleme mit zu trübem Wasser

Für die anderen, betroffenen Brunnen galt: Von den umliegenden Ackerflächen war wohl durch den starken Regen zu viel Erde weggeschwemmt worden, von dem ein Teil in die Brunnen gelangt war. Also blieb nichts anderes übrig, als die Pumpen der betroffenen Brunnen immer wieder laufen zu lassen, um das verunreinigte Wasser wegzubringen. Schon eine ärgerliche Situation, weil die Wasserversorger doch eigentlich auf jeden Tropfen im trockenen Grabfeld angewiesen sind. Mittlerweile hat sich die Lage aber wieder deutlich entspannt, wie Müller erklärte. Vollständig sei das Problem noch nicht beseitigt, man sei aber auf einem guten Weg.     

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