Mellrichstadt

Kreiskaninchenzüchter sind gut aufgestellt

Zuchtwart Karl-Heinrich Weber hat es mit seinen Meißner Widder Havanna (eine aussterbende Rasse) auf 16 Jungtiere der Häsin gebracht (Fotos von Vereinsschauen in Hendungen)
Foto: Brigitte Gbureck | Zuchtwart Karl-Heinrich Weber hat es mit seinen Meißner Widder Havanna (eine aussterbende Rasse) auf 16 Jungtiere der Häsin gebracht (Fotos von Vereinsschauen in Hendungen)

24 Vertreter aus neun Ortsvereinen des Kreisverbands der Kaninchenzüchter trafen sich zu ihrer Frühjahrsversammlung im Vereinsheim Steinmühle in Mellrichstadt. Anstelle des verhinderten Kreisvorsitzenden Patrick Elting begrüßte der 2. Vorsitzende Karl-Georg Schmitt besonders den Ehrenkreisvorsitzenden Justin Koletnik. Patrick Elting ließ sich entschuldigen, da er auf der europäischen Preisrichterschulung Kaninchen in Berching war. Schriftführer Dominik Werner verlas das Protokoll der Herbstversammlung.

Stärkste Rasse im Kreisverband sind die Rhönkaninchen. Patrick Elting und Justin Koletnik punkteten damit auf der Landesschau
Foto: Brigitte Gbureck | Stärkste Rasse im Kreisverband sind die Rhönkaninchen. Patrick Elting und Justin Koletnik punkteten damit auf der Landesschau

Laut Karl-Georg Schmitt wies der Kreisverband am Ende des Jahres 256 Mitglieder aus. Damit sei der Verein noch gut aufgestellt. Bis auf das Amt des Jugendleiters seien alle Posten besetzt. Jedoch sollten die Weichen für die Zukunft gestellt werden. Vor über zehn Jahren habe er angeregt, sich für neue Wege zu öffnen. Damals hieß es „bei uns passt alles, wenn nicht, dann müssten die anderen auf uns zugehen“. Inzwischen habe man gelernt, dass dies nicht der Fall war. 2013 wurde keine Vorstandschaft zusammengebracht. Den Posten des Jugendleiters hat  Elting kommissarisch übenommen. „Der macht das schon“, hieß es. Das sei die falsche Einstellung. Wenn aus dem Kreisverein Rhön-Grabfeld nicht mehr aktiv am Kreisjugendring mitgearbeitet würde, hätte dies negative Konsequenzen für die Bezirksjugend. Hier würden Mittel fließen, die der unterfränkischen Jugend zugutekommen. Es gebe Zuschüsse für Landesjugendzeltlager oder Ausstellungen. Vielleicht würde sich ja doch jemand zum Wohle des Nachwuchses und zum Fortbestand des Hobbys für den Posten bereit erklären.

Erfolgreiche Schauen in 2018

Neben den Vereinsschauen wurde in Hendungen eine hervorragende Kreisschau der Vereine der Rassekaninchenzüchter ausgerichtet. 406 Rassekaninchen wurden gezeigt, 50 mehr als im Vorjahr. Saisonhöhepunkt war die Landesschau in Ulm, die viele Züchter aus dem Kreisverein beschickten. Die Kameradschaft, die sich Patrick Elting zu Beginn seiner Amtszeit gewünscht hat, sei nach und nach gewachsen. Kassenverwalter Ronald Behm legte die Finanzen dar, Kassenprüfer Bernhard Then führte die einstimmige Entlastung der Vorstandschaft herbei.

Zuchtwart Karl-Heinrich Weber berichtete von 64 Zuchten, die im letzten Jahr mit 116 Rammlern, 217 Häsinnen und 1.128 Jungtieren eingesetzt wurden, das bedeutet 17,6 Tiere pro Zucht. Je Häsin, die im Kreisverein gehalten wird, würden nur 5,2 Jungtiere gezüchtet. Das liege daran, dass die Kaninchen nicht als Wirtschaftsrasse betrachtet würden. Deshalb lässt man Häsinnen zweimal decken und dann würden sie leer laufen. 16 Rassen hätten vier und weniger Jungtiere hoch gebracht. Stärkste Rasse im Kreisverband seien die Rhönkaninchen, von ihnen wurden 334 Häsinnen gehalten, 16 Rammler und 199 Tiere nachgezogen. Seine Meissner Widder (eine aussterbende Rasse) haben es auf 16 Jungtiere der Häsin gebracht. Vizemeister bei der Landesschau wurden Gerold Werner mit Sachsen Gold und 386,0 Punkten, Patrick Elting mit Rhönkaninchen und 386,5 Punkten, Vizemeister Rhönkaninchen Justin Koletnik mit 386,5 Punkten, Landesmeister Farbenzwerge Havanna Daniel Kirchner mit 387 Punkten und Vizemeister Helmut Fritzges mit Zwergwidder wildfarben und 385 Punkten.

