Stetten

"Jim O'Hara“ höchstpersönlich holt sich den Sieg in Stetten

Der Stifter des Jim O'Hara-Cups, Burkard Schmidt, siegte beim diesjährigen digitalen 'Jim O'Hara-Cup'. Die Lachmuskeln wurden beim digitalen Format des sportlichen Wettkampfs mächtig strapaziert.
Foto: Silke Löhler | Der Stifter des Jim O'Hara-Cups, Burkard Schmidt, siegte beim diesjährigen digitalen "Jim O'Hara-Cup". Die Lachmuskeln wurden beim digitalen Format des sportlichen Wettkampfs mächtig strapaziert.

Der sportliche Höhepunkt um den Jahreswechsel herum in Stetten hat einen Namen: "Jim O'Hara-Cup". Dahinter verbirgt sich ein zur Tradition gewordenes Kegelturnier des TSV Concordia Stetten für jedermann, das seit anderthalb Jahrzehnten für Spaß und Action im Vereins- und Dorfleben sorgt und aus dem Rhön-Ort nicht mehr wegzudenken ist. Erst recht nicht in Corona-Zeiten. Mit einem einfallsreichen "digitalen" Jim O'Hara-Cup versüßte die Kegelabteilung den Corona-Alltag. Hier wurde auch möglich, was vorher unmöglich erschien: Der Stifter des Jim O'Hara-Cups "Jim O'Hara" höchst selbst räumte den Pokal ab – oder soll man in diesem Jahr eher sagen: die Goldene Ananas?

"Wir sind total aus dem Häuschen", schwärmt Silke Löhler, die Spartenleiterin der Abteilung Kegeln des TSV Concordia Stetten. Nie hätten sich die TSV'ler träumen lassen, dass das digitale Turnier auf so viel Zuspruch stieß und auf derart große Erheiterung. Denn eigentlich war es eine ganz spontane Idee. Eine Whats-App-Gruppe für den Deutschrock-Abend der Kegelabteilung am Gründonnerstag habe es gegeben. Hier sei die Idee kurzerhand entstanden. "Drei Tage vorher wussten wir noch nicht, wie wir den Jim O'Hara-Cup durchführen", erklärt die aktive Abteilungsleiterin.

Spannender Wettbewerb mit 26 Teilnehmern

Doch schließlich waren 26 Teilnehmer da, die die digitale Herausforderung annahmen und den Spaß mitmachen wollten. Die Idee war, den Turnierablauf genauso zu gestalten wie beim richtigen sportlichen Wettbewerb. Es gab eine Vorrunde, danach ein K.O.-System mit Achtelfinale, Viertelfinale, Halbfinale bis zum Finale. Beim Kegeln wurden zehn Schübe auf die Volle gekegelt und zehn auf Abraum. 

Für jedes Match haben sich die Verantwortlichen dann äußerst ideenreiche und fantasievolle Spiele ausgedacht. So sollten die Duelle entschieden werden durch Kegeln im Hof mit Holzscheiten und Fußball, durch Luftgewehr schießen, durch ein Kartenspiel, das nur die Zahlen 0-9 enthielt, durch Bowling an der Wii, durch ein Würfelspiel oder ein umgeändertes Roulette. Oder es mussten 99 Bausteine aus einem Spielzeug-Bagger in eine Tupperschüssel gekippt werden.

Eröffnungsspiel mit dem Bürgermeister

Die 13 Vorrunden-Partien wurden gelost. Glücksfeen waren die Kinder von Spartenleiterin Silke Löhler, Lenny und Lilly. Zusätzlich wurde zu jeder Partie, von allen Teilnehmern, ein Kommentator ausgelost. Der zugeloste Kommentator hatte die Aufgabe, das jeweilige Duell zu moderieren und zu entscheiden. Los ging es am Samstag um 17 Uhr. Das Eröffnungsspiel trugen Bürgermeister Thilo Wehner und sein Stellvertreter Dietmar Zink unter Aufsicht von Kommentator Peter Hippeli mit einem ausgefuchsten Brettspiel aus. Bürgermeister Wehner erzielte 100 Punkte, 2. Bürgermeister Zink "nur" 98. Letzterer hatte jedoch das Glück, über die "Lucky Losers" doch noch ins Achtelfinale zu kommen und dann bis ins Halbfinale vorzustoßen. Thilo Wehner schied im Achtelfinale, das am Sonntag ausgetragen wurde, aus.

Am Sonntagnachmittag war dann das Finale angekündigt. Bürgermeister Thilo Wehner und Vorstand Oliver Zehe sprachen Grußworte, der Countdown wurde eingeleitet und die Deutschlandhymne erklang. Alle Teilnehmer standen zu Hause auf und sangen. Danach wurde der Kampf zwischen den Finalisten Burkard Schmidt (Jim O'Hara) und Christian Ansorg freigegeben. Es siegte der Glücklichere: Wer die höhere Nummer von den Böden von Nagellack-Fläschchen zog, war zum Schluss der Sieger dieses außergewöhnlichen Turniers. Sein Name: Der Stifter des Jim O'Hara-Cups selbst: Burkard Schmidt.

Stifter des Pokals gewinnt den Wettbewerb

Da "Jimmy" derzeit erkrankt ist konnte Silke Löhler nicht gleich wie eigentlich geplant vorbei fahren und dem glücklichen Gewinner die "goldene Ananas" (statt dem Jim O’Hara-Cup) verleihen. Dafür erhielten noch am Sonntag Christian Ansorg als Zweiter sowie Michael Fischer als Dritter ihre Preise, jeweils gesponserte Leckereien der örtlichen Brauerei. Die Übergaben wurden entsprechend dokumentiert und in die Gruppe gestellt.

Überhaupt sei im Vorfeld des Turniers reger Betrieb in der Whats-App-Gruppe gewesen. Viele tolle Bilder wurden in die Gruppe gestellt, aber auch witzige Spielstrategien ausgearbeitet und lustige Sprüche mit Bezug auf so allerlei Vereinserlebnisse in den letzten Jahren geklopft. "So etwas gibt es nur in Steede", so der stellvertretende Bürgermeister Dietmar Zink. "Die Lachmuskeln wurden mal so wieder richtig in Anspruch genommen und es war ein tolles Gemeinschaftsgefühl", stellte Silke Löhler zum Schluss zufrieden fest.

Kreativ: Die Spiele, die sich die Verantwortlichen kurzerhand für den digitalen 'Jim O'Hara-Cup' ausgedacht haben, waren äußerst einfallsreich.
Foto: Silke Löhler | Kreativ: Die Spiele, die sich die Verantwortlichen kurzerhand für den digitalen "Jim O'Hara-Cup" ausgedacht haben, waren äußerst einfallsreich.
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