Mellrichstadt

Mellrichstadt: Verantwortung für den Frieden

Im kleinen Rahmen fand in diesem Jahr die Feierstunde zum Volkstrauertag am Großenberg statt. Im Bild Bürgermeister Michael Kraus, Pfarrer Thomas Menzel (2. von links) als Vertreter der beiden christlichen Kirchen, Karlo Plazonik, Vorsitzender des VDK-Ortsverbandes Mellrichstadt (ganz links), und eine Abordnung der Bundeswehr.
Foto: Birgitte Gbureck | Im kleinen Rahmen fand in diesem Jahr die Feierstunde zum Volkstrauertag am Großenberg statt. Im Bild Bürgermeister Michael Kraus, Pfarrer Thomas Menzel (2.

Im überschaubaren Kreis wurde in diesem Jahr die Feierstunde zum Volkstrauertag am Großenberg in Mellrichstadt begangen. Vertreter von VDK, Feuerwehr, Kameradschafts- und Freundeskreis der Garnison (KFG) und der Geistlichkeit gaben der Veranstaltung einen würdigen Rahmen. Bürgermeister Michael Kraus begrüßte die Anwesenden und betonte, dass er trotz der ungewöhnlichen Umstände der Bedeutung des Volkstrauertages gerecht werden wolle. Er legte deshalb zum Gedenken an die Opfer von Krieg und Gewalt, wie Karlo Plazonik als Ortsvorsitzender des VDK auch, einen Kranz nieder. Auch 75 Jahre nach Kriegsende sei der Volkstrauertag von großer Bedeutung. Das Gedenken an die Opfer der Weltkriege, an das Leid und die Trauer der Hinterbliebenen, dürfe niemals in Vergessenheit geraten und sei Mahnung, den Frieden unter den Menschen und Völkern zu bewahren.

Auch am jüdischen Mahnmal wurde ein Kranz niedergelegt
Foto: Birgitte Gbureck | Auch am jüdischen Mahnmal wurde ein Kranz niedergelegt

Stabsfeldwebel Kai Sell sprach als Vertreter der Bundeswehr und des KFG das Totengedenken. Es wurde besonders gedacht an die Opfer von Gewalt und Krieg. Es wurde erinnert an die Soldaten, die in den Weltkriegen starben, an die, die verfolgt und getötet wurden, weil sie einem anderen Volk angehörten oder deren Leben wegen einer Krankheit oder Behinderung als lebensunwert bezeichnet wurde. Es wurde derer gedacht, die ums Leben kamen, weil sie Widerstand gegen Gewaltherrschaft geleistet haben und derer, die den Tod fanden, weil sie an ihrer Überzeugung oder an ihrem Glauben festhielten. Es wurde getrauert um die Opfer der Kriege und Bürgerkriege, um die Opfer von Terrorismus und politischer Verfolgung, um die Bundeswehrsoldaten und anderen Einsatzkräfte, die im Ausland ihr Leben verloren.

Pfarrer Thomas Menzel von der Kirche St. Kilian, der im jährlichen Wechsel mit seinem evangelischen Amtsbruder Andreas Werner die Geistlichkeit beim Volkstrauertag vertritt, sprach die Fürbitten. Auch am jüdischen Mahnmal in der Straße am See hatte die Stadt einen Kranz niedergelegt in Erinnerung an die jüdischen Mitbürger.

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