Erich Geis hat einen Punkt mehr als der bayerische Meister

Auf der Kreisschau gemeinsam mit Haßfurt wurden 400 Tiere ausgestellt. Bis zu fünf Kreismeister-Titel sind in den Kreis Rhön-Grabfeld gegangen. Justin Koletnik merkte an, dass es im Kreis auch Zwergkaninchen gibt, die hätten automatisch schwächere Würfe, das führe gesamt gesehen zur relativ niedrigen Wurfzahl der Häsinnen. Erich Geis wies darauf hin, dass Klemens Fuchs bayerischer Meister mit Farbenzwergen weißgrannenfarbig schwarz im Katalog gelistet, auf der Ausstellung aber nicht benannt wurde. Er hatte einen Punkt mehr als der angegebene bayerische Meister.

Aktuell sind im Kreisverein 19 Jugendliche in sieben Jugendgruppen organisiert. Ein Übertritt zu den Senioren und zwei Neuaufnahmen waren zu verzeichnen. Brendlorenzen hat wieder eine Jugendliche. Der Hendunger Verein hat mit acht Jugendlichen die größte Gruppe im Kreis. Verschiedene Sitzungen fanden statt, auch Verbandsspitzengespräche. Bettina Kaiser besuchte in Münsterschwarzach einen Lehrgang, um die Julika (Jugendleiterkarte) zu erwerben. Auf der gemeinsamen Landeskaninchenschau holte Florian Fuchs aus Hendungen den Landesjugendmeistertitel, der zwar nicht im Katalog aufgeführt, aber im Nachgang zuerkannt worden war.

Im Vereinsheim der Mellrichstädter Kleintierzüchter, der Steinmühle, fand die diesjährige Frühjahrsversammlung der Kreiskaninchenzüchter statt
Foto: Brigitte Gbureck | Im Vereinsheim der Mellrichstädter Kleintierzüchter, der Steinmühle, fand die diesjährige Frühjahrsversammlung der Kreiskaninchenzüchter statt

Die Bezirksversammlung findet am 07.04.2019 im Sportheim Birnfeld statt. Die Bezirksschau am 30.11./01.12.2019 in Großlangheim ist die größte Schau nach den Vereinsschauen in diesem Jahr. Jedes Mitglied darf ausstellen. Bezirksmeister kommen nur auf Tiere aus Unterfranken. Die Bundeskaninchenschau in Karlsruhe findet am 16.12.2019 ohne Tierzahlbegrenzung statt.

Zusammenschluss mit den Haßbergen und Schweinfurt möglich 

Allgemein informierte Karl-Georg Schmitt, dass sich die Kreisvereine Schweinfurt und Haßberge einen Zusammenschluss vorstellen könnten. Vorausgesetzt, die Mitglieder im Kreisverein Rhön-Grabfeld wollen dies und geben der Vorstandschaft den Auftrag, hierfür weitere Gespräche zu führen. Die Kreisvorstände von Schweinfurt und Haßberge seien auf Patrik Elting zugekommen und hätten in ihren Kreisvereinen das selbe Problem. Möglich wäre, dass man, wie jetzt mit den Haßbergen im Zweijahresrhythmus, dann zu dritt jedes Jahr Kreisschauen ausrichtet. Aber generell müssten erst Gespräche geführt werden. Justin Koletnik sprach sich für einen Zusammenschluss aus und damit die Last auf mehrere Schultern zu verteilen. Patrick Elting soll also weiter verhandeln.

Karl-Georg Schmitt gab noch Termine bekannt. Bezirkszüchterschulung ist am 27.07.2019 um 15.00 Uhr in Großlangheim, die Kreisschau am 21./22.11.2020 in Hofheim. Die Herbstversammlung gemeinsam mit Geflügelzüchtern ist am 13.10.2019 um 9.00 Uhr in Mellrichstadt. Die Frühjahrsversammlung ist am 8. März 2020 um 9.30 Uhr ebenfalls in Mellrichstadt. Schmitt trug noch den Wunsch von Patrick Elting für eine Terminabsprache der Ortsvereine vor, damit nicht, wie in diesem Jahr, vier Vereinsschauen am selben Wochenende stattfinden.

Nichts mehr verpassen: Abonnieren Sie den Newsletter für die Region Rhön-Grabfeld und erhalten Sie zweimal in der Woche die wichtigsten Nachrichten aus Ihrer Region per E-Mail.
Weitere Artikel
Themen & Autoren
Mellrichstadt
Florian Fuchs
Geflügelzüchter
Gespräche
Havanna
Kaninchen
Kaninchenzüchter
Karl Heinrich
Kataloge
Kreisverbände
Meister
Rassen
Lädt

Damit Sie Schlagwörter zu "Meine Themen" hinzufügen können, müssen Sie sich anmelden.

Anmelden

Das folgende Schlagwort zu „Meine Themen“ hinzufügen:

Sie haben bereits
/ 15 Themen gewählt

bearbeiten

Sie folgen diesem Thema bereits.

entfernen

Um "Meine Themen" nutzen zu können müssen Sie der Datenspeicherung zustimmen

zustimmen
Kommentare (0)
Aktuellste Älteste Top

Der Diskussionszeitraum für diesen Artikel ist leider schon abgelaufen. Sie können daher keine neuen Beiträge zu diesem Artikel verfassen!