Roth

Kirche in Roth: Zeuge eines gesamten Menschenlebens

Sie alle kümmerten sich um die Vorbereitung und Durchführung des 60. Jubiläums der Kirche St. Antonius in Roth. Von links: Küster Thomas Krick, Pfarrvikar Piotr Bruski, Pfarrgemeinderatsvorsitzende Brigitte Fischer, Pfarrgemeinderatsmitglied Doris Link, „Alt“-Ministrant Michael Hock, Wortgottesdienstleiterin Bea Hock, „Alt“- Ministrant Burkard Fischer, stellvertretender Kirchenverwaltungsvorstand Matthias Trabert, Gemeindereferentin Michaela Köller und Organist Manuel Kümmeth aus Heufurt.
Foto: Brigitte Gbureck | Sie alle kümmerten sich um die Vorbereitung und Durchführung des 60. Jubiläums der Kirche St. Antonius in Roth.

Festlich geschmückt mit Fahnen und Bäumchen war der Kirchenaufgang zu St. Antonius in Roth am Sonntag, es wurde das 60. Jubiläum gefeiert. Den Gottesdienst ansprechend vorbereitet hatten Gemeindereferentin Michaela Köller, Wortgottesdienstleiterin Bea Hock und Mitglieder von Pfarrgemeinderat und Kirchenvorstand.

In einem kurzen Anspiel erinnerten Frauen des Vorbereitungsteams mit Bildern an den Kirchenbau vor 60 Jahren. Am 26. Juli 1959 wurde der Grundstein gelegt, durch viele Arbeiten und Spenden der Bau unterstützt. Ein Bild zeigt die Einweihung der Kirche am 25. September 1960. Weihbischof Alfons segnete und weihte den Altar.

Überraschung gelungen: Küster Thomas Krick, der seit seinem 16. Lebensjahr (nunmehr 31 Jahre) Küsterdienst in der Kirche Roth leistet, wurde von Wortgottesdienstleiterin Bea Hock gewürdigt.
Foto: Brigitte Gbureck | Überraschung gelungen: Küster Thomas Krick, der seit seinem 16. Lebensjahr (nunmehr 31 Jahre) Küsterdienst in der Kirche Roth leistet, wurde von Wortgottesdienstleiterin Bea Hock gewürdigt.

Dieses Jubiläum solle daran erinnern, dass Jesus Christus die Mitte der Kirche sei und die versammelte Gemeinde berufen habe, seine Kirche in der Welt zu sein, meinte Pfarrvikar Piotr Bruski. Unter Kirche sei nicht nur das Gebäude aus Steinen, sondern auch die versammelte Gemeinde zu verstehen, die sich glaubend um Jesus Christus schare. In seiner Predigt ging der Geistliche der Frage nach, was eine Kirche für diese kleine Gemeinde bedeute. Hier versammele sich die Gemeinschaft der Glaubenden und bedenke alle Stationen eines Menschenlebens. Ein Kind wird getauft und gefirmt, eine Ehe geschlossen, ein Verstorbener verabschiedet oder es werde seiner gedacht. "Gott begleitet unsere Tage und durchpulst mit seiner Kraft unser schwaches Leben." Heute werde besonders bedacht, dass es auf der ganzen Welt Kirchen gibt, in denen überall das Gleiche geschehe. "Der Herr kommt in unsere Mitte. Das rote Licht beim Tabernakel zeigt an, dass hier die Eucharistie, das Zentrum der Christenheit, steht. An jedem Ort der Welt können wir dem Herrn nahe sein, wenn wir flehen, uns bei ihm freuen oder uns auch ausweinen", so Bruski. An diesem Jubiläum sollten sich die Gläubigen besonders daran erinnern, dass er ihnen nahe ist seit 60 Jahren, seit diese Kirche gebaut und geweiht wurde.

Wenn die Gottesdienste Feste sind

Bea Hock erzählte ihren Traum von einer Gemeinde nach einem Text des dänischen Philosophen und Theologen Sören Kierkegaard und ergänzte: „Ich träume von einer Gemeinde, in der die Gottesdienste Feste sind, bei denen sich alle wohlfühlen, bei denen sie Kraft bekommen für ihren Alltag, bei denen eine richtige Gemeinschaft entsteht, bei denen jeder mitmachen kann. Ja, ich habe einen Traum: wenn einer allein träumt, ist es nur ein Traum, aber wenn viele gemeinsam träumen, dann ist es ein Beginn.“

„Willst du froh und glücklich leben, lass kein Ehrenamt dir geben“ oder „Soll dein Kopf dir nicht mehr brummen, lass das Amt doch and’ren Dummen“. So zitierte Michaela Köller Wilhelm Busch. Was wäre mit dem Gotteshaus, wenn in den letzten 60 Jahren die Menschen hier so gedacht hätten? Viele hätten mitgesorgt, dass heute dieses Jubiläum begangen werden könne. Einen griff sie besonders heraus: den aktuellen Küster Thomas Krick, dem seine Heimatkirche auch über den Kirchturm hinaus seit vielen Jahren ein großes Anliegen sei. Seit seinem 16. Lebensjahr ist er Chef in der Sakristei, ist Totengebetsleiter und in verschiedenen Gremien engagiert. Habe sich gekümmert, sei einfach da, wenn Rat und Hilfe gebraucht werde. Manchmal wäre es sinnvoll gewesen, sein Bett hier in der Kirche aufzuschlagen, meinte die Gemeindereferentin humorvoll. Sie sagte ihm ein herzliches Vergelt’s Gott für seine Arbeit, seine Ideen und Offenheit, seine Spontaneität und unkomplizierte Zusammenarbeit. Neben dem Applaus der Kirchengemeinde gab es einen Geschenkkorb.

Dank an alle Engagierten

Am Ende des Gottesdienstes bedankte sich Pfarrvikar Bruski bei allen, die diesen Gottesdienst mitgestaltet und vorbereitet hatten, besonders bei Gemeindereferentin Michaela Köller und dem gesamten Team. Es habe gezeigt, dass es in Roth die lebendigen Steine seien, die diese Gemeinde ausmachen. Dank sagte er auch der „alten“ Ministrantentruppe, die schon als kleine Kinder mit dem Dienst anfingen und bis heute nichts verlernt hätten. Ein letztes Dankeschön ging an den Organisten Manuel Kümmeth aus Heufurt.

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