Höchheim

Höchheim: Vereine zahlen nur noch 10 Cent für den Kubikmeter Abwasser

Die Gebühren für Abwasser wurden unlängst vom Höchheimer Gemeinderat drastisch gesenkt.
Foto: Stefan Lommatzsch | Die Gebühren für Abwasser wurden unlängst vom Höchheimer Gemeinderat drastisch gesenkt.

Die Gemeinde Höchheim unterstützt auch weiterhin die Ortsvereine durch den Erlass des Großteils der Abwassergebühren. Nach der Neuberechnung im Dezember müssen die Vereine jetzt nur noch 10 Cent pro Kubikmeter bezahlen, weil der Gemeinderat auch weiterhin an dem 2001 gefassten Beschluss festhält, die Gebühren bis zu einer Höhe von zwei Euro pro Kubikmeter zu erstatten.

In den letzten Jahren betrug der Abwasserpreis stolze 3,88 Euro, was für die Vereine eine Gebühr von 1,88 zur Folge hatte. Nach der Neuberechnung beträgt der Kubikmeterpreis aber nur noch 2,10 Euro. Eine echte Ersparnis in klingender Münze springt für die Vereine aber nicht heraus, weil wegen der Pandemie das Vereinsleben eh weitgehend ruht und somit in Vereinsräumlichkeiten auch nur wenig Abwasser zustande kam.   

Kalkulation mit zu hohen Zahlen

Der große Unterschied im Abwasserpreis beruhte auf einer Kalkulation mit zu hohen Zahlen, erklärte Bürgermeister Michael Hey im Gespräch mit dieser Redaktion. Man sei vor Jahren von viel höheren Investitionen ausgegangen, was dazu geführt habe, dass sich immer mehr Guthaben aufgebaut habe. Weil aber Wasser- und Abwasseranlagen zu den kostendeckenden Einrichtungen zählen, einigte man sich im Gemeinderat darauf, das zu viel eingenommene Geld binnen der nächsten zwei Jahre durch die drastisch auf 2,10 Euro gesenkte Gebühr für den Kubikmeter zurückzuzahlen. Für die Zeit danach rechnet Hey aber wieder mit steigenden Gebühren, weil Investitionen ins Kanalnetz anstehen.           

3000 Ziegel für die neue Dacheindeckung der Leichenhalle

Die rund 3000 Ziegeln und das übrige Material für die neue Dacheindeckung der Leichenhalle in Rothausen will die Gemeinde von der BayWa AG beziehen, weil von dort das günstigste Angebot über 2100 Euro abgegeben wurde. Nichts einzuwenden hatte der Gemeinderat hinsichtlich des Baus einer landwirtschaftlichen Mehrzweckhalle in der Gemarkung Rothausen. Dort steht bereits eine Feldscheune. Die Entscheidung liegt aber beim Landratsamt. Ebenfalls keine Einwände gab es zum Bebauungsplan Am Oberbach in Saal. Zurückgestellt wurde dagegen der Antrag auf Abbruch eines Einzeldenkmals im Rahmen der Initiative "Innen statt Außen", weil das Vorhaben nicht so rechtzeitig gemeldet wurde, um in der Sitzung behandelt werden zu können.    

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