Fladungen

Kreisel statt Kreuzung: Wieder freie Fahrt in der Rhön

Das Band ist zerschnitten, der Verkehr kann wieder rollen: Über die Freigabe des neuen Kreisverkehrs in der oberen Rhön freuten sich (vorne, ab Fünfter von links) Landrat Thomas Habermann, Mellrichstadts zweiter Bürgermeister Thomas Dietz, Fladungens Bürgermeisterin Agathe Heuser-Panten, Hausens Bürgermeister Fridolin Link, Pfarrerin Christel Kupfer, der stellvertretende Landrat Hans-Peter Suckfüll, Pastoralreferentin Iris Will-Reusch, Tim Kotschate von der Strabag und Benjamin Bühner, Leiter des Tiefbauamts Rhön-Grabfeld.
Foto: Brigitte Gbureck | Das Band ist zerschnitten, der Verkehr kann wieder rollen: Über die Freigabe des neuen Kreisverkehrs in der oberen Rhön freuten sich (vorne, ab Fünfter von links) Landrat Thomas Habermann, Mellrichstadts zweiter ...

Ein Unfallschwerpunkt im Landkreis wurde entschärft: Am Freitagvormittag wurde der neue Kreisel zwischen Fladungen und Hausen offiziell eingeweiht.

Landrat Thomas Habermann begrüßte zahlreiche Ehrengäste – leider seien keine Vertreter des Staatlichen Bauamts darunter, bedauerte der Kreischef und konnte sich einen Seitenhieb nicht verkneifen: „Dann hätten die Herren einmal sehen können, wie schnell der Landkreis einen Kreisel baut.“ In nur drei Monaten Bauzeit kann der Verkehr am Kreuzungspunkt der Kreisstraßen NES 26 und NES 28 wieder fließen.

Grunderwerb ging reibungslos vonstatten

An der Kreuzung hatte es in den letzten 30 Jahren viele schwere, auch tödliche Unfälle gegeben. Darum habe man im Kreisausschuss beschlossen, einen Kreisverkehr zu bauen. 40 Meter Durchmesser misst der Kreisel bei einer Fahrbahnbreite von 7,5 Metern. Die Anschlussstrecken bis zum Eisgraben und an den Abzweigungen wurden mitausgebaut und erneuert. Habermann dankte den Bürgern, Fladungens Stadtchefin Agathe Heuser-Panten und Hausens Bürgermeister Fridolin Link dafür, dass der Grunderwerb reibungslos vonstatten ging. Er führte Negativbeispiele im Landkreis an, wo verkaufsunwillige Grundstückseigentümer Maßnahmen blockieren.

Im Frühjahr 2017 wurde die Maßnahme ausgeschrieben, Baubeginn war der 24. April. In drei Monaten ist alles fertiggestellt worden – „die Kommunen sind einfach gut und schnell“, so der Kreischef. Dank galt auch der Firma Strabag für die gute Zusammenarbeit und reibungslose Abwicklung der Maßnahme. Planung, Ausschreibung, Bauleitung und Überwachung sind durch das Tiefbauamt des Landratsamts erfolgt. Danke sagte Habermann auch dem Kreisbauhof für die gute Leistung.

Kostenpunkt: 700 000 Euro

Knapp 700 000 Euro kostet die Maßnahme, dazu gab es eine staatliche Zuwendung von 400 000 Euro. Ohne diese Unterstützung hätte die Maßnahme nicht durchgeführt werden können, so Habermann. Schließlich betonte er, dass von den Bürgern vor der Planung das eindeutige Votum für den Kreisel kam. Für die Zukunft wünschte er unfallfreie Fahrt auf den Straßen aus allen Richtungen – von Fladungen, Stetten, Nordheim und Hausen.

Vor ungefähr zwei Jahren hatte es an der Kreuzung die letzten zwei Todesopfer gegeben, sagte Bürgermeisterin Agathe Heuser-Panten. Danach seien Fridolin Link und sie im Landratsamt vorstellig geworden und hätten gefordert, dass etwas geschehen müsse. Glücklicherweise habe man auf den Kreistag zählen können. Bürgermeister Fridolin Link bezeichnete es als historischen Tag, diesen ersten Kreisverkehr in der oberen Rhön einzuweihen. Er hofft, dass es hier nun keine Unfälle mehr geben wird.

Polizei befürwortet Maßnahme

Klaus-Dieter Sopp als Vertreter der Polizeiinspektion Mellrichstadt merkte an, dass sich viele für diesen Kreisel „aus dem Fenster gelehnt“ und um die Realisierung der Maßnahme bemüht hätten. Kurios sei, dass die Fladunger immer von der „Häusemer Kreuzung“ und die Hausener von der „Fladunger Kreuzung“ sprechen, wenn es um diesen Ort gehe, an dem schon viele schwere Unfälle passiert sind. Die Polizei stand hinter der Maßnahme, versicherte er.

Tim Kotschate dankte im Namen der Firma Strabag für den Auftrag und sagte, dass die Baumaßnahmen gut und reibungslos geklappt haben.

Pfarrerin Christel Kupfer und Pastoralreferentin Iris Will-Reusch stellten in ökumenischer Eintracht Heufurt, Stetten, Hausen und Fladungen unter den Schutz und Segen Gottes. Nach dem Zerschneiden des obligatorischen Bandes konnte der Verkehr dann wieder fließen.

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