Bad Königshofen

Kurdirektor: "Einen zweiten Lockdown können wir uns nicht leisten"

Kurdirektor Werner Angermüller blickt mit Sorge auf die vergangenen Monate und die kommende Winterzeit. Dennoch sagt er: "Es kommen auch wieder bessere Zeiten."
Covid-19 hat auch Auswirkungen auf den Bereich Fremdenverkehr und Kur in Bad Königshofen. Kurdirektor Werner Angermüller spricht von einem Einbruch bei den Gäste- und Übernachtungszahlen von mehr als 40 Prozent.
Foto: Hanns Friedrich | Covid-19 hat auch Auswirkungen auf den Bereich Fremdenverkehr und Kur in Bad Königshofen. Kurdirektor Werner Angermüller spricht von einem Einbruch bei den Gäste- und Übernachtungszahlen von mehr als 40 Prozent.

Nachdem sich der Raum Bad Königshofen zu einem Corona-Hotspot entwickelt hat, brachen die Gäste-Zahlen enorm ein. Die Zahlen bei den Übernachtungen und Badbesuchern sanken um mehr als 40 Prozent. Bundesweit sei über den Corona-Ausbruch berichtet worden und viele Menschen seien deswegen natürlich nicht nach Bad Königshofen gekommen, erläuterte Kurdirektor Werner Angermüller gegenüber dieser Zeitung. Auch verschiedene Gruppen hätten ihren geplanten Aufenthalt in Bad Königshofen storniert. Das habe sich auch auf den Reisemobilstellplatz ausgewirkt, der plötzlich eine größere Leere aufgewiesen hätte. Aktuell befinde man sich langsam wieder auf dem "Weg der Besserung", wenn auch nach wie vor "die Zahlen im Keller sind".

Die Mitarbeiter der Franken-Therme hätten sofort gegen gesteuert und sich mit den Stammgästen per Mail in Verbindung gesetzt und sie über die aktuelle Lage informiert, die sich zu diesem Zeitpunkt wieder im Normalbereich befunden habe. Eine zweite größere Infektionswelle wäre nicht nur für den Kurbereich, sondern für alle Tourismusbetriebe ein erneuter Tiefschlag, den es zu vermeiden gelte, so Angermüller. Aktuell spricht der Kurdirektor von ersten Anzeichen, die darauf hindeuten würden, dass es langsam auch im Kur- und Fremdenverkehrsbereich wieder aufwärts geht.

Wieder Vertrauen schaffen

Werner Angermüller hält es nun für sehr wichtig, wieder Vertrauen in der Bevölkerung und bei den Gästen zu schaffen. "Wir verweisen immer wieder auf unser gutes Hygienekonzept, die Abstandsregelungen und den Hinweis auf Mund- und Nasenschutz und wir achten sehr auf die Einhaltung der Regeln." Das gelte auch für die Hotels und Privatvermieter, die sich ebenfalls entsprechend eingerichtet hätten und ihren Gästen die größtmögliche Sicherheit bieten wollen.

Bei der Riesenrutsche in der Franken-Therme warten ganz spezielle digitale Einspielungen auf die Badegäste.
Foto: Hanns Friedrich | Bei der Riesenrutsche in der Franken-Therme warten ganz spezielle digitale Einspielungen auf die Badegäste.

Abgesagt wurde in diesem Jahr das Seabridge-Treffen, das Mitte Oktober traditionell in Bad Königshofen stattfinden sollte. "Die Situation, vor allem was die Wintermonate betrifft, ist noch unklar", sagt Werner Angermüller Für den Bereich Kur und Fremdenverkehr müsse man versuchen, diese Zeit so gut wie möglich zu meistern, um gut durch den Winter zu kommen.

Öffnungszeiten in der Franken-Therme

Covid 19 bestimmt auch die Öffnungszeiten in der Franken-Therme und die aktuell besonderen Angebote im Bereich Bad und Sauna. Die Öffnungszeiten sind von Montag bis Freitag von 10 bis 22 Uhr, Samstag, Sonntag und an Feiertagen von 10 bis 20 Uhr. Hinzukommt nun der bekannte Mondscheinbadetarif. Hinzu kommt ab November die traditionelle Wertkartenaktion. Der Kurdirektor informiert über Modernisierungsmaßnahmen im Restaurant der Franken-Therme sowie über die neu eröffnete Kurmittelabteilung mit Therapie und Wellnessbereich ebenso wie über die Riesenwasserrutsche mit ihren digitalen Einspielungen und vielen Besonderheiten. "Wir haben eine schöne Therme, die mit zahlreichen Attraktionen normalerweise viele Badegäste anspricht."

Dabei kommt Werner Angermüller auch auf eine Zusage des Landkreises zu sprechen, der eine Million Euro im Haushalt eingeplant hat, um beispielsweise Vereine, caritative oder kommunale Einrichtungen zu unterstützen. Hier könnte man auch an die durch Corona stark in die roten Zahlen geratenen Bäder in Bad Neustadt, Bad Königshofen, Mellrichstadt oder Bischofsheim denken. "Jetzt wäre diese Hilfe angebracht."

Nur in geringem Umfang Kurzarbeit

In der Franken-Therme haben die Einbrüche bei den Kur- und Gästezahlen keinen Einfluss auf die Mitarbeiter. "Es läuft alles weiter und wir haben nur in geringem Umfang Kurzarbeit." Wenn der Kurdirektor allerdings auf den Jahresabschluss zu sprechen kommt, ist eines klar: "Negative Betriebsergebnisse sind nicht zu verhindern."

Auch wenn es derzeit nicht gerade rosig aussieht, blickt Kurdirektor Werner Angermüller mit Optimismus in die Zukunft: "Es kommen auch wieder bessere Zeiten, aber einen zweiten, vor allem lokalen Lockdown, können wir uns nicht leisten."

Der Gastronomiebereich der Franken-Therme wurde neu gestaltet. Auch hier wird auf Abstand geachtet.
Foto: Hanns Friedrich | Der Gastronomiebereich der Franken-Therme wurde neu gestaltet. Auch hier wird auf Abstand geachtet.
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