Mellrichstadt

Kleine Gottesdienste am Abend vor der Gustav-Adolf-Kirche

Lektorin Jutta Kriegler aus Sondheim/Rhön zeltebrierte am Sonntagabend den kleinen Gottesdienst vor der Gustav-Adolf-Kirche.
Foto: Brigitte Gbureck | Lektorin Jutta Kriegler aus Sondheim/Rhön zeltebrierte am Sonntagabend den kleinen Gottesdienst vor der Gustav-Adolf-Kirche.

Das Gleichnis vom Pharisäer und dem Zöllner war Thema des Lukas-Evangeliums. Jesus erklärte darin, wer sich selbst erhöhe, werde erniedrigt und wer sich selbst erniedrige, werde erhöht. Jesus setze sich im Neuen Testament beinahe ausschließlich mit Pharisäern auseinander, begann Jutta Kriegler ihre Predigt. Aus gutem Grund ist die pharisäische Bewegung für Jesus die einzige ernst zu nehmende religiöse Erneuerungsbewegung in ihrer Zeit und ist es in ihren Grundsätzen bis heute. Das ganze Leben sollte aus Gott heraus und nach seinem Willen geführt werden.

Auch die Pharisäer wandten sich gegen einen laxen Umgang mit den Geboten. Jesus nimmt wie die Pharisäer die Heilige Schrift sehr ernst und sucht wie sie hinter jedem Satz nach dem Sinn. Er diskutiert mit ihnen darüber, was das größte Gebot ist. Beide sind sich einig, Gott und seine Menschen zu lieben, darum geht es im Leben. Liebe meint hier kein Gefühl, sondern konkrete Hilfe an dem, der sie gerade braucht. Am barmherzigen Samariter werde das am deutlichsten. Dem Nächsten zu helfen, das sei wahrer Gottesdienst. „Du sollst Gott, deinen Herrn, von ganzem Herzen, von ganzer Seele und von ganzem Gemüte lieben und deinen Nächsten wie dich selbst“, so antwortete Jesus einem Schriftgelehrten auf die Frage nach dem vornehmsten Gebot im Gesetz.

In jedem Sonntagsgottesdienst würden wir bekennen, was wir getan und unterlassen haben. Aus eigener Kraft können wir nichts und beten mit den Worten: Gott sei uns Sündern gnädig. Alle beide, Pharisäer und Zöllner, brauchen Gottes Vergebung. Gott biete sie an, verdeutlichte Kriegler. Und: Der Mensch, der für Gott zählt, ist der Mensch in der Gegenwart. Gott rechnet nicht Schuld und auch nicht Verdienst an. Vor ihm stehen wir in jedem Moment wie neu geschaffen vor dem Baum der Erkenntnis.

Den Gottesdienst musikalisch gestaltete Waltraud Kihn an der Orgel. Zum Abschied wies Jutta Kriegler noch auf den kommenden Sonntag hin, an dem um 10 Uhr wieder Pfarrer Andreas Werner den kleinen Gottesdienst halten werde.

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