Bad Neustadt

Kurzarbeit als wichtiges Instrument im Landkreis Rhön-Grabfeld

Die Arbeitslosigkeit hat sich von Oktober auf November um 67 auf 1344 Personen verringert. Die Arbeitslosenquote liegt jetzt bei 2,9 Prozent.
Auch im November nutzten viele Arbeitgeber der Region das Instrument der Kurzarbeit (Symbolbild).
Foto: Jens Büttner/dpa | Auch im November nutzten viele Arbeitgeber der Region das Instrument der Kurzarbeit (Symbolbild).

Trotz des Teil-Lockdowns zeichnete sich im November, zum dritten Mal in Folge, eine leichte positive Arbeitsmarktentwicklung in der Region Main-Rhön ab. Es waren 8520 Menschen arbeitslos gemeldet. Die Arbeitslosenquote erreichte im November im Gesamtbezirk 3,4 Prozent.

Im Landkreis Rhön-Grabfeld hat sich die Arbeitslosigkeit von Oktober auf November um 67 auf 1344 Personen verringert. Das waren 291 Arbeitslose mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote auf Basis aller zivilen Erwerbspersonen betrug im November 2,9 Prozent; vor einem Jahr belief sie sich auf 2,3 Prozent. Dabei meldeten sich 345 Personen (neu oder erneut) arbeitslos, 20 weniger als vor einem Jahr und gleichzeitig beendeten 413 Personen ihre Arbeitslosigkeit (+33). Seit Jahresbeginn gab es insgesamt 4321 Arbeitslosmeldungen, das ist ein Minus von 31 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum; dem gegenüber stehen 4051 Abmeldungen von Arbeitslosen (–322). Der Bestand an Arbeitsstellen ist im November um 104 Stellen auf 856 gestiegen; im Vergleich zum Vorjahresmonat gab es 53 Arbeitsstellen mehr. Arbeitgeber meldeten im November 251 neue Arbeitsstellen, 102 mehr als vor einem Jahr. Seit Januar gingen 1730 Arbeitsstellen ein, gegenüber dem Vorjahreszeitraum ist das eine Abnahme von 204.

Die Kurzarbeit hat sich bewährt

"Die Zahlen belegen, dass dieser Teil-Lockdown sich nicht so drastisch wie der flächendeckende Lockdown im Frühjahr auswirkt. Noch im Oktober waren 281 Menschen mehr arbeitslos gemeldet und die Quote lag im Gesamtbezirk mit 3,5 Prozent um 0,1 Prozentpunkte höher. Auch sind die Schließungen branchenspezifisch weniger beschränkt. Die Grenzen sind weiter geöffnet, sodass Lieferketten nicht unterbrochen werden. Große Teile der Wirtschaft – Industrie, Handwerk, verarbeitendes Gewerbe – arbeiten weiter. Ferner zeigt sich, wie schon in den vergangenen Monaten, dass sich das Instrument Kurzarbeit bewährt und die Auswirkungen der Krise deutlich abmildert. Außerdem hilft die Bundesregierung zusätzlich mit den sogenannten Novemberhilfen", erläutert Thomas Stelzer, Leiter der Agentur für Arbeit Schweinfurt.

Kurzarbeit eröffnet Betrieben eine Möglichkeit, vorübergehende Phasen mangelnder Auslastung zu überbrücken. Betroffene Unternehmen sind dadurch nicht gezwungen, ihre Mitarbeiter zu entlassen, sondern profitieren davon, dass ihnen die eingearbeiteten Fachkräfte erhalten bleiben. 

Seit Oktober stieg die Zahl wieder an

Seit Jahresbeginn war für 4295 Betriebe und für 59 153 Arbeitnehmer im Bereich Main-Rhön Kurzarbeit angezeigt worden. Der höchste Eingang an Anzeigen in diesem Jahr erfolgte im Monat April mit 3426 Betriebsanzeigen. Für den Berichtsmonat lag der Eingang von neuen Anzeigen auf Kurzarbeitergeld für 118 Betriebe mit 1037 Personen vor. Nachdem die monatliche Zahl der Neuanzeigen sich seit April kontinuierlich verringert hatte, stieg diese erstmals seit Oktober wieder an. "In unserer Region waren das verarbeitende Gewerbe, die Herstellung von Kraftwagen und Kraftwagenteilen, der Maschinenbau, das Hotel- und Gaststättengewerbe sowie das Gesundheitswesen hierbei betroffen", heißt es weiter im Bericht der Agentur für Arbeit.

"Nachdem die Nachfrage nach neuen Mitarbeitern im April, mit einem Minus von rund 50 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, regelrecht eingebrochen war, steigerte sich diese im Berichtsmonat im Gesamtbezirk um ein Plus von rund 15 Prozent im Vergleich zum November 2019. Allerdings dürften die Stellenmeldungen weiterhin nur zaghaft ansteigen bzw. auf niedrigerem Niveau verharren, da mit dem erneuten Teil-Lockdown in der derzeit wirtschaftlich angespannten Lage weniger Menschen ihren Arbeitsplatz wechseln. Diese niedrigere Fluktuation trägt neben dem geringeren Bedarf an zusätzlichem Personal dazu bei, dass tendenziell weniger Stellen auf dem Arbeitsmarkt zu besetzen sind", so Stelzer weiter.

Der Arbeitsmarkt in der Region Main-Rhön im Vergleich: Rhön-Grabfeld verzeichnet mit 2,9 Prozent die geringste Arbeitslosigkeit, gefolgt von den Landkreisen Haßberge mit 3,1 Prozent, Bad Kissingen mit 3,4 Prozent und Schweinfurt mit 3,8 Prozent.

Nichts mehr verpassen: Abonnieren Sie den Newsletter für die Region Rhön-Grabfeld und erhalten Sie zweimal in der Woche die wichtigsten Nachrichten aus Ihrer Region per E-Mail.
Weitere Artikel
Themen & Autoren
Bad Neustadt
Ralf Hein
Arbeitgeber
Arbeitslose
Arbeitslosenquote
Arbeitslosigkeit
Arbeitsmarkt
Arbeitsstellen
Fachkräfte
Kurzarbeit
Kurzarbeitergeld
Mitarbeiter und Personal
Lädt

Damit Sie Schlagwörter zu "Meine Themen" hinzufügen können, müssen Sie sich anmelden.

Anmelden

Das folgende Schlagwort zu „Meine Themen“ hinzufügen:

Sie haben bereits
/ 15 Themen gewählt

bearbeiten

Sie folgen diesem Thema bereits.

entfernen

Um "Meine Themen" nutzen zu können müssen Sie der Datenspeicherung zustimmen

zustimmen
Kommentare (0)
Aktuellste Älteste Top

Der Diskussionszeitraum für diesen Artikel ist leider schon abgelaufen. Sie können daher keine neuen Beiträge zu diesem Artikel verfassen!