Unsleben

Kronen-Schenke: Es kehrt wieder Leben ein

Maskiert muss Anna Stele ihre Gäste bedienen. Sie ist glücklich, dass nun wieder in die Kronen-Schwenke Leben einkehrt.
Maskiert muss Anna Stele ihre Gäste bedienen. Sie ist glücklich, dass nun wieder in die Kronen-Schenke Leben einkehrt. Foto: Eckhard Heise

Schlechter hätte der Neuanfang nicht sein können: Am 7. März eröffneten Anna Stele und ihr Lebensgefährte Petyo Petrov die Kronen-Schenke nach einem halben Jahr ohne Pächter. Eine Woche später mussten sie das Haus wegen der Corona-Schutzmaßnahmen wieder schließen. Jetzt starteten die Wirte den zweiten Versuch – allerdings erst einmal nur unter freiem Himmel – und wie es für die beiden Pächter aussieht, haben die Gäste nur auf dieses Ereignis gewartet.

"Haltet durch" soll im Dorf auf Plakaten gestanden haben. Das lässt sich leicht sagen, denn von einem Tag auf den anderen war den Beiden die Existenzgrundlage entzogen worden, ohne dass sie die Chance gehabt hatten, erst einmal richtig Fuß zu fassen. Anna Stele hatte Ende des Vorjahres ihr Restaurant in Bad Kissingen aufgegeben, weil sie mit der Krone ihren Traum von einem gediegenen Restaurant erfüllt sah. Sie zog mit ihrem Partner nach Unsleben, um diesen Traum zu leben, der dann vorläufig so schnell wie eine Seifenblase platzte.

Essen zum Abholen

"Wir haben sofort reagiert und Essen zum Abholen angeboten", erzählt die Pächterin. "Gott sei Dank, hat uns die Bevölkerung nicht im Stich gelassen und das Angebot gut angenommen". So konnten sie wenigsten einigermaßen über die Runden kommen. Aber die großen Feiern und damit auch lukrativere Ereignisse waren natürlich gleich alle abgesagt.

"Auch die Verpächter von der Genossenschaft sind uns mit der Pacht entgegen gekommen", ganz abgesehen von der moralischen Unterstützung von vielen Bürgern aus dem Dorf, wie sie betont. Ohne die viele Fürsprache hätten sie vielleicht kapituliert, räumt Anna Stele ein, denn zu einem Unglück kam auch noch ein weiteres hinzu.

Suche nach einem Koch

Eigentlich hatte sie die Zusage eines Kochs in der Tasche gehabt, noch dazu von einem äußerst guten, wie sie schildert. Doch der hat wegen der Corona-Krise plötzlich abgewunken und stand nicht mehr zur Verfügung. Genauso ging es mit einem weiteren Interessenten, der erst zugesagt habe und dann auch abgesprungen sei. Nun übernimmt sie in der Küche, was sie ursprünglich nicht vorgesehen habe. So stehen sie jetzt, da das Geschäft langsam wieder anläuft, vor einem Personalproblem.

Der schöne Biergarten werde gut angenommen. Zwar mussten erst einmal verschiedene Vorkehrungen zur Hygiene und Infektionsschutz vorgenommen werden, aber da die Freifläche recht groß ist, können die vorgeschriebenen Abstände der Tische eingehalten werden, ohne dass viele Sitzplätze verloren gegangen sind. Da sich die Gäste mit dem Prozedere offensichtlich arrangiert haben und äußerst diszipliniert seien, ist Anna Stele zuversichtlich, dass auch in absehbarer Zeit  sich der Betrieb wieder normalisiert. Am Vatertag und auch in den Tagen zuvor war der Biergarten schon einmal gut gefüllt. "Hoffentlich geht es so weiter".

Weitere Artikel

Schlagworte

  • Unsleben
  • Eckhard Heise
  • Bevölkerung
  • Biergärten
  • Bürger
  • Freude
  • Gaststätten und Restaurants
  • Gelassenheit
  • Genossenschaften
  • Vatertag
Lädt

Schlagwort zu
„Meine Themen“

hinzufügen

Sie haben bereits
/ 15 Themen gewählt

bearbeiten

Sie folgen diesem Thema bereits

entfernen

Um "Meine Themen" nutzen zu können müssen Sie der Datenspeicherung zustimmen

zustimmen
0 0
Kommentar schreiben

Der Diskussionszeitraum für diesen Artikel ist leider schon abgelaufen. Sie können daher keine neuen Beiträge zu diesem Artikel verfassen!