Hendungen

Handlungsbedarf auf den Friedhöfen der Gemeinde Hendungen

Schon mehrfach war das Eingangstor zum Friedhof in Rappershausen repariert worden, jetzt soll eine dauerhafte Lösung auf den Tisch kommen.
Schon mehrfach war das Eingangstor zum Friedhof in Rappershausen repariert worden, jetzt soll eine dauerhafte Lösung auf den Tisch kommen. Foto: Eckhard Heise

Intensiv setzte sich der Gemeinderat von Hendungen bei seiner Zusammenkunft mit den Friedhöfen der Gemeinde auseinander. In beiden Einrichtungen besteht Handlungsbedarf, überzeugten sich die Mandatsträger bei Ortsterminen.

In Rappershausen ist einer der beiden steinernen Pfosten des Eingangstors gebrochen. Nachdem schon mehrmals eine Reparatur vorgenommen worden war, wie stellvertretender Bürgermeister Alfred Kaiser feststellte, soll jetzt ein Austausch erfolgen. Bürgermeister Florian Liening-Ewert wurde daher aufgeforderte, Angebote für verschiedene Varianten einzuholen. Ebenso ist der Lattenzaun rund um das Gelände in die Jahre gekommen. Die Mandatsträger wollen sich aber erst noch verschiedene Lösungen anschauen, bevor die weitere Vorgehensweise festgelegt wird. Ferner sollen weitere Urnengräber geschaffen werden, weil seit der Corona-Krise nur noch diese Bestattungsform angewendet worden sei und langsam geeignete Flächen fehlen, bemerkte der Bürgermeister. Ebenso soll darüber nachgedacht werden, wie Natur nahe Bestattungen angeboten werden können.

Erneuerung der Friedhofsmauer

In Hendungen sollen die beiden Toiletten am Leichenhaus auf Vordermann gebracht werden, die dann außer nachts ständig geöffnet sein sollen, beschlossen die Volksvertreter. Der Aufwand sei nicht gering, da die Ausstattung komplett erneuert werden soll. Noch teurer dürfte eine Erneuerung der Friedhofsmauer werden. Die Gemeinderäte schreckten denn auch vor den vom Bürgermeister genannten Zahlen zurück. In Eigenleistung durch den Bauhof oder durch Ehrenamtliche sei das Vorhaben wohl kaum zu stemmen, war sich das Gremium einig. Kosten von mehreren Hunderttausend Euro wären nur schwer der Bevölkerung zu vermitteln und könnten auch nicht einfach auf die Friedhofsgebühren umgelegt werden, besannen sich die Mandatsträger und vertagten das Thema. Wie in Rappershausen sollen auch in Hendungen noch weitere Flächen für Urnengräber zur Verfügung gestellt werden.

Skeptisch reagierten die Mandatsträger auf die Anregung von Konstanze Bach-Friedrich, die weitere Unterstellmöglichkeiten für Trauergäste vorschlug. Die Zahl der Bestattungen ohne kirchliche Trauerfeier nehme zu, vielmehr treffe sich die Trauergesellschaft zu einer Feier direkt auf dem Friedhof, schilderte die Gemeinderätin. Bei schlechtem Wetter seien die Teilnehmer schutzlos über eine längere Zeit dem Regen ausgesetzt, weil die Unterstellmöglichkeiten in der Leichenhalle zu gering seien. Eine Vergrößerung der Halle käme wegen der Kosten nicht in Betracht, war sich das Gremium einig. Unter Umständen wäre eine mobile Lösung mit einem Zeltdach auch denkbar, aber noch sehen die Räte keinen akuten Handlungsbedarf und verschoben das Thema auf einen späteren Zeitpunkt.

Keine Entscheidung zur eingereichten Bauvoranfrage

Keine Entscheidung traf das Gremium auch später im Sitzungssaal, als es um eine Bauvoranfrage ging. Der Bauherr möchte Lagerhallen mit Büro und Wohneinheit im Bereich "Ober der Landwehr" errichten. Da sich das Areal, auf dem das Vorhaben umgesetzt werden soll, im Flächennutzungsplan als Außenbereich ausgewiesen ist, waren sich die Mandatsträger nicht im Klaren, ob das Anliegen dort überhaupt zulässig sein kann. Daher soll erst das Landratsamt zu Rate gezogen werden, bevor das Thema weiter vertieft wird.

Grünes Licht gab es dagegen für den Bau einer Scheune am Dorfplatz in Rappershausen, und der Bürgermeister wurde ermächtigt, das Mulchen der gemeindlichen Gräben an den günstigsten Bieter zu vergeben.

    

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