Sondheim

Lautstarker Streit eskalierte bis zum tödlichen Stich

In Sondheim/Rhön hat ein 24-Jähriger einen 21-jährigen Mitbewohner mit einem Messer getötet. Der Grund für den Streit steht noch nicht fest.
Mit einem Messer (Symbolbild) soll ein 24-Jähriger seinen 21-jährigen Mitbewohner in Sondheim/Rhön am 1. Mai getötet haben. Dem Tatverdächtigen wird Totschlag vorgeworfen. Er sitzt in Untersuchungshaft. 
Mit einem Messer (Symbolbild) soll ein 24-Jähriger seinen 21-jährigen Mitbewohner in Sondheim/Rhön am 1. Mai getötet haben. Dem Tatverdächtigen wird Totschlag vorgeworfen. Er sitzt in Untersuchungshaft.  Foto: Ingo Wagner

Der gewaltsame Tod eines 21-Jährigen im beschaulichen Sondheim/Rhön (Lkr. Rhön-Grabfeld) am 1. Mai beschäftigt nicht nur Polizei und Staatsanwaltschaft, sondern auch die Ortsbevölkerung. "Klar ist das Thema im Dorf", sagt Bürgermeister Thilo Wehner. 

Wie das Polizeipräsidium Unterfranken und die Staatsanwaltschaft Schweinfurt gemeldet hatten, sei es am Freitagmittag zwischen zwei Männern im Alter von 24 und 21 Jahren zu einer Auseinandersetzung gekommen. Die beiden Männer seien afghanische Asylbewerber, so die beiden Behörden. Sie wohnten offensichtlich noch mit einem dritten gemeinsam in einem größeren Mietshaus am Ziegelsberg, heißt es im Dorf. Nach Kenntnis von Sondheims Bürgermeister Thilo Wehner, selbst Polizeibeamter, seien die Männer offensichtlich auch einem Beschäftigsverhältnis nachgegangen.

Im Verlauf des Streits, der laut Anwohner bis in die Nachbarschaft zu hören gewesen sei, habe der 24-Jährige auf den drei Jahre jüngeren Gegenüber eingestochen. Dabei soll er ihm tödliche Verletzungen zugefügt haben, schreibt die Polizei. Ein sofort verständigter Notarzt konnte nur noch den Tod des Mannes feststellen.

Mehrere Streifen im Einsatz

Als der Notruf im Polizeipräsidium eingegangen war, hatten sich umgehend mehrere Streifen der Polizeiinspektion Mellrichstadt zum Tatort aufgemacht. Der 24-jährige Tatverdächtige wurde noch vor Ort festgenommen. Er habe keinerlei Widerstand geleistet, hieß es. Der Tatort, die Wohnung der beiden Männer, wurde umgehend abgesperrt. Der dritte Bewohner, der zum Tatzeitpunkt telefoniert haben soll, sei bei Bekannten im Nachbar-Dorf untergekommen, ist zu hören.

Die Kriminalpolizei Schweinfurt hat noch vor Ort ihre Arbeit aufgenommen. Die Ermittler versuchen nun insbesondere die genauen Hintergründe der Tat zu klären. Ein Grund für die Auseinandersetzung war noch nicht klar.  

Dringender Tatverdacht auf Totschlag

Der 24-jährige Tatverdächtige war zunächst in einer Haftzelle der Schweinfurter Polizei untergebracht. Er wurde am Samstag auf Antrag der Staatsanwaltschaft Schweinfurt am Amtsgericht vorgeführt. Der Ermittlungsrichter ordnete auf Grund des dringenden Tatverdachts des Totschlags die Untersuchungshaft an. Der Mann sitzt nun in einer Justizvollzugsanstalt.

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