Wechterswinkel

Junge Talente auf der Bühne im Kloster Wechterswinkel

Stolz kann Schulleiter Frank Stäblein (hinten links) auf die Talente der Kreismusikschule blicken, die sich beim Konzert in Wechterswinkel von ihrer besten Seite zeigten.
Stolz kann Schulleiter Frank Stäblein (hinten links) auf die Talente der Kreismusikschule blicken, die sich beim Konzert in Wechterswinkel von ihrer besten Seite zeigten. Foto: Klaus-Dieter Hahn

Mit einem Schülerkonzert der Kreismusikschule kehrte wieder Live-Musik in das Kreiskulturzentrum ein. Frank Stäblein, der Leiter der Kreismusikschule, bezeichnete die Darbietungsform zwar als Notlösung, aber unter den gegebenen Umständen als durchaus ok. Immerhin habe man gegenüber der letzten Veranstaltung, als vor einer Woche der Künstlerin auch nur ein Zuhörer gegenüber saß, bei nun zulässigen 60 Besuchern ein gewaltiges Plus". Sicherlich aber wären "zu normalen Zeiten" weit mehr als 100 Zuhörer gekommen.

Die Gäste erlebten ein Konzert der Extra-Klasse, zum großen Teil höchst anspruchsvolle Darbietungen exzellenter Nachwuchskünstler, die große musikalische Hoffnungen wecken. "Wir wollen jedes Talent im Landkreis tatkräftig unterstützen", hatte Frank Stäblein bei der Begrüßung deutlich gemacht. Und  welch hochkarätige Talente in Rhön-Grabfeld beheimatet sind, konnte man fast zweieihalb Stunden lang in vollen Zügen bewundern. Dabei waren dies nur einige der Talente an der Kreismusikschule. Am kommenden Sonntag (17 Uhr) stellen dann weitere Hochbegabte in der zweiten Auflage des Schülerkonzertes ihr Können vor der Öffentlichkeit unter Beweis.

Lea Schinski präsentierte sich als Multitalent

Insgesamt elf Jugendliche, junge Frauen und Männer präsentierten sich bei diesem Konzert. Mit dem erst neunjährigen Kornelius Kreuzer aus der Klasse von Frank Stäbein legte der jüngste Akteur gleich großartig auf der Marimba los. Bei den beiden Stücken "Ballade für Petra" und "Der kleine Paganini"  ließ er die Klöppel nur so über das Instrument wirbeln. Als Multitalent präsentierte sich Lea Schinski. Nicht nur am Klavier ("Das Wächerlied" und "Prélude e-moll" von Frédéric Chopin) machte die Schülerin von Wolfgang Klösel, sondern auch mit ihrer Violine (Lehrerin: Susanne Aengeneyndt) eine sehr gute Figur.  Mit Antonio Vivaldis "Violinkonzert a-moll" verzauberte Julia Emmerling, die ebenfalls der Klasse von Susanne Aengeneyndt angehört.

Zauberhaft wurde es mit Cecilia Schwen, ihrer Harfe und den Stücken "The ministrel's adieu to his native Land und dem melodiösen "Acaléphes". Dass  man diesem himmlischen Instrument auch ganz andere Töne entlocken kann, stellte die junge Künstlerin dann mit dem manchmal zornigen, aggressiven "Leggenda d'amore" unter Beweis. Zuvor hatte Maximilian Kreuzer (Klasse von Jaroslaw Kantorski) wahrhaft meisterlich auf der Konzertgitarre Werke von John Dowland, von Stanislaw Mronski und von Fernando Sor vorgetragen. Eine tolle Leistung lieferte Maximilian Werner aus der Klasse von Julia Meschederu mit der Darbietung von der "Etude c-moll – Opus 10 Nr. 12" von Frédéric Chopin am Steinway-Flügel ab.

Jagd auf den weißen und schwarzen Tasten

Rosa Braun  (Klasse: Susanne Aengeneyndt) präsentierte sich mit ihrer Violine bei der "Sonatine G-Dur op. 100 1. Satz Allegro Risoluto" von Antonin Dvorak als hervorragendes Talent. Einen besonderen Farbtupfer in der Gesellschaft von Streichern, "Zupfern" und "Tastenjongleuren" stellte Louis Kaiser mit seiner Tuba dar. Ganz große Klasse zeigte der Schüler von Thomas Eckert mit der "Sonata No. 6 Adagio und Allegro" und dem "Tuba-Konzert Andante und Rondo". Restlos begeistert verfolgte das Publikum den Auftritt der jungen Na Zhan (Schülerin von Wolfgang Klösel), deren Jagd auf den weißen und schwarzen Tasten des Klaviers schon bei der "Sonatine C-Dur 1. Satz Allegro" atemberaubend war. Doch was sie dann beim "Root Bear Rag" von Billy Joel bot, war schlicht und einfach grandios.

Max Seifert ließ es zum Abschluss des Konzerts an den Drums mit "Caramba" von Eckhard Kopetzki und "Too fast to follow" von Sönke Herrmannsen noch einmal so richtig fetzen. Natürlich war da sein Lehrer Frank Stäblein stolz auf seinen Schüler. Und damit allen Zuhörern aus dem Herzen sprach: "Der kulturelle Pulsschlag unseres Landkreises schlägt endlich wieder höher."

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