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Leserforum: Beschlussvorgaben nicht kritiklos durchwinken

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Foto: Björn Kohlhepp | Symbolbild

Zur Berichterstattung zum Baugebiet "Nördlich der Von-Guttenberg-Straße" erreichte uns folgender Leserbrief:

Ich verfolge schon seit Anfang an die Entwicklungen sowie die Berichterstattung über das mögliche Baugebiet "Nördlich der Von-Guttenberg-Straße". Dies bezieht sich auf den fragwürdigen Aufstellungsbeschluss im Juli 2019 bis hin zu der Stadtratssitzung am Mittwoch, 17. März, in der ich die hitzige Debatte zu diesem Reizthema live miterleben durfte.

Dabei komme ich immer mehr zu der Überzeugung, dass der Architekt dieses Bauprojekts versucht, den Stadtrat mit fraglichen Argumenten zu überzeugen, damit dieser dem wohlwollend zustimmt. Dies betrifft einesteils das Entwässerungskonzept, bzw. die dreimalige Nachfrage eines Stadtrates, doch die Bauhöhe nicht annähernd, sondern konkret zu benennen.

Die Investoren und das Planungsbüro müssen sich nicht wundern, wenn sich danach mehrheitlich Widerstand im Stadtrat ankündigt. Die städtische Verwaltung muss sich im Klaren sein, bei fadenscheinigen Aussagen, wie in dem genannten Fall, gegenüber den Bürgern schnell an Vertrauen zu verlieren. Ich bin mir nicht sicher, ob dieses Projekt letztendlich wie geplant umgesetzt wird.

Es ist nicht nachvollziehbar, wenn sich der Architekt bei der Vorstellung seiner Präsentation auf einen im Vorfeld intensiven Bürgerdialog beruft und dabei bewusst das Ergebnis ausblendet, dass sich beim Bürgerentscheid doch immerhin fast 2000 Bürgerinnen und Bürger gegen das Projekt ausgesprochen haben.

Ich hoffe nur, dass die schon lange vor dieser Sitzung genannte Aussage unseres Bürgermeisters "Der Stadtrat muss sich aber endlich finden", aus der er auch keinen Hehl macht, wie in der Kolumne "Standpunkt" in der Rhön- u. Saalepost vom Freitag, 19. März, von Christian Hüther erwähnt, nicht ernst gemeint war.

Beschlussvorgaben wie im vorliegenden Fall kritiklos durchzuwinken, dürfte mit einem Teil der bisherigen sowie der neu gewählten Stadträte zukünftig der Vergangenheit angehören. Die Bürgerinnen und Bürger erwarten gerade bei solchen Projekten in der Diskussion Sachverstand, Ehrlichkeit und Mut von ihren Mandatsträgern.

Johann Brandt

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