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Kläranlage Nordheim auf dem Prüfstand

Die Kläranlage in Nordheim: Sanierung oder Anschluss an den AZV 'Mellrichstädter Gruppe'? Voraussichtlich im kommenden Jahr wird eine Entscheidung beim AZV 'Obere Streu' fallen.
Foto: Eva Wienröder | Die Kläranlage in Nordheim: Sanierung oder Anschluss an den AZV "Mellrichstädter Gruppe"? Voraussichtlich im kommenden Jahr wird eine Entscheidung beim AZV "Obere Streu" fallen.

Keine außergewöhnlichen Maßnahmen sind heuer beim Abwasserzweckverband (AZV) "Obere Streu" geplant. Der von Niklas Hirsch, Kämmerer der Verwaltungsgemeinschaft Fladungen, vorgestellte Haushalt 2021 und die Finanzplanung für die Jahre 2020 bis 2024 wurden einstimmig verabschiedet. Die nächste Zeit wird die Verbandsversammlung allerdings beschäftigen, wie es in Zukunft weiter geht, ob die eigene Kläranlage saniert wird oder ein Anschluss an den benachbarten AZV "Mellrichstädter Gruppe" erfolgen soll.

Der Verwaltungshaushalt ist dieses Jahr mit 420 000 Euro angesetzt (Vorjahr: 368 500 Euro), der Vermögenshaushalt mit 75 000 Euro (VJ: 61 300 Euro). Der ungedeckte Betrag im Verwaltungshaushalt wird mit 353 600 Euro beziffert und erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um 55 700 Euro. Hinzu kommt die Abwasserabgabe in Höhe von 40 000 Euro. Die Umlagen, die die Mitgliedsgemeinden dafür zu leisten haben, belaufen sich (gerundet) für die Stadt Fladungen auf 135 900 Euro, die Gemeinde Nordheim 48 600 Euro, die Gemeinde Sondheim 47 300 Euro, die Stadt Ostheim (für den Ortsteil Urspringen) 19 100 Euro, die Gemeinde Hausen 79 500 Euro, die Gemeinde Frankenheim 59 000 Euro und die Gemeinde Melpers 4100 Euro.

Anlagen sind in die Jahre gekommen

Die Anlagen des AZV sind in die Jahre gekommen, deshalb ist zu ermitteln, ob eine Sanierung oder ein Anschluss an den AZV "Mellrichstädter Gruppe" in Betracht kommt. Für die Wirtschaftlichkeitsanalyse und Vorplanung hat man dieses Jahr im Vermögenshaushalt 55 000 Euro eingestellt. Daneben sind kleinere Investitionen für die Anschaffung von diversen Gerätschaften berücksichtigt. Für die Investitionsumlage werden die Mitgliedsgemeinden anteilig herangezogen, Fladungen trägt (gerundet) 25 900 Euro, Nordheim 9300 Euro, Sondheim 9000 Euro, Ostheim 3600 Euro, Hausen 15 200 Euro, Frankenheim 11 200 Euro und Melpers 800 Euro.

Wie der Verbandsvorsitzende, Nordheims Bürgermeister Thomas Fischer im weiteren Sitzungsverlauf berichtete, war im September in die Abwasseranlage des alten AZV "Roth- Stetten" eingebrochen und Vandalismusschäden hinterlassen worden. Man hat Anzeige bei der Polizei erstattet, die Verursacher konnten jedoch nicht ausfindig gemacht werden.

Generalsanierung oder Anschluss

Nachdem die gemeinschaftliche Kläranlage in die Jahre gekommen ist, stellt sich für den Verband die Frage, ob man die Verbandsanlagen generalsaniert, oder ob stattdessen ein Anschluss an den AZV "Mellrichstädter Gruppe" angestrebt werden sollte. Das Ingenieurbüro Hossfeld & Fischer aus Bad Kissingen befasst sich derzeit mit den erforderlichen Berechnungen und Wirtschaftlichkeitsanalysen. Die eigenen Anlagen würden derzeit auf Herz und Nieren geprüft, so Fischer, um festzustellen, was gemäß den gestiegenen wasserrechtlichen Anforderungen für eine Ertüchtigung und Modernisierung notwendig wäre. Gleichzeitig analysiere man die Möglichkeiten für einen Anschluss an den Nachbar-AZV. Dieser habe nach dem Wegfall des Kreiskrankenhauses Mellrichstadt und der Bundeswehr Kapazitäten frei.

Der AZV hat bereits im Frühjahr letzten Jahres einen Antrag auf Verlängerung der Betriebserlaubnis gestellt. Man hat einen Zeitplan über die weitere Vorgehensweise vorgelegt und die Aufsichtsbehörde hat den Worten des Vorsitzenden zufolge bislang keine Einwände erhoben. Voraussichtlich wird im Jahr 2022 über die Zukunft der Abwasserentsorgung entschieden. Ob ein Weiterbetrieb der Verbandsanlage oder ein Anschluss an Mellrichstadt – die Planungen sowie eine Sanierung bzw. ein Anschluss brauchen ihre Zeit. Man muss dafür einige Jahre rechnen.

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