Mellrichstadt

Kein Skywalk in der Rhön

Nach dem Aus für den schiefsten Turm der Welt auf der Hohen Geba wird es nun wohl auch keinen Skywalk Rhön geben. Wie das Meininger Tageblatt (MT) berichtet, hat die Gemeinde Unterweid den Förderantrag für das Projekt zurückgezogen.

Die geplante neue Aussichtsplattform zählte zum Landesförderkonzept für die Thüringer Rhön, ebenso wie der Aussichtsturm „Noahs Segel“. Dieser war im Sommer 2017 auf dem Ellenbogen bei Oberweid eröffnet worden. Der 20 Meter hohe Turm ist wie ein Segel gestaltet und beinhaltet eine Aussichtsplattform samt Rutsche. Noahs Segel ist Teil eines Konzepts, mit dem der Tourismus in der Region gestärkt werden soll. Dazu gehören auch die 2015 eingeweihte Arche Rhön in der Erlebniswelt Rhönwald und der Entdeckerpfad Hohe Rhön. Ein Skywalk am Weinberg im benachbarten Unterweid sollte noch folgen.

Fehlende Mittel

Aus diesen Plänen wird wohl auf absehbare Zeit nichts werden. Der Gemeinderat Unterweid hat den Förderantrag auf Anregung der Thüringer Aufbaubank zurückgezogen, heißt es im Meininger Tageblatt. Wie weiter berichtet wird, scheint das Projekt auch auf längere Sicht wegen mangelnder Mittel der Gemeinde nicht umsetzbar, sodass der Weg frei gemacht werde für die Förderung anderer Projekte durch den Freistaat Thüringen. In den vergangenen fünf Jahren hatten sich die veranschlagten Kosten für den Skywalk von 300 000 auf nunmehr 1,6 Millionen Euro mehr als verfünffacht – ein zu hoher Preis für die Gemeinde, die einen Eigenanteil an der Attraktion hätte zahlen müssen.

Ideenwettbewerb für die Hohe Geba

Ob dann in diesem Jahr ein ebenfalls geplanter Touristenmagnet auf der Hohen Geba gebaut wird? Im Kreistag Schmalkalden-Meiningen war im Juni 2017 der Beschluss gefasst worden, einen Ideenwettbewerb für eine neue Attraktion auf dem zweithöchsten Berg der thüringischen Rhön auszuloben, die als Ersatz für den Schiefen Turm dienen soll. Wie das Meininger Tageblatt schreibt, will der Kreistag an diesem Donnerstag einen solchen Wettbewerb auf den Weg bringen. Dabei sollen unter Federführung des Büros Drees und Huesemann (Bielefeld) bis zu 20 Architekturbüros ihre Vorschläge einreichen.

Fünf Büros stehen schon fest

Fünf Wettbewerber sind schon nominiert. Dazu gehört das Architekturbüro Matthias Leicht aus Bad Neustadt, das Noahs Segel auf dem Ellenbogen entworfen hat. Auch das Büro Bießmann und Büttner aus Schmalkalden ist dabei, das den Schiefen Turm auf der Hohen Geba geplant hatte. Weiterhin sind laut MT die Büros Gössinger und Scharfenberger aus Meiningen, Hoffmann, Seifert und Partner aus Suhl sowie die Sinai Gesellschaft von Landschaftsarchitekten Berlin im Rennen. 15 weitere Bewerber werden im Losverfahren bestimmt, heißt es. 

Zwölf bis 15 Millionen Euro will der Landkreis Schmalkalden-Meiningen laut Pressebericht für die neue Touristenattraktion springen lassen. 14 Millionen Euro hätte der Schiefe Turm kosten sollen, der bekanntlich per Bürgerentscheid gefällt wurde.

 

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